Legt die Mittelverwendung des AFVD offen! Erhöht die Förderung für den Leistungssport!

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Die Quick Facts

  • Die Verwendung der Einnahmen des American Football Verband Deutschland e.V. (AFVD) ist seinen Sportlern und Mitgliedern weitestgehend schleierhaft.
  • Es besteht Verdacht, dass Gelder in unverhältnismäßiger Höhe den Funktionären, insbesondere dem Präsidenten Robert Huber zukommen, anstatt der Förderung des Sports.
  • Die Petition ruft den Verband auf:
    1. Die Mittelverwendung und Gehaltsstrukturen der Funktionäre offenzulegen.
    2. Darzulegen, welche Investitionen für konkrete Fördermaßnahmen des deutschen American Football sowie seiner Vereine, Sportler und Trainer geplant sind.
  • Die Petition ruft die 60.000 deutschen Footballer auf:
    1. Diese ungeklärte Situation nicht einfach hinzunehmen.
    2. Sich an einer offenen Diskussion und der gemeinsamen Arbeit an Lösungen zu beteiligen.
    3. An der diesjährigen Bundesversammlung des AFVD im Rahmen des German Bowl 2018 in Berlin teilzunehmen und entsprechende Antworten des AFVD Vorstands zu verlangen.

 Die Ausgangssituation

Der American Football Verband Deutschland e.V. (AFVD) ist der Dachverband des American Football in Deutschland. Als solcher nimmt er jedes Jahr von seinen Mitgliedern, den Landesverbänden des American Football sowie den Erst- und Zweitligisten der German Football League (GFL), insgesamt mehr als 500.000 Euro Lizenzgebühren ein. Aus Sicht aller Sportler und Fans des Football in Deutschland sollte dieses Geld vor allem dazu dienen, den American Football in Deutschland weiterzuentwickeln! Dies bedeutet insbesondere:

  • Die Förderung des Leistungssports, speziell der Nationalmannschaften sowie des Breitensports.
  • Die Durchführung von Maßnahmen (Marketing, PR u.ä.) um Verbreitung und Wachstum des American Football in Deutschland zu fördern.
  • Die Aus- und Weiterbildung von Spielern, Trainern und Verantwortlichen der Footballvereine in Deutschland.

Das Problem

In der Realität ist nicht transparent, wofür die durch den AFVD eingenommenen Gelder tatsächlich eingesetzt werden.
Es besteht der Verdacht, dass ein Großteil des Etats nicht zum Wohle des Sports, sondern vor allem für eines aufgewendet wird: Funktionärsgehälter.

Diesen Schluss lässt bspw. ein Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts Köln im Jahr 2015 zu (https://openjur.de/u/853376.html Der AFVD hatte vor dem Verwaltungsgericht Köln geklagt, dass er seit dem Jahr 2012 keine staatlichen Fördergelder für den Leistungssport erhalten würde. Das Gericht stellte in seinem Urteil fest, dass der AFVD selber kaum 5% seines Etats für die Förderung des Leistungssports aufwendet.

Auszug: „Die Beklagte [der Staat Deutschland] hat weitergehend in ihre Bewertung eingeschlossen, dass der Kläger [der AFVD] in der Lage ist, umfangreiche Geldmittel für Zwecke der Vergütung seines Präsidiums und seines Rechtsvertreters zur Verfügung zu stellen.“

Und weiterhin: „Nimmt man, wie es die Beklagte getan hat, schon isoliert die direkten Ausgaben des Klägers an seinen Prozessbevollmächtigten in den Blick, und lässt alle weiteren finanziellen Verflechtungen des Prozessbevollmächtigten des Klägers mit dem Kläger selbst wie mit dessen wirtschaftlichen Töchtern außen vor, wird offenbar, dass der Kläger seine Finanzmittel nicht in erheblicher Höhe in seine Leistungssportsparte investiert.“

Im Klartext: Der AFVD gibt offenbar so viel Geld in Form von Gehältern an sein eigenes Präsidium und diesen angehörigen Beratungsgesellschaften aus, dass er allein deshalb schon kaum Geld für die eigentliche Sportförderung ausgeben kann.

 In besonderem Zusammenhang steht diese Problematik mit der starken Zentrierung der Macht im AFVD um den Präsidenten, Robert Huber. Kürzlich verkündete der AFVD völlig überraschend und schockierend die Absage der Herren-EM 2018 - wohlgemerkt als Titelverteidiger und geplanter Veranstalter. Auf dem Portal american-football.com findet dazu der Kommentar:

„Das Interesse an Wachstum [im Präsidium des AFVD] dürfte wohl auch begrenzt sein – denn dann müsste man etwas abgeben: Aufgaben, Termine, Einfluss, vielleicht sogar Geld. Da ist man doch froh, dass die GFL unterdessen von der Firma German Football Partners vermarktet wird. Ein Blick ins Impressum verrät den Inhaber: Robert Huber. Man stelle sich vor, der Deutsche Fußball-Bund würde die Rechte am DFB-Pokal über eine Rechteverwertungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH vermarkten, deren rechtlicher Vertreter der DFB-Präsident selbst ist. Er würde sich wohl nicht mehr lange im Amt halten können.“
(https://www.american-football.com/news/afvd-im-abseits-1031

Dass die Absage der EM selbst ebenfalls nicht dem Sport zuliebe, sondern höchstwahrscheinlich aus persönlichem Interesse erfolgte, verdeutlicht allen Interessierten ein Beitrag des österreichischen Portals football-austria.com.
(http://football-austria.com/home/single-news.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8661&cHash=c3fa24d77f578dd5fc3d788a8dcff0f9

Folge dieser Machtzentrierung und der mangelnden Mittelverwendung ist eine seit Jahren andauernde Stagnation in den genannten wichtigen Verbandsmaßnahmen.
Es herrscht nach wie vor kaum Medienpräsenz in Deutschland außer über die Maßnahmen der Vereine selber und das jährlich stattfindende Endspiel der ersten Liga (der Germanbowl). Der Internetauftritt des Verbands ist veraltet und einem Verband mit mehr als 60.000 aktiven Vereinsmitgliedern unwürdig. Die Nationalmannschaften müssen immer noch die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften größtenteils selbst finanzieren. Es gibt keine sichtbaren Bemühungen oder Konzepte, wie die Ungleichheit in der Leistungsfähigkeit der Erst- und Zweitligavereine in Deutschland verringert werden kann. Bemühungen der Footballvereine den Sport stärker im Jugendbereich zu verbreiten und den Nachwuchs von Sportlern zu verbessern werden kaum unterstützt. Es erfolgen keine sichtbaren Maßnahmen zur Verbesserung und Förderung des Breitensports.

 Wir können diese Probleme nur gemeinsam lösen und mit einem Verband, für den der Sport an erster Stelle steht. 

Wir möchten deshalb, dass jeder aktive Hobby- und Leistungssportler, jeder Vereinsangehörige und -verantwortliche und jeder Fan des American Football in Deutschland das Ausmaß der Situation bewerten kann und sich aktiv dem entgegenstellt. Wir fordern euch als Basis auf, nicht mehr länger die Augen vor den im AFVD herrschenden Problemen zu verschließen. Nehmt die Situation nicht einfach hin, sondern macht auch in euren Landesverbänden deutlich, dass sich etwas verändern muss! 

Unsere Forderungen

  • Wir fordern den Vorstand des AFVD auf, die Mittelverwendung des Etats des AFVD offenzulegen. Insbesondere sind die regelmäßigen und einmaligen Zahlungen an Funktionäre mit der dem entgegenstehenden Leistung aufzuschlüsseln.
  • Wir fordern die Bundesversammlung des AFVD als zentrales Entscheidungsorgan des Verbands auf, sich im Rahmen der nächsten Versammlung zum Germanbowl 2018 mit der von der Basis als unangemessen hoch erscheinenden Funktionärskosten zu befassen. Ein Lösungsvorschlag im Sinne eines Haushaltsplans für die Jahre 2019 ff. ist auszuarbeiten und der Öffentlichkeit publik zu machen. In diesem muss eine gegenüber dem derzeitigen Status deutliche Erhöhung der Verbandsmittel für die Bereiche Leistungs- und Breitensport, Vermarktung des Sports sowie Sportförderung deutlich werden.
  • Wir fordern den Präsidenten des AFVD, Herrn Robert Huber, eindringlich auf, sich Gedanken über seine Motivation an den von ihm bekleideten Posten im AFVD und den anhängenden Gesellschaften zu machen. Stellen Sie sich selbst die Frage, Herr Huber, ob Ihr Handeln tatsächlich vor allem dem Wohle und der Weiterentwicklung des Football in Deutschland dient. Wir fordern ein Statement, in dem die wahren Beweggründe zur Absage an der Herren-EM 2018 klar werden und deutlich wird, welche konkreten Maßnahmen der AFVD in den nächsten Jahren umsetzen wird, um echte Verbesserungen in den genannten Problembereichen herbeizuführen.

 


Gezeichnet:
Die Community des American Football in Deutschland

Weitere Beiträge und Kommentare zum Thema:
https://www.facebook.com/notes/redzone-pure-american-football/kritik-wird-lauter-und-öffentlicher/1098484963626611/

https://www.ran.de/us-sport/nfl/nfl-news/deutschland-der-grosse-verlierer-im-football-machtkampf-patrick-esume-sauer-verbandsboss-bleibt-hart-102000



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