

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir möchten Sie auf die nächste Veranstaltung der "Bautzener Reden" aufmerksam machen.
„Damit die Wut uns nicht zerreißt: Wer hält unsere Gesellschaft zusammen? Petra Köpping kommt mit ihrem Vortrag zur nächsten „Bautzener Rede“. Am Freitag, dem 1. März, spricht Sachsens Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Dom St. Petri. Ihr Credo: „Mein Haus heißt nicht umsonst ›Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt‹. Mein Haus und ich stehen für eine Politik, die für Menschen kämpft, die für andere Menschen da sind.“ Beginn der Bautzener Rede ist um 19 Uhr.
Petra Köppig gilt als „Versteherin der Ostdeutschen“. Immer wieder hat sie vor den Folgen einer tiefen Spaltung der Gesellschaft gewarnt, so auch in ihrem Buch »Integriert doch erst mal uns!« Dort stellt sie Fragen wie „Warum sind das Misstrauen und die Distanz zu Demokratie und Politik in Ostdeutschland so groß?“ oder „Woher kommt all die Wut?“ Mit Nachdruck fordert sie in der Streitschrift eine gesamtdeutsche Aufarbeitung der Nachwendezeit. In den unbewältigten Demütigungen, Kränkungen und Ungerechtigkeiten, in den Lebensbrüchen und Entwurzelungen der 1990er Jahre sieht sie eine wesentliche Ursache heutiger Dilemmata. Bei den Bautzener Reden versucht die Politikerin Antworten zu finden, wer letztlich die Gesellschaft zusammenhält.
Petra Köpping hat eine ostdeutsche Biografie. Die Staats- und Rechtswissenschaftlerin war von 1989 bis 1990 Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna. Im Anschluss arbeitete sie vier Jahre als Außendienstmitarbeiterin der Deutschen Angestellten-Krankenkasse. 1994 wurde sie erneut zur Bürgermeisterin von Großpösna gewählt. Von 2001 bis 2008 war Petra Köpping Landrätin des Landkreises Leipziger Land. Als Parteilose ging sie für die SPD ins Rennen und nahm erstmals der bis dahin dominierenden CDU in Sachsen einen Landkreis ab.
Bis zu ihrer ersten Wahl in den Landtag 2009 arbeitete Petra Köpping dann als Kommunalberaterin bei der Sächsischen Aufbaubank in Dresden. In die SPD trat sie 2002 ein. Von 2014 bis 2019 war sie Sachsens Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, seitdem steht sie dem Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vor.
Organisiert werden die Bautzener Reden durch die Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Ökumenischen Domladen. Die Gruppe vereint Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche in und um Bautzen. Ihre Vision ist ein positives und vielfältiges Miteinander in der Stadt. Unterstützt wird das Format durch die Hertie-Stiftung.
Für die „Bautzener Reden“ erhielt „Bautzen gemeinsam“ den Engagement-Preis „machen!2023" in der Kategorie „Lebensqualität & Miteinander”. Der Bundeswettbewerb würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands.
Nächste Gäste der Initiative: Bundespräsident a.D. Joachim Gauck (12. April) und die Sicherheitsexpertin und Politikwissenschaftlerin Claudia Major (3. Mai).
Wir freuen uns über Ihr Kommen und bedanken uns für Ihr Interesse.
Beste Grüße, im Namen der Initiative
Peter-Paul Straube, Heinrich Schleppers, Christian Tiede, Tilmann Popp, Lothar Lange, Katja Gerhardi, Friedrich Pollack, Tim Döke