Petition Closed

Update: 20.12.2012

Das Landgericht Berlin hat die Klage der Vierfelderhof gGmbH gegen uns, Projekt Umdenken Agentur, zurückgewiesen. Die Vierfelderhof gGmbH konnte dem Landgericht Berlin nicht glaubhaft machen, das die von uns getätigten Aussagen nicht der Wahrheit entsprechen

 

Update:

Nach unserem Gespräch am Samstag, musste sich Jockel sein Versagen eingestehen. Nach eigenen Angaben möchter er den landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb herunter fahren und den Vierfelderhof in Gatow zu einem Museeumsbauernhof umwandeln. Dabei ist der Hof ein wichtiger Standort für die Ernährungssicherung Berlins. Das darf nicht passieren.

Zukunft für den Vierfelderhof!


Der Vierfelderhof in Berlin-Gatow ist einer der wenigen noch intakten Bauernhöfe im (!) Stadtgebiet. Bei vielen Berlinerinnen und Berliner im Westen der Stadt war der Hof als „Bauer Bathe“ bekannt und beliebt. Ende 2009 wurde der Hof von der hessischen Jockel-Stiftung gekauft, betrieben wird der Hof von der Vierfelderhof gGmbH. Seitdem hat sich dort einiges entwickelt: Auf rund 90 Hektar wird Biolandwirtschaft betrieben, u.a. auf 3 ha Gemüse, darunter seltene Sorten, angebaut und geerntet.

Mit der Aufzucht und Haltung von Zweinutzungshühnern leistet der Hof zukunfts­weisende Arbeit. Hinzu kommt die Haltung seltener und gefährdeter Nutztierarten. Dies alles verdankt der Vierfelderhof vor allem der Arbeit und dem überdurchschnittlichen Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


Die Erzeugnisse des Vierfelderhofs werden in drei Berliner Bioläden, im eigenen Hofladen und über zwei Gemüseversorgungsgemeinschaften verkauft. Weiterhin kooperiert der Hof mit Initiativen wie dem Projekt Umdenken (Kantine NEUN in der Markthalle Neun) und Culinary Misfits (Verwertung von krummem Gemüse). Der Vierfelderhof kann insgesamt ein innovatives landwirtschaft­liches Unternehmen in Berlin sein, das beispielhaft für eine Versorgung der Stadt mit regionalen Lebensmitteln stehen könnte. Der Vierfelderhof könnte ein Stück Zukunft des Ernährungssystems sein.


Jetzt ist all dies in Gefahr! Die Jockel-Stiftung unter der Leitung ihres Stifters Gerhard Jockel hat entweder keine Ahnung von Landwirtschaft oder wirtschaftet den Hof absichtlich herunter.

Die Geschäftsführerin der Vierfelderhof gGmbH Frau Elke Patzer hat vor der Ernte viele Mitarbeiter gekündigt bzw. Verträge nicht verlängert bzw. engagierte Mitarbeiterinnen haben von selbst die Zusammenarbeit unter den herrschenden Bedingungen beendet, so zum Beispiel die allseits anerkannte und geschätzte Bauernhofpädagogin. Die Nachbarn und interessierte Personen beobachten schon seit Gründung des Hofes das Prinzip des „hire and fire“ – überdurchschnittlich häufige Personalwechsel bei unterdurchschnittlich kurzen Einsatzseiten – und kritisieren das.


Weniger als Mindestlohn – unfaire Arbeitsbedingungen
Die Vierfelderhof gGmbH profitiert in vielfältiger Weise von Steuergeldern – begründet durch die Gemeinnützigkeit. Aber nach Ansicht von außenstehenden Beobachtern werden die TeilnehmerInnen des FÖJ, des Bundesfreiwilligendienstes und die 1EUR-Jobber auf dem Hof nicht vorschriftsgemäß eingesetzt und behandelt. Einige an einer Aushilfstätigkeit interessierte Personen berichten von einem Stundenlohn von 5,50 EUR/ Std. – völlig unverständlich für einen nachhaltigen Bio-Betrieb angesichts der Debatte um Mindestlöhne (aktuelles Beispiel: Lidl erhöht seinen Mindestlohn auf 10,5 EUR).


Unsolidarischer Vierfelderhof
Mit großer Sorge beobachten wir, dass die bereits gegründete CSA-Gruppe Charlottenburg die Zusammen­arbeit mit dem Vierfelderhof aufkündigt hat, als sie von den Methoden und Ansichten der Jockel-Stiftung und der Geschäftsführung der gGmbH erfuhr. Die Geschäftsführung der Vierfelderhof gGmbH wollte zuletzt einen Teil der Ernte unterpflügen und will dem Vernehmen nach die Mittel für den Vierfelderhof zusammenstreichen und den landwirtschaftlichen Betrieb generell zurückfahren.

Wir fordern daher von der Geschäftsführung der Vierfelderhof gGmbH und von der Jockel-Stiftung als Eigentümer des Hofes:
Erhalt des Vierfelderhofs als Produktionsbetrieb des Ökolandbaus - wir wollen keinen bloßen „Erlebnisbauernhof“ oder ein Bauernhof-Museum
Erhalt der zertifizierten ökologischen Landwirtschaft (Bio-Zertifizierung)
Rückkehr zu vorschriftsmäßigen Arbeitsbedingungen für die TeilnehmerInnen des FÖJ, des Bundesfreiwilligendienstes und der 1EUR-Jobber
Rückkehr zu fairen Arbeitsbedingungen (inkl. Aufenthaltsräumen für die MitarbeiterInnen und Erlaubnis zur Benutzung der Personaltoilette)
Beibehaltung des Anbaus von samenfesten und alten Sorten im Gemüsebau

Wenn Sie, Herr Jockel, und Ihre Stiftung sich nicht in der Lage sehen, den Vierfelderhof als landwirtschaftlichen Bio-Betrieb zu führen, dann treten Sie zur Seite! Machen Sie den Weg frei für die Übernahme des Hofs durch neue Eigentümer, zum Beispiel durch eine Konsumgenossenschaft! Bis dahin nehmen wir die Aufgabe wahr, den Vierfelderhof als gemeinnützige Institution sehr genau zu beobachten.

Weitere Informationen und Kontakt: www.projekt-umdenken.de

Letter to
Jockel Stiftung | Gerhard Jockel - Elke Patzer
Update:

Nach unserem Gespräch am Samstag, musste sich Jockel sein Versagen eingestehen. Nach eigenen Angaben möchter er den landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb herunter fahren und den Vierfelderhof in Gatow zu einem Museeumsbauernhof umwandeln. Dabei ist der Hof ein wichtiger Standort für die Ernährungssicherung Berlins. Das darf nicht passieren.

Zukunft für den Vierfelderhof!
Der Vierfelderhof in Berlin-Gatow ist einer der wenigen noch intakten Bauernhöfe im (!) Stadtgebiet. Bei vielen Berlinerinnen und Berliner im Westen der Stadt war der Hof als „Bauer Bathe“ bekannt und beliebt. Ende 2009 wurde der Hof von der hessischen Jockel-Stiftung gekauft, betrieben wird der Hof von der Vierfelderhof gGmbH. Seitdem hat sich dort einiges entwickelt: Auf rund 90 Hektar wird Biolandwirtschaft betrieben, u.a. auf 3 ha Gemüse, darunter seltene Sorten, angebaut und geerntet. Mit der Aufzucht und Haltung von Zweinutzungshühnern leistet der Hof zukunfts­weisende Arbeit. Hinzu kommt die Haltung seltener und gefährdeter Nutztierarten. Dies alles verdankt der Vierfelderhof vor allem der Arbeit und dem überdurchschnittlichen Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Erzeugnisse des Vierfelderhofs werden in drei Berliner Bioläden, im eigenen Hofladen und über zwei Gemüseversorgungsgemeinschaften verkauft. Weiterhin kooperiert der Hof mit Initiativen wie dem Projekt Umdenken (Marktküche in der Markthalle Neun) und Culinary Misfits (Verwertung von krummem Gemüse). Der Vierfelderhof kann insgesamt ein innovatives landwirtschaft­liches Unternehmen in Berlin sein, das beispielhaft für eine Versorgung der Stadt mit regionalen Lebensmitteln stehen könnte. Der Vierfelderhof könnte ein Stück Zukunft des Ernährungssystems sein.
Kritische Begleitung der Jockel-Stiftung notwendig
Jetzt ist all dies in Gefahr! Die Jockel-Stiftung unter der Leitung ihres Stifters Gerhard Jockel hat entweder keine Ahnung von Landwirtschaft oder wirtschaftet den Hof absichtlich herunter. Die Geschäftsführerin der Vierfelderhof gGmbH Frau Elke Patzer hat vor der Ernte viele Mitarbeiter gekündigt bzw. Verträge nicht verlängert bzw. engagierte Mitarbeiterinnen haben von selbst die Zusammenarbeit unter den herrschenden Bedingungen beendet, so zum Beispiel die allseits anerkannte und geschätzte Bauernhofpädagogin. Die Nachbarn und interessierte Personen beobachten schon seit Gründung des Hofes das Prinzip des „hire and fire“ – überdurchschnittlich häufige Personalwechsel bei unterdurchschnittlich kurzen Einsatzseiten – und kritisieren das.
Weniger als Mindestlohn – unfaire Arbeitsbedingungen
Die Vierfelderhof gGmbH profitiert in vielfältiger Weise von Steuergeldern – begründet durch die Gemeinnützigkeit. Aber nach Ansicht von außenstehenden Beobachtern werden die TeilnehmerInnen des FÖJ, des Bundesfreiwilligendienstes und die 1EUR-Jobber auf dem Hof nicht vorschriftsgemäß eingesetzt und behandelt. Einige an einer Aushilfstätigkeit interessierte Personen berichten von einem Stundenlohn von 5,50 EUR/ Std. – völlig unverständlich für einen nachhaltigen Bio-Betrieb angesichts der Debatte um Mindestlöhne (aktuelles Beispiel: Lidl erhöht seinen Mindestlohn auf 10,5 EUR).
Unsolidarischer Vierfelderhof
Mit großer Sorge beobachten wir, dass die bereits gegründete CSA-Gruppe Charlottenburg die Zusammen­arbeit mit dem Vierfelderhof aufkündigt hat, als sie von den Methoden und Ansichten der Jockel-Stiftung und der Geschäftsführung der gGmbH erfuhr. Die Geschäftsführung der Vierfelderhof gGmbH wollte zuletzt einen Teil der Ernte unterpflügen und will dem Vernehmen nach die Mittel für den Vierfelderhof zusammenstreichen und den landwirtschaftlichen Betrieb generell zurückfahren.
Wir fordern daher von der Geschäftsführung der Vierfelderhof gGmbH und von der Jockel-Stiftung als Eigentümer des Hofes:
Erhalt des Vierfelderhofs als Produktionsbetrieb des Ökolandbaus - wir wollen keinen bloßen „Erlebnisbauernhof“ oder ein Bauernhof-Museum
Erhalt der zertifizierten ökologischen Landwirtschaft (Bio-Zertifizierung)
Rückkehr zu vorschriftsmäßigen Arbeitsbedingungen für die TeilnehmerInnen des FÖJ, des Bundesfreiwilligendienstes und der 1EUR-Jobber
Rückkehr zu fairen Arbeitsbedingungen (inkl. Aufenthaltsräumen für die MitarbeiterInnen und Erlaubnis zur Benutzung der Personaltoilette)
Beibehaltung des Anbaus von samenfesten und alten Sorten im Gemüsebau

Wenn Sie, Herr Jockel, und Ihre Stiftung sich nicht in der Lage sehen, den Vierfelderhof als landwirtschaftlichen Bio-Betrieb zu führen, dann treten Sie zur Seite! Machen Sie den Weg frei für die Übernahme des Hofs durch neue Eigentümer, zum Beispiel durch eine Konsumgenossenschaft! Bis dahin nehmen wir die Aufgabe wahr, den Vierfelderhof als gemeinnützige Institution sehr genau zu beobachten.