Pödelwitz bleibt. Jetzt gilt es 8 andere Dörfer vor dem Kohleabbau zu retten!

Ich bin Jens Hausner und lebe in dem 700 Jahre alten Bauerndorf Pödelwitz. Seit Jahren engagiere ich mich für den Erhalt dieses Dorfes. Mit Erfolg. Pödelwitz kann bleiben. Hier könnt ihr ein längeres Interview mit mir in der Leipziger Zeitung lesen. Ich freue mich sehr, dass mein Dorf nicht dem Braunkohleabbau zum Opfer fällt, engagiere mich aber gleichzeitig weiter für all diejenigen, deren Dörfer nach wie vor bedroht sind.
Menschen, die nicht freiwillig umsiedeln wollen, droht weiterhin eine Enteignung auf der Grundlage der Enteignungsparagraphen im Bundesberggesetz. Trotz Kohleausstieg will die Groko immer noch weitere acht Dörfer für den Braunkohleabbau zerstören. Im Rheinland betrifft das Lützerath, Keyenberg, Berverath, Kuckum, Unterwestrich, Oberwestrich und Manheim, in der Lausitz das sorbische Dorf Mühlrose.
Eine neue Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung belegt aber, dass die Kohle unter den Dörfern bis zum politisch verordneten Ende der Kohleverstromung gar nicht mehr zur Stromerzeugung benötigt wird. Hier findet ihr die Studie als PDF zum Download. Das Fazit: Die Umsiedlung der Dörfer ist weder energiewirtschaftlich noch klimapolitisch zu rechtfertigen.
Prof. Dr. Claudia Kemfert, Co-Autorin der Studie sagt: “Wir haben errechnet, wie ein Kohleausstiegspfad in NRW im Einklang mit dem deutschen 1,5-Grad-Budget gestaltet werden kann. Um die globale Erhitzung mit einer Einhaltungswahrscheinlichkeit von 50% auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, dürfen aus den Tagebauen im Rheinland ab Januar 2021 noch maximal 235 Millionen Tonnen Braunkohle für die Kohleverstromung und -veredelung gefördert werden. Um die Klimaschutzziele einzuhalten, muss in NRW ein schnellerer Kohleausstieg bis spätestens 2028 anvisiert werden.”
Die derzeitige Bundesregierung will derzeit sogar über den Kohlebedarf bis 2038 hinaus weitere Kohle abbauen und dafür die oben genannten Dörfer zerstören. Menschen aus den vom Kohleabbau bedrohten Dörfern, haben sich zum Bündnis ,,Alle Dörfer bleiben“ zusammengeschlossen, in dem ich auch aktiv sind. Sie haben nun für ihre Dörfer auch eine Petition gestartet, die sie innerhalb der Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl medienwirksam übergeben werden. Ihre Forderung ist ,,eine rechtssichere Garantie für den Erhalt aller bedrohten Dörfer und für einen Kohleausstieg, bei dem die 1,5°-Grenze eingehalten wird. Damit alle Dörfer bleiben können, weltweit!“
Bitte unterstützt nicht nur meine Petition, mit der ich mich weiter für eine Änderung des Bundesberggesetzs einsetze, sondern auch die Petition von Marita Dresen und Helmut Kehrmann, die am Tagebau Garzweiler für den Erhalt der anderen Dörfer kämpfen.
Bitte klickt hier und unterzeichnet ihre Petition!
Ich danke Euch für die Unterstützung dieser wichtigen Petition.
Beste Grüße aus Pödelwitz
Jens Hausner