Zukunft der psychotherapeutischen Weiterbildungen sichern – Universität Trier muss handeln

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Martin Döhr und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir fordern die Verwaltung und das Präsidium der Universität Trier auf, gemeinsam mit den Weiterbildungsinstituten zeitnah konstruktive, tragfähige und pragmatische Lösungen zu entwickeln, damit die psychotherapeutischen Weiterbildungen in Trier erhalten und fortgeführt werden können.

Im Zuge der Reform der Psychotherapeut:innenausbildung haben sich die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Gleichzeitig ist die Finanzierung der neuen Weiterbildung bislang nicht verlässlich abgesichert. Viele Institute sind deshalb darauf angewiesen, gemeinsam mit ihren Trägern und Verwaltungen praktikable Modelle zu entwickeln, um die Weiterbildung überhaupt anbieten zu können. Gerade in dieser Situation braucht es an der Universität Trier Offenheit, Flexibilität und einen echten Willen zur gemeinsamen Lösungsfindung.

An der Universität Trier bestehen seit vielen Jahren große und erfahrene Ausbildungsinstitute, welche die bisherigen Ausbildungen (Ausbildungsgang zum Psychologischen Psychotherapeuten für Erwachsene & Ausbildungsgang zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) in erheblichem Umfang getragen haben. Dort wurden über lange Zeit fachliche Strukturen, Curricula, ambulante Versorgung, Supervision, organisatorische Abläufe und institutionelles Know-how aufgebaut. Diese Institute sind nicht nur für angehende Psychotherapeut:innen von zentraler Bedeutung, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des psychologischen Profils der Universität Trier und ein wichtiger Standortfaktor.

Umso besorgniserregender ist es, dass der Übergang in die neue Weiterbildungsstruktur derzeit zu scheitern droht. Nach Auffassung der Petitoren lag ein Antrag auf Anerkennung als Weiterbildungsstätte über Monate in der Verwaltung, ohne dass es nach Auffassung der Petitoren bislang zu einem hinreichend konstruktiven und lösungsorientierten Austausch über mögliche Wege der Umsetzung gekommen ist. Ein vorgelegtes Finanzierungskonzept wurde abgelehnt; aus Sicht der Petitoren wurde dabei bislang nicht ausreichend geprüft, wie einzelne Punkte gemeinsam weiterentwickelt oder pragmatisch angepasst werden könnten.

Dieses bisherige Vorgehen gefährdet nicht nur die Zukunft der Weiterbildungen in Trier, sondern auch den Erhalt gewachsener Strukturen, die über Jahre aufgebaut wurden. Werden die Institute in ihrer bisherigen Funktion eingeschränkt oder müssen Weiterbildungen über längere Zeit ausgesetzt werden, drohen Erfahrung, personelle Kontinuität, eingespielte Strukturen und bewährte Curricula verloren zu gehen.

Wir fordern die Universität Trier deshalb auf,

• unverzüglich in einen konkreten, lösungsorientierten Austausch mit den Weiterbildungsinstituten einzutreten,


• bestehende Finanzierungskonzepte nicht vorschnell zurückzuweisen, sondern gemeinsam überarbeitbare und tragfähige Lösungen zu entwickeln,


• institutionelles Vertrauen in die langjährig bewährte Arbeit der Institute zu zeigen,


• und die finanziellen Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass die Weiterbildungen realistisch ermöglicht werden – etwa auch durch ein Überdenken pauschaler Overhead-Regelungen.


Die Universität Trier trägt Verantwortung für den Erhalt dieser gewachsenen Strukturen. Wer die psychotherapeutische Weiterbildung in Trier erhalten will, muss jetzt handeln: pragmatisch, konstruktiv und mit dem klaren Ziel, bestehende Kompetenz nicht zu zerstören, sondern in die Zukunft zu überführen.

Diese Petition wird getragen von den Psychologiestudierenden der Universität Trier und den PiAs der beiden Weiterbildungsstudiengänge, die sich für den Erhalt einer qualitätsvollen psychotherapeutischen Weiterbildung an der Universität Trier einsetzen.

avatar of the starter
Judith KappmeyerPetitionsstarter*inMasterstudentin im KliPP-Master-Studiengang an der Universität Trier und gewähltes Mitglied des Fachschaftsrats Psychologie

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Martin Döhr und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir fordern die Verwaltung und das Präsidium der Universität Trier auf, gemeinsam mit den Weiterbildungsinstituten zeitnah konstruktive, tragfähige und pragmatische Lösungen zu entwickeln, damit die psychotherapeutischen Weiterbildungen in Trier erhalten und fortgeführt werden können.

Im Zuge der Reform der Psychotherapeut:innenausbildung haben sich die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Gleichzeitig ist die Finanzierung der neuen Weiterbildung bislang nicht verlässlich abgesichert. Viele Institute sind deshalb darauf angewiesen, gemeinsam mit ihren Trägern und Verwaltungen praktikable Modelle zu entwickeln, um die Weiterbildung überhaupt anbieten zu können. Gerade in dieser Situation braucht es an der Universität Trier Offenheit, Flexibilität und einen echten Willen zur gemeinsamen Lösungsfindung.

An der Universität Trier bestehen seit vielen Jahren große und erfahrene Ausbildungsinstitute, welche die bisherigen Ausbildungen (Ausbildungsgang zum Psychologischen Psychotherapeuten für Erwachsene & Ausbildungsgang zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) in erheblichem Umfang getragen haben. Dort wurden über lange Zeit fachliche Strukturen, Curricula, ambulante Versorgung, Supervision, organisatorische Abläufe und institutionelles Know-how aufgebaut. Diese Institute sind nicht nur für angehende Psychotherapeut:innen von zentraler Bedeutung, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des psychologischen Profils der Universität Trier und ein wichtiger Standortfaktor.

Umso besorgniserregender ist es, dass der Übergang in die neue Weiterbildungsstruktur derzeit zu scheitern droht. Nach Auffassung der Petitoren lag ein Antrag auf Anerkennung als Weiterbildungsstätte über Monate in der Verwaltung, ohne dass es nach Auffassung der Petitoren bislang zu einem hinreichend konstruktiven und lösungsorientierten Austausch über mögliche Wege der Umsetzung gekommen ist. Ein vorgelegtes Finanzierungskonzept wurde abgelehnt; aus Sicht der Petitoren wurde dabei bislang nicht ausreichend geprüft, wie einzelne Punkte gemeinsam weiterentwickelt oder pragmatisch angepasst werden könnten.

Dieses bisherige Vorgehen gefährdet nicht nur die Zukunft der Weiterbildungen in Trier, sondern auch den Erhalt gewachsener Strukturen, die über Jahre aufgebaut wurden. Werden die Institute in ihrer bisherigen Funktion eingeschränkt oder müssen Weiterbildungen über längere Zeit ausgesetzt werden, drohen Erfahrung, personelle Kontinuität, eingespielte Strukturen und bewährte Curricula verloren zu gehen.

Wir fordern die Universität Trier deshalb auf,

• unverzüglich in einen konkreten, lösungsorientierten Austausch mit den Weiterbildungsinstituten einzutreten,


• bestehende Finanzierungskonzepte nicht vorschnell zurückzuweisen, sondern gemeinsam überarbeitbare und tragfähige Lösungen zu entwickeln,


• institutionelles Vertrauen in die langjährig bewährte Arbeit der Institute zu zeigen,


• und die finanziellen Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass die Weiterbildungen realistisch ermöglicht werden – etwa auch durch ein Überdenken pauschaler Overhead-Regelungen.


Die Universität Trier trägt Verantwortung für den Erhalt dieser gewachsenen Strukturen. Wer die psychotherapeutische Weiterbildung in Trier erhalten will, muss jetzt handeln: pragmatisch, konstruktiv und mit dem klaren Ziel, bestehende Kompetenz nicht zu zerstören, sondern in die Zukunft zu überführen.

Diese Petition wird getragen von den Psychologiestudierenden der Universität Trier und den PiAs der beiden Weiterbildungsstudiengänge, die sich für den Erhalt einer qualitätsvollen psychotherapeutischen Weiterbildung an der Universität Trier einsetzen.

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Judith KappmeyerPetitionsstarter*inMasterstudentin im KliPP-Master-Studiengang an der Universität Trier und gewähltes Mitglied des Fachschaftsrats Psychologie

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