Rettet unseren Boden - gesundes Leben für alle

Rettet unseren Boden - gesundes Leben für alle

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Heiner Putzier hat diese Petition an Erik Döbele (AldiSüd Einkaufschef) und gestartet.

Seit Jahrzehnten vergiften synthetische Pestizide die Böden und die Umwelt weltweit. Als Themensprecher für Ernährung und Landwirtschaft der bayerischen Partei mut möchte ich den deutschen Lebensmittel-Einzelhandel als  entscheidend Verantwortlichen für dieses Tun mit in die Verantwortung nehmen, um dieses menschen-, tier- und umweltverachtende Verhalten zu beenden. Ich fordere besonders von den Top 4 des deutschen Lebensmittel-Einzelhandels folgendes: 

Der jeweilige Konzern verpflichtet sich, nur noch landwirtschaftliche Produkte anzubieten, die in der Erzeugung und Verarbeitung ohne synthetische Pestizide hergestellt werden. Das gilt auch für die Herstellung von Futtermitteln zur Fleischproduktion. Die Verpflichtung gilt nicht nur für Produkte aus Deutschland, sondern der ganzen Welt. Die schrittweise Umstellung sollte spätestens im Jahr 2031 abgeschlossen sein.

Bitte unterstützt unsere Petition „Rettet unseren Boden - gesundes Leben für alle“ mit Eurer Unterschrift und fordert damit Aldi, Lidl und Co. auf, ambitionierte Pläne zum Ausstieg aus den synthetischen Pestiziden zu entwickeln.

Weitere Einzelheiten zu dieser Petition

Seit Jahrzehnten werden weltweit synthetische Pestizide eingesetzt. Die international agierenden Herstellerfirmen dieser Gifte werden nicht müde auf deren Vorteile und vor allem auf deren Unverzichtbarkeit hinzuweisen, wenn man die Ernährung der Weltbevölkerung sicherstellen will. Zugelassene Pestizide seien für Mensch und Tier angeblich ungefährlich, dabei belegen viele wissenschaftliche Untersuchungen deutlich das Gegenteil. 

Die Großen des Lebensmittel-Einzelhandels in Deutschland und Europa preisen In farbigen Prospekten, im Internet und in den Läden frisches, blendend aussehendes Gemüse und Obst aus aller Welt zu niedrigsten Preisen an. Der Großteil dieser Produkte wird unter massivem Einsatz von Pestiziden angebaut. Neben den Lebensmitteln zum direkten Verzehr durch den Menschen werden auch Futtermittel für Nutztiere mit synthetischen Pestiziden behandelt, allen voran Soja.

Die negativen Auswirkungen der Pestizide auf den Boden und die Umwelt werden billigend in Kauf genommen, oft gibt es in den Produktionsländern keine oder nur unzureichende gesetzliche Vorschriften zu ihrem Einsatz.  In Deutschland werden jährlich unglaubliche 40 Millionen Tonnen synthetische Pestizide in der Landwirtschaft ausgebracht. Besonders der Weinbau tut sich mit einem Anteil von deutlich über 10% dieser Menge hervor, bewirtschaftet aber nur 1% der landwirtschaftlichen Fläche! Pestizide schaden unser aller Gesundheit sowohl direkt, in Form von Pestizidrückständen in den konsumierten Produkten, als auch indirekt durch die stetige Belastung von Luft, Wasser und vor allem den Böden.

Nun scheint es, dass große Lebensmittel-Discounter und Handelsketten das Thema “Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ besonders für sich entdeckt haben. Seit vielen  Monaten bewerben sie massiv ihre Strategien in dieser Richtung.

Hier einige Beispiele:

November 2020: Aldi verpflichtet sich als erster großer Lebensmittel - Einzelhändler in Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten die Haltungsbedingungen in der Hühnermast bis 2026 zu verbessern.

Dezember 2020: Lidl investiert 50 Millionen Euro für eine bessere Tierhaltung und argumentiert: „Wir wissen, dass eine zukunftsfähige Landwirtschaft eine zentrale Bedeutung für unser Land und die flächendeckende Versorgung hat“.

Februar 2021: Lidl wirbt mit dem Slogan „Gemeinsam für die Landwirtschaft“ und sichert den Landwirten die Abnahme von Schweinefleisch (in Corona-Zeiten) zu fairen Preisen zu.

Mai 2021: Lidl sichert in der Hühnerhaltung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund zu, dass bis zum Jahr 2026  20% aller Geflügelfleischprodukte auf die Haltungsformen 3 und 4 (keine „Qualzucht“) umgestellt werden. Die Werbebotschaft dazu „Wir kümmern uns um mehr Tierwohl“.

Juni 2021: Aldi wirft Billigfleisch aus den Regalen. Ein Kommentar in der Süddeutschen Zeitung vom 28.6. lautet: „Der Discounter ist mutiger, als die Grünen es je gewagt hätten. Er will den Deutschen ihr liebstes Fleisch wegnehmen. Ein konsequenter und logischer Schritt.“

Man kann die Aktionen als Marketingstrategien und „Greenwashing“ abtun, aber betrachtet man die Aktionen allein aus dem Blickwinkel der Sinnhaftigkeit, könnte man zustimmen. Die tierquälerische Fleischproduktion in Deutschland und anderswo auf dem Globus ist schlicht unerträglich und es ist schon lange an der Zeit, diese zu beenden.

Wir, die Partei mut möchten den Blick der marktbestimmenden Akteur*innen auf einen weiteren Aspekt lenken, der noch bedeutender für eine umfänglich gesunde Landwirtschaft und die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln ist: Erde und Boden.

Gerade der Einsatz von synthetischen Pestiziden vergiftet den Boden mitsamt seinen Mikrolebewesen dauerhaft, macht ihn tot und dauerhaft unbrauchbar.  Damit wird die Grundlage für das natürliche Wachstum von Pflanzen zerstört, die Produktion von Lebensmitteln gefährdet und der Boden mit uns krank machenden Substanzen belastet. Ein toter und durch den Einsatz von schwerem landwirtschaftlichem Gerät verdichteter Boden, nimmt nur noch wenig Wasser auf, sodass diese Art der „Bodenpflege“ auch Flutkatastrophen, wie gerade erlebt, verstärkt. 

Für unsere und die Gesundheit unserer Natur gleichbedeutend ist die Wasser- und Luftqualität, aber auch diese Faktoren stehen in Wechselwirkung mit dem Boden. Die synthetischen Pestizide, die in der Landwirtschaft verteilt werden, vergiften neben dem Boden auch unser Wasser und die Luft.

Der nächste konsequente Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, wie sie z.B. Lidl formuliert und anstrebt, ist die Abkehr von synthetischen Pestiziden. Der deutsche Lebensmittel-Einzelhandel und insbesondere die beiden mächtigen Discounter sollten hier ein Zeichen setzen, das zum generellen Verzicht auf synthetische Pestizide führt. Aldi und Lidl sind weltweit aktiv und haben nicht nur in Deutschland eine marktbeeinflussende Position auf die Qualität von Produkten. Sie hätten mit einer langfristigen Strategie zum Ausstieg aus synthetischen Pestiziden somit die Chance, weltweit eine Bewegung in Gang zu setzen, die pestizidfrei erzeugte Lebensmittel zum Standard macht.

In der taz vom 2.8.2021 heißt es: „So schreibt etwa Lidl seinen Lieferanten vor, dass Obst und Gemüse nur ein Drittel der Rückstände aufweisen darf, die gesetzlich erlaubt sind. Die Summe aller Rückstände darf den Wert von 80 Prozent der gesetzlichen Höchstgesamtmenge nicht überschreiten und von maximal 5 Substanzen stammen.“ Anscheinend hat man bei Lidl die Gefahr, die von synthetischen Pestiziden ausgeht, erkannt. Aus unserer Sicht ist diese Vorgabe aber bestenfalls eine unbedeutende Verringerung,  denn 80% der erlaubten Höchstmenge bergen immer noch eine enorme Gefahr für Mensch und Natur.

Regierungen scheuen sich aus Furcht vor Stimmenverlusten ein Verbot für synthetische Pestizide zu stellen und wenn solch eine Forderung aufkeimt, verhindern Lobbyverbände die  Realisation. Endverbraucher*innen-Organisationen sind nicht in der Lage eine solche Forderung in weltweitem Umfang umzusetzen, da ihnen die entsprechende Marktmacht und die finanziellen Voraussetzungen fehlen.

Beide Voraussetzungen – Marktmacht und finanzielle Voraussetzungen- sind bei den großen deutschen Lebensmittelketten und Discountern in idealer Weise vorhanden. Als weltweit agierende Lebensmittel-Einzelhändler*innen verfügen sie über eine immense Einkaufsmacht und können ihre Lieferfirmen durchaus beeinflussen. Das haben sie zum Schaden aller schließlich in den letzten Jahrzehnten in der Tierhaltung auch praktiziert und z.B. Schweinemastbetriebe zu immer kostengünstigeren Produktionsmethoden „motiviert“.   Auch dafür, dass eine pestizidfreie Landwirtschaft nur mit fairen und gerechten Preisen für die Produzenten einhergeht, sind die Handelsunternehmen verantwortlich.

Das Aldi – Topmanagement scheint es mit der Umstellung der Tierhaltung ernst zu sein. Das haben Erik Döbele, Einkaufschef Aldi Süd und sein Kollege Tobias Heinbockel von Aldi Nord bekräftigt. Unterstützt und gelobt wurden sie dabei von keinem Geringeren als Mahi Klosterhalfen, dem Präsidenten der Albert Schweitzer Stiftung.

In Namen der Partei mut fordere ich – Heiner Putzier - als deren Themensprecher für Ernährung und Landwirtschaft nun zu allererst Aldi und Lidl, aber auch andere Unternehmen auf, die angeblich „Lebensmittel lieben“, den nächsten Schritt zu gehen und einen Plan zum Ausstieg aus den synthetischen Pestiziden vorzulegen. Dieser sollte angelehnt an die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide wie folgt aussehen:

Der jeweilige Konzern verpflichtet sich, nur noch landwirtschaftliche Produkte anzubieten, die in der Erzeugung und Verarbeitung ohne synthetische Pestizide hergestellt werden. Das gilt auch für die Herstellung von Futtermitteln zur Fleischproduktion. Die Verpflichtung gilt nicht nur für Produkte aus Deutschland, sondern der ganzen Welt. Die schrittweise Umstellung sollte spätestens im Jahr 2031 abgeschlossen sein.

Bitte unterstützt unsere Petition „Rettet unseren Boden - gesundes Leben für alle“ mit Eurer Unterschrift und fordert damit Aldi, Lidl und Co. auf, ambitionierte Pläne zum Ausstieg aus den synthetischen Pestiziden zu entwickeln.

Wir freuen uns auch über Spenden, um die Petition weiter zu bewerben. Hier unsere Kontodaten: Kontoinhaber: Partei mut IBAN DE97 4306 0967 8238 6479 00 Stichwort: Rettet unseren Boden

Partei mut: Lebensgrundlagen bewahren – gesunde Ernährung für alle

In Ernährung und Landwirtschaft wird die gewaltige Fehlentwicklung unseres Wirtschaftens wie durch ein Brennglas deutlich: das maßlose Profitstreben, der Raubbau an Tier und Natur und das kritiklose Vertrauen in Technologie und Chemie haben unseren Lebensraum und unsere Landschaften an einen Abgrund geführt. Zynisch werden die Folgen des Klimawandels zukünftigen Generationen und der Bevölkerung des globalen Südens aufgebürdet, anstatt endlich konsequent zu handeln. Können uns weder extreme Trockenphasen noch Flutkatastrophen in unserem unmittelbaren Umfeld aufrütteln, um unser persönliches Verhalten konsequent zu ändern und im demokratischen Prozess Einfluss zu nehmen? Für ein weiter so und faule Kompromisse ist es viel zu spät, deshalb braucht es dringend einen politischen Wandel, um schnelle Reformen und klare Regeln im Umgang mit unseren Lebensmitteln, deren Herstellung und Handel durchzusetzen.

Um diese konsequente und entschlossene Haltung auch in politische Gremien zu tragen haben sich der Soziologe Stephan Lessenich, die ehemalige bayerische Landtagsabgeordnete Claudia Stamm und zahlreiche Mitstreiter*innen entschlossen, eine neue humanistisch-ökologische Partei zu gründen: Die Partei mut. Es braucht einen langen Atem und viel Mut, um für das Wohl aller – über Grenzen hinweg – zu streiten. Deshalb gibt es die Partei mut!   www.mut-bayern.de

Bildnachweis Foto : (C) Terrance Emerson - stock.adobe.com

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 2.500.
Bei 2.500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!