15 Euro Mindestlohn, jetzt!

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Das Problem

Der aktuelle Mindestlohn von 12 Euro und bereits von der Mindestlohnkommission hierzu beschlossene lächerliche zweistellige Centerhöhungen bis 2025 reicht für viele Beschäftigte nicht aus, den mittlerweile über Jahre stark gestiegenen Lebenshaltungskosten insbesondere für Lebensmittel, Energie und Wohnraum (besonders in Großstädten) sowie der hohen Inflation Rechnung zu tragen. 

Es ist eine Respektlosigkeit gegenüber Arbeitenden, für einen hohen Arbeitsaufwand sowohl körperlich als auch psychisch mit einem gesetzlichen "Minilohn" abgespeist zu werden. Und das gerade bei denjenigen, die am unteren Ende in einer großen Vielzahl an Beschäftigten den unternehmerischen Wohlstand im entscheidenden Maße mitfordern.

Insbesondere große Unternehmen mit einer Vielzahl von hunderten odar gar einigen Tausend Mitarbeitern sind sehr wohl in der Lage, besser zu bezahlen. An einigen Stellen konnte auch schon viel durch den Druck von Gewerkschaften getan werden. Und trotzdem waren gemäß des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr 19% der Beschäftigten in Arbeitsverhältnissen, die mit Niedriglohn entlohnt wurden, das entspricht Brutto unter 12,50 Euro nahezu jeden fünften Job oder als Zahl laut DGB 6 Millionen Mindestlohnbeschäftigte. 

Eine gerechte Bezahlung kann dazu beitragen, mehr Chancen auf dem Wohnungsmarkt zu haben und damit einhergehend die Mieten stemmen zu können. Gleichzeitig ist es damit möglich, ausreichende Konsum- und Fixkostenausgaben als auch die Sparrate für beispielsweise Urlaube oder Finanzmarktaktivitäten zu berücksichtigen. Auch ist damit mehr gesellschaftliche Teilhabe möglich.

Viele Arbeitnehmende arbeiten gerne in ihren Berufen, allerdings steht durch niedrige Bezahlungen auch ihr jeweiliger Verbleib in entsprechenden Firmen auf dem Spiel, gerade wenn man an die Situation auf dem Wettbewerbsmarkt betrachtet. Heutzutage müssen Unternehmen viel bieten, um passende Arbeitskräfte zu gewinnen. 
Durch eine bessere Bezahlung können besonders von Abwanderung gefährdete Betriebe in die Lage versetzt werden, einen finanziellen Anreiz zu schaffen, der Arbeitnehmende womöglich länger in der Firma hält. Ein deutlich höherer Mindestlohn zeigt Arbeitnehmenden auch den nötigen Respekt gegenüber ihren Jobs. 

Sicherlich kann ein Mindestlohn bei gleicher oder abnehmender Konsumnachfrage nicht ins Unendliche erhöht werden. Allerdings müssen vor dieser Debatte zuerst Strukturen geschaffen werden, unter denen Arbeitende in angemessenen Maße durch Lohnsteigerungen profitieren.

Ohnehin sind Niedriglöhne ein entscheidender Faktor für spätere Altersarmut. Viele Beschäftigte (besonders Frauen) arbeiten in Niedriglohnbranchen bzw. für Mindestlöhne, wie dem Gastgewerbe, Land- und Forstwirtschaft, der Reinigung, im Verkauf oder Dienstleistungsbereich wie beispielsweise dem Friseurhandwerk. 

Auch Jobs im Niedriglohnsektor sind richtig und wichtig. Umso bedeutender ist es, dies auch mit höheren Löhnen den Beschäftigten zu zeigen. Das Argument, sich besser zu qualifizieren, um solche Niedriglöhne zu vermeiden, ist zynisch und respektlos gegenüber denjenigen, denen am Ende ihr Job Spaß macht und gar nicht groß aufsteigen wollen. Zudem würde das Ignorieren dieser Punkte dazu führen, die betroffenen Arbeitenden sich selbst zu überlassen, was ebenso zu immer mehr gesellschaftlicher Spaltung beiträgt.

Wir orientieren uns den Gewerkschaften an und fordern daran angelegt die Mindestlohnkommission dazu auf, für alle Bürger in Deutschland, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, 15 Euro Brutto pro Stunde zu zahlen

 

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Sir XPetitionsstarter*in

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Das Problem

Der aktuelle Mindestlohn von 12 Euro und bereits von der Mindestlohnkommission hierzu beschlossene lächerliche zweistellige Centerhöhungen bis 2025 reicht für viele Beschäftigte nicht aus, den mittlerweile über Jahre stark gestiegenen Lebenshaltungskosten insbesondere für Lebensmittel, Energie und Wohnraum (besonders in Großstädten) sowie der hohen Inflation Rechnung zu tragen. 

Es ist eine Respektlosigkeit gegenüber Arbeitenden, für einen hohen Arbeitsaufwand sowohl körperlich als auch psychisch mit einem gesetzlichen "Minilohn" abgespeist zu werden. Und das gerade bei denjenigen, die am unteren Ende in einer großen Vielzahl an Beschäftigten den unternehmerischen Wohlstand im entscheidenden Maße mitfordern.

Insbesondere große Unternehmen mit einer Vielzahl von hunderten odar gar einigen Tausend Mitarbeitern sind sehr wohl in der Lage, besser zu bezahlen. An einigen Stellen konnte auch schon viel durch den Druck von Gewerkschaften getan werden. Und trotzdem waren gemäß des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr 19% der Beschäftigten in Arbeitsverhältnissen, die mit Niedriglohn entlohnt wurden, das entspricht Brutto unter 12,50 Euro nahezu jeden fünften Job oder als Zahl laut DGB 6 Millionen Mindestlohnbeschäftigte. 

Eine gerechte Bezahlung kann dazu beitragen, mehr Chancen auf dem Wohnungsmarkt zu haben und damit einhergehend die Mieten stemmen zu können. Gleichzeitig ist es damit möglich, ausreichende Konsum- und Fixkostenausgaben als auch die Sparrate für beispielsweise Urlaube oder Finanzmarktaktivitäten zu berücksichtigen. Auch ist damit mehr gesellschaftliche Teilhabe möglich.

Viele Arbeitnehmende arbeiten gerne in ihren Berufen, allerdings steht durch niedrige Bezahlungen auch ihr jeweiliger Verbleib in entsprechenden Firmen auf dem Spiel, gerade wenn man an die Situation auf dem Wettbewerbsmarkt betrachtet. Heutzutage müssen Unternehmen viel bieten, um passende Arbeitskräfte zu gewinnen. 
Durch eine bessere Bezahlung können besonders von Abwanderung gefährdete Betriebe in die Lage versetzt werden, einen finanziellen Anreiz zu schaffen, der Arbeitnehmende womöglich länger in der Firma hält. Ein deutlich höherer Mindestlohn zeigt Arbeitnehmenden auch den nötigen Respekt gegenüber ihren Jobs. 

Sicherlich kann ein Mindestlohn bei gleicher oder abnehmender Konsumnachfrage nicht ins Unendliche erhöht werden. Allerdings müssen vor dieser Debatte zuerst Strukturen geschaffen werden, unter denen Arbeitende in angemessenen Maße durch Lohnsteigerungen profitieren.

Ohnehin sind Niedriglöhne ein entscheidender Faktor für spätere Altersarmut. Viele Beschäftigte (besonders Frauen) arbeiten in Niedriglohnbranchen bzw. für Mindestlöhne, wie dem Gastgewerbe, Land- und Forstwirtschaft, der Reinigung, im Verkauf oder Dienstleistungsbereich wie beispielsweise dem Friseurhandwerk. 

Auch Jobs im Niedriglohnsektor sind richtig und wichtig. Umso bedeutender ist es, dies auch mit höheren Löhnen den Beschäftigten zu zeigen. Das Argument, sich besser zu qualifizieren, um solche Niedriglöhne zu vermeiden, ist zynisch und respektlos gegenüber denjenigen, denen am Ende ihr Job Spaß macht und gar nicht groß aufsteigen wollen. Zudem würde das Ignorieren dieser Punkte dazu führen, die betroffenen Arbeitenden sich selbst zu überlassen, was ebenso zu immer mehr gesellschaftlicher Spaltung beiträgt.

Wir orientieren uns den Gewerkschaften an und fordern daran angelegt die Mindestlohnkommission dazu auf, für alle Bürger in Deutschland, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, 15 Euro Brutto pro Stunde zu zahlen

 

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Die Entscheidungsträger*innen

Janine Wissler
Spitzenkandidatin DIE LINKE zur Bundestagswahl 2021
Robert Habeck
Vizekanzler, Bundesminister für Klimaschutz- und Wirtschaft
Olaf Scholz
Bundeskanzler
Mindestlohnkommission des Bundestages
Mindestlohnkommission des Bundestages

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Petition am 2. September 2023 erstellt