Überteuerte Medikamente – das Spiel mit unserer Gesundheit

Das Problem

Wird Medizin für kranke Menschen hergestellt oder für die Geldbörsen der Pharmaindustrie? Das ist eine berechtigte Frage, wenn man sich die horrenden Preise vieler Medikamente ansieht. Wieso sind solche Mondpreise für lebensrettende Arzneien überhaupt möglich?

Das liegt vor allem am folgenden Teil der Rechtsgebung, der den Konzernen in die Hände spielt: 

Laut Arzneimittelneuordnungsgesetz können die Hersteller in Deutschland die Preise für neue Medikamente zunächst frei festlegen. 12 Monate lang sind der Preisbildung keine Obergrenzen gesetzt! Eine Packung des neuen Hepatitis-C-Medikaments Sovaldi kostete zu Beginn etwa so viel wie ein kleiner Mittelklassewagen: 20.000 Euro! Begründet werden diese hohen Preise unter anderem mit den Entwicklungskosten.

Außerhalb Deutschlands ist die Situation ausgerechnet in den Ländern besonders schlecht, in denen die Menschen kaum genug Geld haben, sich und ihre Familien zu ernähren. Die Gesundheitssysteme sind oft marode und völlig unterfinanziert. Lebenswichtige Medikamente sind häufig nicht erhältlich – und wenn doch, sind die Präparate kaum bezahlbar. Die Menschen müssen mehrere Tage arbeiten, um sich selbst gängigste Medikamente überhaupt leisten zu können! Chronisch Kranke, zum Beispiel  Asthmatiker, müssen in Äthiopien zweieinhalb Tage für eine Packung Salbutamol-Spray arbeiten – in Deutschland reicht der durchschnittliche Lohn einer Stunde.

Wir dürfen Arzneimittel nicht zu Spekulationsobjekten wie Getreide oder Mais werden lassen: Konzernbereicherungen auf Kosten der Patienten und Krankenkassen müssen gestoppt werden! Es ist – nicht nur in armen Ländern – dringend erforderlich, dass das Preisniveau beobachtet wird und Möglichkeiten geschaffen werden, Obergrenzen festzulegen.  

Gesundheit darf kein Luxus sein! Daher bitten wir Sie, setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift dafür ein, dass kranke Menschen Zugang zu bezahlbaren Medikamenten haben! Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

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Ärzte der WeltPetitionsstarter*inPassionate about digital and social change. I love to bridge gaps between different worlds and thrive when I can spend my time between setting high level vision, experimenting and building solutions.
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Das Problem

Wird Medizin für kranke Menschen hergestellt oder für die Geldbörsen der Pharmaindustrie? Das ist eine berechtigte Frage, wenn man sich die horrenden Preise vieler Medikamente ansieht. Wieso sind solche Mondpreise für lebensrettende Arzneien überhaupt möglich?

Das liegt vor allem am folgenden Teil der Rechtsgebung, der den Konzernen in die Hände spielt: 

Laut Arzneimittelneuordnungsgesetz können die Hersteller in Deutschland die Preise für neue Medikamente zunächst frei festlegen. 12 Monate lang sind der Preisbildung keine Obergrenzen gesetzt! Eine Packung des neuen Hepatitis-C-Medikaments Sovaldi kostete zu Beginn etwa so viel wie ein kleiner Mittelklassewagen: 20.000 Euro! Begründet werden diese hohen Preise unter anderem mit den Entwicklungskosten.

Außerhalb Deutschlands ist die Situation ausgerechnet in den Ländern besonders schlecht, in denen die Menschen kaum genug Geld haben, sich und ihre Familien zu ernähren. Die Gesundheitssysteme sind oft marode und völlig unterfinanziert. Lebenswichtige Medikamente sind häufig nicht erhältlich – und wenn doch, sind die Präparate kaum bezahlbar. Die Menschen müssen mehrere Tage arbeiten, um sich selbst gängigste Medikamente überhaupt leisten zu können! Chronisch Kranke, zum Beispiel  Asthmatiker, müssen in Äthiopien zweieinhalb Tage für eine Packung Salbutamol-Spray arbeiten – in Deutschland reicht der durchschnittliche Lohn einer Stunde.

Wir dürfen Arzneimittel nicht zu Spekulationsobjekten wie Getreide oder Mais werden lassen: Konzernbereicherungen auf Kosten der Patienten und Krankenkassen müssen gestoppt werden! Es ist – nicht nur in armen Ländern – dringend erforderlich, dass das Preisniveau beobachtet wird und Möglichkeiten geschaffen werden, Obergrenzen festzulegen.  

Gesundheit darf kein Luxus sein! Daher bitten wir Sie, setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift dafür ein, dass kranke Menschen Zugang zu bezahlbaren Medikamenten haben! Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

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Die Entscheidungsträger*innen

Verband der Pharmaindustrie
Verband der Pharmaindustrie

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Petition am 9. September 2015 erstellt