Dülmener Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt

Das Problem

Liebe Dülmener*innen,

seit Monaten finden in Dülmen Aktionen, verharmlosend „Montagsspaziergänge“ genannt, gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie statt. Gleichzeitig arbeiten in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Arztpraxen der Region Mediziner*innen und Pflegepersonal am Limit. Gleiches gilt für das Personal der weiteren kritischen Infrastrukturen wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Jugendamt, Versorgung und Entsorgung usw. Auch Mitarbeiter*innen aus Schulen, Kitas, der Verwaltung usw. arbeiten hart daran, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Mehrheit der Menschen in unserer Region, in ganz Deutschland, verhält sich vernünftig, solidarisch und rücksichtsvoll. Restaurants und Einzelhändler*innen setzen Schutzmaßnahmen um, Kultureinrichtungen haben zum Wohl aller Menschen ihren Betrieb stark eingeschränkt oder eingestellt, viele Unternehmer*innen versuchen mit Impfungen, Quarantänen und Tests ihre Produktion auch in der Pandemie aufrecht zu erhalten. Viele haben Angst um ihre Existenz.

Wir alle wissen, dass die Bekämpfung der Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Ja, wir können diese Aufgabe nur gemeinsam bewältigen mit den Studien und Empfehlungen der Wissenschaft. Ein entscheidender Baustein zur Bekämpfung der Pandemie ist eine flächendeckende Impfung. Ungeimpfte gefährden sich und ihre Mitmenschen. Problem ist u. a., dass nur knapp 70% der sog. vulnerablen Gruppe - d. h. Personen über 60 Jahre - "geboostert" sind , im Umkehrschluss also gut 30% noch keinen optimalen Schutz haben. Wir rufen daher alle Dülmener*innen erneut auf: Werden wir durch Impfung und Auffrischungsimpfung Teil einer beispiellosen weltweiten Solidaraktion!

Wir sind auf dem Weg zu einer überwältigenden Mehrheit, die sich aus purer Vernunft für die Impfung entscheidet. Dann braucht es keine Impfpflicht. Sie haben es in der Hand! Das Personal der kritischen Infrastrukturen ist fast vollständig durchgeimpft. Die wenigen Mitarbeiter*innen, die sich gegen eine Impfung wenden, gefährden die Menschen, die sich ihnen anvertrauen. Wir haben das große Glück, in einer freien, friedlichen und demokratischen Gesellschaft zu leben. Die Grundrechte schützen jeden Menschen und geben jeder Person die Möglichkeit, sich einzeln oder gemeinsam mit anderen einzubringen.

Das Versammlungsrecht ist ein Grundrecht unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Daraus entsteht auch eine Verantwortung des*der Einzelnen für die Gesellschaft, in der er*sie demonstriert.

Ja, wir können gegen die Corona-Schutzmaßnahmen sein, einer Impfpflicht kritisch gegenüberstehen und pandemiemüde sein. Nein, wir marschieren nicht mit, wenn Teilnehmer*innen der Spaziergangs-Impfproteste die Pandemie als Vorwand nutzen, Wissenschaftsfeindlichkeit zu betreiben, zu provozieren und unsere Demokratie zu gefährden. Wir spazieren nicht mit, wenn wenig gesprächsbereite Montagsspaziergänger*innen versuchen, einen Teil der Gesellschaft abzuspalten. Wir demonstrieren nicht mit, wenn mindestens billigend zudem ein Schulterschluss mit Anhängern der rechtsextremen Szene geschieht.

Dies ist eine gemeinsame Initiative des Bürgermeisters der Stadt Dülmen sowie der im Dülmener Rat vertretenen Parteien und Ratsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

als Bürgermeister der Stadt Dülmen
gez. Carsten Hövekamp

für die CDU
gez. Wilhelm Wessels (Fraktionsvorsitzender) und gez. Hendrik Clodius (Stadtverbandsvorsitzender)

für die SPD
gez. Andreas Bier (Fraktionsvorsitzender) und gez. Simon Peletz (Vorstandsvorsitzender des Ortsvereins)

für Bündnis 90/Die Grünen
gez. Florian Kübber (Fraktionsvorsitzender) und gez. Lotte Volkhardt & gez. Patrick Jansen (Sprecher*in des Ortsvorstands)

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung.

Diese Petition hat 7.280 Unterschriften erreicht

Das Problem

Liebe Dülmener*innen,

seit Monaten finden in Dülmen Aktionen, verharmlosend „Montagsspaziergänge“ genannt, gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie statt. Gleichzeitig arbeiten in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Arztpraxen der Region Mediziner*innen und Pflegepersonal am Limit. Gleiches gilt für das Personal der weiteren kritischen Infrastrukturen wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Jugendamt, Versorgung und Entsorgung usw. Auch Mitarbeiter*innen aus Schulen, Kitas, der Verwaltung usw. arbeiten hart daran, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Mehrheit der Menschen in unserer Region, in ganz Deutschland, verhält sich vernünftig, solidarisch und rücksichtsvoll. Restaurants und Einzelhändler*innen setzen Schutzmaßnahmen um, Kultureinrichtungen haben zum Wohl aller Menschen ihren Betrieb stark eingeschränkt oder eingestellt, viele Unternehmer*innen versuchen mit Impfungen, Quarantänen und Tests ihre Produktion auch in der Pandemie aufrecht zu erhalten. Viele haben Angst um ihre Existenz.

Wir alle wissen, dass die Bekämpfung der Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Ja, wir können diese Aufgabe nur gemeinsam bewältigen mit den Studien und Empfehlungen der Wissenschaft. Ein entscheidender Baustein zur Bekämpfung der Pandemie ist eine flächendeckende Impfung. Ungeimpfte gefährden sich und ihre Mitmenschen. Problem ist u. a., dass nur knapp 70% der sog. vulnerablen Gruppe - d. h. Personen über 60 Jahre - "geboostert" sind , im Umkehrschluss also gut 30% noch keinen optimalen Schutz haben. Wir rufen daher alle Dülmener*innen erneut auf: Werden wir durch Impfung und Auffrischungsimpfung Teil einer beispiellosen weltweiten Solidaraktion!

Wir sind auf dem Weg zu einer überwältigenden Mehrheit, die sich aus purer Vernunft für die Impfung entscheidet. Dann braucht es keine Impfpflicht. Sie haben es in der Hand! Das Personal der kritischen Infrastrukturen ist fast vollständig durchgeimpft. Die wenigen Mitarbeiter*innen, die sich gegen eine Impfung wenden, gefährden die Menschen, die sich ihnen anvertrauen. Wir haben das große Glück, in einer freien, friedlichen und demokratischen Gesellschaft zu leben. Die Grundrechte schützen jeden Menschen und geben jeder Person die Möglichkeit, sich einzeln oder gemeinsam mit anderen einzubringen.

Das Versammlungsrecht ist ein Grundrecht unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Daraus entsteht auch eine Verantwortung des*der Einzelnen für die Gesellschaft, in der er*sie demonstriert.

Ja, wir können gegen die Corona-Schutzmaßnahmen sein, einer Impfpflicht kritisch gegenüberstehen und pandemiemüde sein. Nein, wir marschieren nicht mit, wenn Teilnehmer*innen der Spaziergangs-Impfproteste die Pandemie als Vorwand nutzen, Wissenschaftsfeindlichkeit zu betreiben, zu provozieren und unsere Demokratie zu gefährden. Wir spazieren nicht mit, wenn wenig gesprächsbereite Montagsspaziergänger*innen versuchen, einen Teil der Gesellschaft abzuspalten. Wir demonstrieren nicht mit, wenn mindestens billigend zudem ein Schulterschluss mit Anhängern der rechtsextremen Szene geschieht.

Dies ist eine gemeinsame Initiative des Bürgermeisters der Stadt Dülmen sowie der im Dülmener Rat vertretenen Parteien und Ratsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

als Bürgermeister der Stadt Dülmen
gez. Carsten Hövekamp

für die CDU
gez. Wilhelm Wessels (Fraktionsvorsitzender) und gez. Hendrik Clodius (Stadtverbandsvorsitzender)

für die SPD
gez. Andreas Bier (Fraktionsvorsitzender) und gez. Simon Peletz (Vorstandsvorsitzender des Ortsvereins)

für Bündnis 90/Die Grünen
gez. Florian Kübber (Fraktionsvorsitzender) und gez. Lotte Volkhardt & gez. Patrick Jansen (Sprecher*in des Ortsvorstands)

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung.

Die Entscheidungsträger*innen

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 18. Januar 2022 erstellt