113 Jahre alte Kita Samenkorn soll bleiben – keine Fusion auf Kosten von Inklusion


113 Jahre alte Kita Samenkorn soll bleiben – keine Fusion auf Kosten von Inklusion
Das Problem
Die 1912 gegründete Kita "Das Samenkorn" soll geschlossen und in der Paul-Küstner-Straße mit der Kita "Unter dem Regenbogen" fusioniert werden. Das bedeutet 105 statt 40 Kinder und mehr Fragen als Antworten.
Die Diakonie-Kita "Das Samenkorn" in der Demmeringstraße im Leipziger Stadtteil Lindenau ist eine kleine evangelische Kindertageseinrichtung, die 40 Kindern ab dem Alter von zwei Jahren mit seinem offenen Konzept ein sicheres Umfeld bietet, um behütet zu wachsen, zu lernen und zu spielen. Sie sitzt seit 113 Jahren (die Gründungsurkunde von 1912 hängt im Kita-Flur) im "Haus der Diakonie" und liegt damit auf dem Gelände der Linden-Werkstätten, Standort Lindenau. Das bedeutet für die Kinder des Samenkorns gelebte Inklusion, denn sie haben jeden Tag auf dem Gelände Kontakt zu Menschen mit Behinderung und dürfen so täglich lernen, dass jeder Mensch wunderbar und einzigartig ist. Manche Eltern haben sie gerade wegen dieses Inklusions-Gedankens für diese Kita entschieden.
Im August 2025 wurde den Eltern durch die Diakonie mitgeteilt, dass das Samenkorn mit der Kita "Unter dem Regenbogen" aus der Löhrstraße im Zentrum von Leipzig fusionieren soll. Es ist angedacht, dass beide Kitas zeitlich versetzt in das seit Jahren leerstehende Gebäude in der Paul-Küstner-Straße einziehen sollen - ein neugebautes Gebäude, das 2023 wieder wegen akuten Schimmelbefalls und Gesundheitsgefährdung für Kinder und Mitarbeitende geschlossen wurde und in Zukunft 105 Kinder beherbergen soll. Das bedeutet für die Kinder des Samenkorns mehr als eine 2,5-Fachung der aktuellen Größe (von 40 auf 105 Kinder).
Auch wenn die neue Kita Inklusionsplätze bieten soll, sind wir traurig darüber, dass insbesondere diese gelebte Inklusion zwischen Menschen mit Behinderung und den Kita-Kindern aufgegeben werden soll. Kein gemeinsamer Alltag mehr. Werden in Zukunft noch gemeinsam Feste gefeiert? Was wird aus angedachten Projekten?
Dafür eine unklare Situation mit einem Gebäude, dass mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet.
- Wurde der Schimmelbefall in dem Gebäude wirklich beseitigt?
Und wenn ja, wieso macht die Stadt Leipzig entsprechende Gutachten bislang nicht öffentlich? - Der neue Hof ist offensichtlich sehr klein für 105 Kinder. Gelöst werden soll dies darüber, dass Gruppen vermehrt Ausflüge in den nahegelegenen Wald machen oder auf den Spielplatz gehen. Aber ist das wirklich praktikabel?
- Wie soll das zukünftige Konzept der neuen Kita aussehen? Warum wurde ein solches bislang nicht ausgearbeitet?
- Warum wurden die Eltern so spät durch den Träger informiert, wenn vermutlich bereits viel länger klar war, dass man die beiden Kitas fusionieren möchte? (Schließlich wurde eine Bewerbung auf die Ausschreibung der Stadt früher im Jahr abgegeben)
Die kommunikative und strategische Gesamtsituation ist insgesamt als mangelhaft einzustufen.
Die Kita "Das Samenkorn" soll bleiben!
Ja, es ist ein hohes Gut ist, sein Kind in so einer kleinen Kita betreut zu wissen. Wir sind dankbar für Mitarbeitende die dort teilweise mehr als 20 Jahre arbeiten (wie sehr spricht das für diese Einrichtung als Arbeitsstätte?).
Wir sind dankbar für das einzigartige Umfeld mit den Lindenwerkstätten, das unseren Kindern täglich und natürlich zeigt, dass jeder Mensch von Gott wunderbar gemacht ist.
Wir zitieren zum Abschluss aus dem Leitbild der Diakonie Sachsen:
DAMIT LEBEN GELINGT...
Wir orientieren unser Handeln an der Bibel.
Wir achten die Würde jedes Menschen.
Wir leisten Hilfe und verschaffen Gehör.
Wir sind aus einer lebendigen Tradition innovativ.
Wir sind eine Dienstgemeinschaft von Frauen und Männern im Haupt- und Ehrenamt.
Wir sind dort, wo uns Menschen brauchen.
Wir sind Kirche.
Wir setzen uns ein für das Leben in der Einen-Welt.
Das Problem
Die 1912 gegründete Kita "Das Samenkorn" soll geschlossen und in der Paul-Küstner-Straße mit der Kita "Unter dem Regenbogen" fusioniert werden. Das bedeutet 105 statt 40 Kinder und mehr Fragen als Antworten.
Die Diakonie-Kita "Das Samenkorn" in der Demmeringstraße im Leipziger Stadtteil Lindenau ist eine kleine evangelische Kindertageseinrichtung, die 40 Kindern ab dem Alter von zwei Jahren mit seinem offenen Konzept ein sicheres Umfeld bietet, um behütet zu wachsen, zu lernen und zu spielen. Sie sitzt seit 113 Jahren (die Gründungsurkunde von 1912 hängt im Kita-Flur) im "Haus der Diakonie" und liegt damit auf dem Gelände der Linden-Werkstätten, Standort Lindenau. Das bedeutet für die Kinder des Samenkorns gelebte Inklusion, denn sie haben jeden Tag auf dem Gelände Kontakt zu Menschen mit Behinderung und dürfen so täglich lernen, dass jeder Mensch wunderbar und einzigartig ist. Manche Eltern haben sie gerade wegen dieses Inklusions-Gedankens für diese Kita entschieden.
Im August 2025 wurde den Eltern durch die Diakonie mitgeteilt, dass das Samenkorn mit der Kita "Unter dem Regenbogen" aus der Löhrstraße im Zentrum von Leipzig fusionieren soll. Es ist angedacht, dass beide Kitas zeitlich versetzt in das seit Jahren leerstehende Gebäude in der Paul-Küstner-Straße einziehen sollen - ein neugebautes Gebäude, das 2023 wieder wegen akuten Schimmelbefalls und Gesundheitsgefährdung für Kinder und Mitarbeitende geschlossen wurde und in Zukunft 105 Kinder beherbergen soll. Das bedeutet für die Kinder des Samenkorns mehr als eine 2,5-Fachung der aktuellen Größe (von 40 auf 105 Kinder).
Auch wenn die neue Kita Inklusionsplätze bieten soll, sind wir traurig darüber, dass insbesondere diese gelebte Inklusion zwischen Menschen mit Behinderung und den Kita-Kindern aufgegeben werden soll. Kein gemeinsamer Alltag mehr. Werden in Zukunft noch gemeinsam Feste gefeiert? Was wird aus angedachten Projekten?
Dafür eine unklare Situation mit einem Gebäude, dass mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet.
- Wurde der Schimmelbefall in dem Gebäude wirklich beseitigt?
Und wenn ja, wieso macht die Stadt Leipzig entsprechende Gutachten bislang nicht öffentlich? - Der neue Hof ist offensichtlich sehr klein für 105 Kinder. Gelöst werden soll dies darüber, dass Gruppen vermehrt Ausflüge in den nahegelegenen Wald machen oder auf den Spielplatz gehen. Aber ist das wirklich praktikabel?
- Wie soll das zukünftige Konzept der neuen Kita aussehen? Warum wurde ein solches bislang nicht ausgearbeitet?
- Warum wurden die Eltern so spät durch den Träger informiert, wenn vermutlich bereits viel länger klar war, dass man die beiden Kitas fusionieren möchte? (Schließlich wurde eine Bewerbung auf die Ausschreibung der Stadt früher im Jahr abgegeben)
Die kommunikative und strategische Gesamtsituation ist insgesamt als mangelhaft einzustufen.
Die Kita "Das Samenkorn" soll bleiben!
Ja, es ist ein hohes Gut ist, sein Kind in so einer kleinen Kita betreut zu wissen. Wir sind dankbar für Mitarbeitende die dort teilweise mehr als 20 Jahre arbeiten (wie sehr spricht das für diese Einrichtung als Arbeitsstätte?).
Wir sind dankbar für das einzigartige Umfeld mit den Lindenwerkstätten, das unseren Kindern täglich und natürlich zeigt, dass jeder Mensch von Gott wunderbar gemacht ist.
Wir zitieren zum Abschluss aus dem Leitbild der Diakonie Sachsen:
DAMIT LEBEN GELINGT...
Wir orientieren unser Handeln an der Bibel.
Wir achten die Würde jedes Menschen.
Wir leisten Hilfe und verschaffen Gehör.
Wir sind aus einer lebendigen Tradition innovativ.
Wir sind eine Dienstgemeinschaft von Frauen und Männern im Haupt- und Ehrenamt.
Wir sind dort, wo uns Menschen brauchen.
Wir sind Kirche.
Wir setzen uns ein für das Leben in der Einen-Welt.
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Petition am 26. September 2025 erstellt