Herz zeigen für Basels traurigsten Zoo-Bewohner

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Seit vielen Jahren lebt im Basler Zoo ein einsamer Malaienbär. Das kleine und karge Gehege, dieser mit 50 bis 65kg kleinsten Grossbärenart der Welt, befindet sich direkt beim Haupteingang des "Basler Zolli". Dennoch sieht kaum jemand die "traurig aussehende" Bärin, die sich in ihrem kleinen und völlig auf den Zoobesucher ausgerichteten Käfig, kaum zurück ziehen, bzw. verstecken kann. Das nur wenige Quadratmeter grosse Bärengehege ist so gebaut, dass der scheue Bär sich den neugierigen Blicken der Zoo-Besucher nicht entziehen kann. Von jeder Stelle ausserhalb des Geheges, sieht man an jede Stelle innerhalb des minimalistischen Bärengefängnisses. Einziger Rückzugsort ist die in die Kunstfelsen eingelassene Schlafbox. Der Zolli Basel protzt regelmässig mit millionenteuren Neubauten und Anlagen. Kürzlich irritierte der Zoo mit einem geplanten Grossaquarium, in dem tausende Wildfänge hätten ausgestellt werden sollen. Hinter dem Deckmantel des Natur- und Artenschutzes, versuchten die Zoo-Betreiber das 100 Millionen-Projekt durchzuboxen - ohne Chance. Die Basler Stimmbürger erteilten dem übereifrigen Zoo, um seinen Direktor Olivier Pagan, eine mehr als deutliche Abfuhr. 10 Jahre lang wurde am Grossaquarium gewerkelt, viel Geld wurde für die Planung verbraucht, viele Millionen wurden für den Bau gesammelt. Zeit und Geld welches man für andere Tiere dringender gebraucht hätte. Zb. für die Kleinstgehege der Wölfe, Wildschweine oder Schneeleoparden. Wir fragen uns, weshalb man für den scheuen Malaienbären nicht Millionen in ein neues, artgerechtes Gehege investieren möchte. Wohl ist der sich langsam bewegende, eher scheue Bär für Besucher und Zoo mittlerweile zu unspektakulär geworden. Die kleine Bärin wirkt gelangweilt und lustlos. Unterdessen ist sie bereits sehr alt, die Zeit läuft ihr davon. Auf ihrem Kleinstlebensraum findet sie auch in auf ihre alten Tage kaum Beschäftigungsmöglichkeiten. Wir finden dies nicht tragbar und fordern den Basler Zoo dazu auf, für seinen pelzigen Bewohner aus Indochina endlich mehr zu investieren und der Bärin noch einen würdevollen Lebensabend zu gestalten - auch wenn ein Grossteil der Möglichkeiten bereits verpasst wurden. Denn der Zoo trägt die Veranwortung nicht nur für seine Publikumsmagnete, wie die Elefanten, Löwen und Geparden. Nein, auch der in der hintersten Reihe sitzende Kleinbär, hat Anspruch auf ein würdiges Leben in Gefangenschaft. Zoo Basel, kümmere dich endlich um deine Malaienbärin!