Nach zwei tödlichen Zwischenfällen: Wildtierhaltung im Zoo Zürich endlich beenden

Nach zwei tödlichen Zwischenfällen: Wildtierhaltung im Zoo Zürich endlich beenden

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 1.000.


Nach zwei tödlichen Zwischenfällen: Wildtierhaltung im Zoo Zürich endlich beenden

Uns geht es in erster Linie darum, dass die beteiligte Tigerdame Irina nach dem tragischen Vorfall nicht getötet wird. Der Zoo hat in einer Mitteilung mittlerweile bestätigt, Irina nicht einzuschläfern. Dass die gegen ihren Willen gefangen gehaltene Tigerdame Irina getötet wird, stand nach dem tödlichen Unfall im Raum. Der zuständige Zoo-Direktor wollte sich zuerst nicht näher dazu äussern, behielt sich eine eventuelle Tötung vor. Nun scheint Irinas Leben erstmals gesichert. Doch bereits vor zwei Jahren ereignete sich im Tigergehege ein tödlicher Vorfall, bei dem ein männlicher Tiger die 14-jährige Tigerdame Elena zu Tode gebissen hatte.

Wir fordern, dass die beiden in dem Gehege verbliebenen Tiger, sowie die restlichen Raubtiere des Zoo Zürich an eine spezialisierte Auffangstation abgegeben werden, die sich ausschliesslich deren Pflege und nicht der kommerziellen Vermarktung der Tiere widmet. Wildtiere können in Zoos niemals artgerecht gehalten werden, Zwischenfälle dieser Art wird es daher immer wieder geben. Wir fordern den Zoo Zürich deshalb dazu auf, seine Wildtierhaltung in Zukunft komplett einzustellen.

Das Konzept Zoo ist längst veraltet und Tiere gegen ihren Willen gefangen zu halten und zur Belustigung anderer Lebewesen zur Schau zu stellen, ist ethisch gesehen mehr als fragwürdig. Kommerzielle Zoos wie der Zoo Zürich betätigen sich aktiv an Wildfängen, bei denen in freier Natur lebende Individuen ihrem Lebensraum entrissen und anschliessend ausgestellt werden. Zudem züchtet der Zoo Zürich aktiv Tierkinder, um Publikum anzulocken. Tierkinder verkaufen mehr Eintritte, als ausgewachsene, alte oder kranke Tiere. Was mit den unzähligen überschüssigen Tieren geschieht, ist klar: Sie werden getötet, an andere Zoo-Tiere verfüttert oder im internationalen Wildtierhandel verramscht. Teils fragwürdige Kleinzoos und Privathalter krallen sich die Tiere. Eine Überwachung wie und wo die Tiere die vielen bevorstehenden Lebensjahre verbringen, wird durch den Zoo nicht gewährleistet.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen der verstorbenen Zoo-Angestellten, den Augenzeugen, den Einsatzkräften vor Ort und den gefangen gehaltenen Tieren im Zoo.

Kontakt:

Olivier Bieli
0041 79 301 57 46
olivierbieli@yahoo.de

TIERSCHUTZVEREIN HILFE FÜR TIERE IN NOT