Petition updateSchafft die Enteignungsparagraphen für die Braunkohle ab!

Neues Bündnis "Alle Dörfer bleiben" gegründet!

Jens HausnerGermany
Nov 29, 2018

Liebe Unterstützer*innen,

zusammen mit Tagebaubetroffenen aus allen deutschen Braunkohlerevieren haben wir Pödelwitzer das Bündnis ,,Alle Dörfer bleiben" gegründet. Bis jetzt wurde unserer Forderung für einen sozialverträglichen Umgang mit Grundstückseigentümer, deren Eigentum auf Braunkohle steht, nicht nachgekommen. Uns drohen weiterhin Enteignungen zum Zwecke der Braunkohleförderung. Mit diesem neuen Bündnis gehen wir nun in die Offensive, um unseren Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen. Enteignungen für die Braunkohle darf es nicht mehr geben. Alle Dörfer in allen Revieren müssen erhalten bleiben.

Ich bin froh, dass wir dieses deutschlandweite Bündnis gründen konnten, um auf unsere Situation verstärkt aufmerksam machen zu können. Ich bin selbst Pressekontakt für das Mitteldeutsche Revier.

Hier seht ihr die gestern versandte Pressemitteilung


Alle Dörfer bleiben!

Für Menschen in mehr als einem Dutzend Dörfern steht ihre Zukunft auf der Kippe. Häuser, Kirchen, Wälder und fruchtbares Ackerland sollen Braunkohle-Tagebauen weichen. Dabei ist klar: die Energieerzeugung ist auch erneuerbar möglich und ein Kohleausstieg unbedingt notwendig, um die 1,5°C-Grenze noch einzuhalten. Einzig für die Wirtschaftsinteressen der großen Energiekonzerne RWE, LEAG und MIBRAG, die die Tagebaue in den drei deutschen Braunkohlerevieren betreiben, sollen die Dörfer zerstört werden und weitere tausende Menschen ihr Zuhause verlieren.

Wir stellen uns der Ungerechtigkeit in den Weg. Die vorläufige Rettung des Hambacher Waldes hat gezeigt, dass wir als geeinte, vielfältige Bewegung stärker sind als die Konzernmächte und dass wir breiten Rückhalt aus der Bevölkerung erfahren. Der lokale Widerstand in den Braunkohlerevieren hat neue Fahrt aufgenommen. Tausende Menschen aus der ganzen Welt kamen zu Camps im Rheinland und im Leipziger Land, um gegen Braunkohle und für den Erhalt der Dörfer zu protestieren. Zwangsumsiedlung, Kulturverlust, soziale Zermürbung und Klimazerstörung rücken ins Licht der Öffentlichkeit und eine wachsende Bewegung verspricht: Kein Dorf bleibt allein!

Wir, die durch Tagebaue und Zwangsumsiedlung direkt betroffen sind, Aktive der Klimagerechtigkeitsbewegung, solidarische Bürgerinnen und Bürger, schließen uns zusammen, über die Grenzen von Region und Herkunft hinweg. Weder im Rheinland, noch in der Lausitz, noch im Leipziger Land darf auch nur ein einziges weiteres Dorf dem Braunkohleabbau zum Opfer fallen. Wir stehen solidarisch dafür ein, dass in allen drei Regionen alle Siedlungen und Orte bestehen bleiben und ein lebendiges Zusammenleben sowie eine gerechte und selbstbestimmte Transformation möglich werden. Das heißt auch: Die Braunkohle muss im Boden bleiben, denn um die Klimakatastrophe abzuwenden, dürfen 1,5°C Erderwärmung nicht überschritten werden.

Wir werden uns schützend vor die Dörfer stellen.

Wir fordern den sofortigen Stopp aller Zwangsumsiedlungen, aller Abrissarbeiten, aller Rodungen, Flächen- und Naturzerstörungen in den Braunkohlerevieren.

Wir fordern den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kohleförderung und die Einhaltung des Pariser Klimaziels von 1,5°C für Klimagerechtigkeit hier und überall auf der Welt.

Wir fordern, dass #AlleDörferBleiben!

Hier gibt es mehr Informationen zum Bündnis: 
www.alle-doerfer-bleiben.de

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