Demonstriert globale Einheit zum Schutz von Koalas und anderen australischen Tierarten!

Demonstriert globale Einheit zum Schutz von Koalas und anderen australischen Tierarten!

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Bei 2.500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!
Ina Egermann hat diese Petition an Australische Staatsregierung und gestartet.

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Deutsche Version in einigen Kernpunkten zusammengefasst:

Aufgrund der neuesten legislativen Entwicklungen hier in New South Wales, Australien; der verheerenden Zerstörung der Natur durch die Buschfeuer und meiner Erfahrungen als Freiwillige für eine Koala-Rettungsorganisation, habe ich mich dazu entschlossen zu versuchen mehr zu tun, um den Koalas zu helfen. Und wenn Koalas geschützt werden, dann schützt das gleichzeitig auch andere gefährdete Arten, da Koalas als “Regenschirm-Tierart” wirken.

Australier und Menschen aus der ganzen Welt haben Millionen von Dollar während der Brände gespendet im Glauben daran, dass damit Australien’s Natur- und Tierwelt in der Zukunft besser geschützt wird. Und während Naturschutz- und Tierrettungsorganisationen genau das versuchen, so können sie ohne die Unterstützung der Regierung nicht erfolgreich sein. Und genau hier liegt das Problem!

Australien hat generell sehr schwache Umweltschutzgesetze und die einzelnen Landesregierungen haben sehr viel Freiheit bei ihren Entscheidungen. Momentan entscheidet die Regierung in New South Wales über Änderungen in einem Gesetz und einer Leitlinie, die drastische negative Auswirkungen auf Koalas haben würden: The Koala State Environmental Planning Policy (SEPP) und the Local Land Services Amendment (Misc) Bill 2020. Kurz und vereinfacht gesagt, würden die Änderungen es erlauben, dass private Landbesitzer, Farmer und Forstwirtschaften auch "sensibles Land" (Koala-Nahrungsbäume etc.) roden dürfen ohne dafür eine Erlaubnis zu brauchen; dass aufgehört wird, Kern-Koalahabitat zu identifizieren und damit schützen zu können und das bereits identifiziertes Habitat in Gefahr ist, im Schutzstatus herabgestuft werden zu können.

Ziele:

  1. Das dringendste Ziel muss derzeit sein, dass die Verabschiedung dieser geänderten Versionen der Koala-SEPP und des Local Land Services Amendment (Misc) Gesetzes 2020 gestoppt wird. Dafür ist wenig Zeit…
  2. Das nächste Ziel muss die Aufforderung zur Verabschiedung von besseren und strengeren Umweltschutzgesetzen durch die Staatsregierung sein, denen die Landesregierungen dann folgen müssen.

Weitere Ziele findet ihr in meinem ausführlichem Text.

 

Detaillierter Text:

Ein Plädoyer für die einheimische australische Natur- und Tierwelt 

Ich bin eine Deutsche und auch Einwohnerin in Australien. Ich schätze und liebe Australien’s Tier- und Pflanzenwelt. Sie ist einzigartig mit ihren vielen endemischen Arten. Doch traurigerweise ist sie in erheblicher Gefahr.

Warum? Weil die Regierung diese nicht so zu schätzen weiß, wie sie es sollte. Und das verstehe ich überhaupt nicht. Die wunderschöne Natur ist Australien’s größter Magnet. Touristen kommen hierher, um Koalas, Kängurus, Wombats, Gleitbeutler und viele mehr zu sehen…denn diese kann man nirgendwo anders auf der Welt sehen, da sie nirgendwo anders auf der Welt existieren. Das allein sollte an sich genügen, um sicherzustellen, dass sie sicher sind. Und dann gibt es ja auch noch den Fakt, dass diese besondere Natur dem Land nicht nur Unmengen an Einkünften einbringt, sondern auch Jobs schafft und sichert.

Aber nein…sie sind alles, aber nicht sicher und das hauptsächlich aufgrund von uns Menschen. Viele der Arten sind bereits gefährdet und werden aussterben und das wohl eher früher als später. Und bis dahin werden sie wegen uns und wegen dem, was wir ihrem Lebensraum antun, leiden.

Millionen von Menschen - Australier und Menschen aus aller Welt - haben während der Buschfeuer-Saison 2019/20 Millionen gespendet. Sie haben das getan, weil sie wollten, dass alles und ich meine ALLES dafür getan wird, der Tier- und Pflanzenwelt zu helfen: Tiere zu behandeln und zu rehabilitieren; verbranntes Land zu regenerieren und wieder aufzuforsten und dei Tierwelt in der Zukunft zu schützen. Und während Naturschutz- und Rehabilitationsorganisationen mit allen Kräften daran arbeiten, so kämpfen sie, ohne die Unterstützung der Bundes- und Landesregierungen, gegen Windmühlen.

Ich möchte euch die enttäuschende Wahrheit am Beispiel der ikonischen Koalas zeigen.

In den letzten 7 Monaten habe habe ich unzählige Stunden an Freiwilligenarbeit für eine Koala Rettungs- und Rehabilitationsorganisation geleistet und ich denke, ich kann es mir erlauben, zu sagen, dass ich genügend Wissen und Infos angesammelt habe, um sagen zu können, wie es um sie steht!

Zusammenfassend gesagt…es sieht nicht gut für die Koalas aus! Und die Hauptursache dafür sind die Bundes- und Landesregierungen.

Viele hochrangige Politiker sagen, dass sie sich für den Schutz der australischen Pflanzen- und Tierwelt einsetzen wollen. Matt Kean, der Minister für Umwelt in NSW hat offiziell gesagt, dass er die Zahl der Koalas im Bundesstaates 2050 verdoppeln will. Gladys Berejiklian, die Ministerpräsidentin von NSW sieht man in Bildern mit Koalas, die Zuwendung zeigen sollen. Aber Lippenbekenntnisse und Bilder sind einfach gesagt und gemacht. Es sind Aktionen, die zählen. Und leider zeigen die Aktionen der Politiker das komplette Gegenteil.

Die Gefahren, denen Koalas ausgesetzt sind, sind von Menschenhand geschaffen und die größte Bedrohung ist der Verlust von Lebensraum. Weitere Gefahren sind Krankheiten, Autounfälle, Hunde- und Kuhattacken. Koalas reagieren sehr sensibel auf Stress, der bereits durch kleinste Störungen von Menschen ausgelöst werden und sogar zum Beginn von Krankheiten führen kann. Sie mögen nicht zerbrechlich aussehen, aber sie sind es und wenn sie krank oder verletzt sind, sind eine der am schwierigsten zu behandelnde Tierart in der Welt.

Lasst mich mit der Krankheit beginnen, die viele Populationen befallen hat und extrem weit verbreitet ist - Chlamydien. Es wird angenommen, dass der Ausgangspunkt für die Bakterien von der Viehhaltung - und damit, indirekt, auch vom Menschen kommen. Diese Erkrankung richtet verheerenden Schaden, besonders bei den Populationen der nördlichen Koalas, an. Die Überlebenschancen für männliche Tiere sind relativ gut, besonders, wenn sie relativ schnell für die Behandlung eingefangen werden können; für die Weibchen sieht es leider nicht so gut aus. Einmal infiziert, breitet sich die Erkrankung schnell aus und setzt sich überwiegend im Fortpflanzungstrakt fest, wo sich Zysten bilden, was ihr Todesurteil bedeutet.

Aber es gibt Hoffnung - nach Jahren der Forschung gibt es Impfungen, die bereits mit ausgiebig getestet wurden und gute Resultate erzielen. Nun sollte man annehmen, dass das Ziel ist, diese Impfung für alle Organisationen, die Koalas rehabilitieren zugänglich zu machen - die Koalas zu impfen, die nach Antibiotikabehandlung frei von Chlamydien sind, die Koalas zu impfen, die mit viel Hingabe und Aufwand handaufgezogen wurden…um diese schreckliche Erkrankung endlich in den Griff zu bekommen!

Aber NEIN, weitgefehlt…die Bürokratie und der Wettbewerb ist betäubend und verhindert den Zugang zur Impfung für viele Organisationen. Und es ist nicht nur der Papierkram - anstatt zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig helfen, arbeiten die einzelnen Bundesstaaten gegeneinander. Nur weil eine Impfung in einem Bundesstaat entwickelt wurde und noch weiter geforscht wird, verhindert das andere Bundesland, dass Organisationen Zugang bekommen.

Ernsthaft! Dafür ist keine Zeit und es gibt auch nichts zu verlieren. Die Tests zeigen, dass die Impfung erfolgreich ist und wir verlieren Koalas in einer alarmierenden Geschwindigkeit. Zu warten, bis offizielle Behörden über eine Zulassung entschieden haben oder zwei Bundesstaaten ihre Probleme miteinander gelöst haben, ist das Todesurteil für unzählige weitere Koalas. Ich weiss, dass ich das hier stark vereinfacht darstelle, aber das ist so ziemlich die Essenz des Ganzen.

Als nächstes möchte ich zum Verlust des Lebensraumes kommen. Australien hat eine extrem schlechte Reputation im Hinblick auf Rodungen. Wälder werden abgeholzt, um den Weg für Wohnsiedlungen, Einkaufszentren, Viehzucht etc. zu ebnen, dazu kommt noch der Export von Holz und Hackschnitzel nach China und anderen Ländern. Das ist - offensichtlich - schlecht für die Tierwelt, aber auch für das Land an sich. Es gibt eine Theorie, die in Teilen sehr anerkannt und umstritten zugleich ist. Für mich macht sie jedoch, wenn ich Australien als Beispiel betrachte, ziemlich viel Sinn. Stark vereinfacht und zusammengefasst gesagt, geht es darum, dass die Bedeckung von Land mit Wald nicht nur dabei hilft Feuchtigkeit zu verteilen, sondern auch Wind zu generieren, der dann wiederum Feuchtigkeit weiter verbreitet. Wird nun selbst ein kleines Gebiet abgeholzt, kann das schon reichen, um es von ehemals feucht in trocken zu verwandeln. Diese Biotic Pump-Theorie von Makarieva und Gorshkov macht für mich Sinn, wenn ich mir anschaue, dass Australien über die Jahre immer trockener geworden ist, es immer mehr Dürren gibt.

Das muss aufhören, nicht nur im Sinne der Tierwelt, letztlich auch für den Menschen. Noch existierende Wälder müssen geschützt werden und eine Wiederaufforstung im großen Stil ist dringend notwendig. Wir Menschen brauchen nicht immer größere Häuser oder Fleisch an 7 Tagen der Woche - kleinere Häuser brauchen weniger Platz; Industrie- oder andere Brachen können für den Hausbau verwertet werden; Supermärkte müssen nicht immer alles in Massen anbieten, nur um die vielen Rester dann wegzuwerfen. Es gibt so Vieles, was wir tun können, damit die letzten grünen Flächen bestehen bleiben können - wir müssen es nur wollen!

Die nächsten Gefahren für die Koalas werde ich zusammenfassen: Der Verlust und die Fragmentierung von Lebensraum zwingen Koalas dazu von ihren Bäumen zu kommen und - teilweise sehr lange - Wege am Boden zurückzulegen. Auf ihrem Weg treffen sie auf Autos, Hunde, Kühe etc. Viele dieser Begegnungen enden tödlich für die Koalas.

Es gibt Möglichkeiten die Tiere besser vor diesen Gefahren zu schützen. Gemeinden könnten mehr und bessere Schilder aufstellen und Tempolimits in frequentierten Gebieten einrichten und sie regelmäßig von der Polizei kontrollieren lassen, vor allem nachts, wenn die Tiere am Aktivsten sind. Wenn es bedeutet, dass ein wertvolles Tierleben geschützt wurde, auch wenn man dafür 10 Minuten später zuhause ankommt, dann ist es das Ganze doch wert, oder?

Dann gibt es noch die Hunde. Es fühlt sich so an, als ob in 90% der Gärten wein oder mehrere Hunde leben. Das ist an sich auch kein Problem, aber meine persönliche Meinung ist, dass Menschen, die in einen Koala-Lebensraum ziehen, keine Hunde halten dürfen sollen. Ich bin mir jedoch dessen bewusst, dass das nie passieren wird. Daher ist das Geringste, das Gemeinden tun sollten, die Menschen darüber zu informieren, dass sie in ein Koalagebiet einziehen und sie die Verpflichtung haben, dass ihr Hund, nachts und wenn niemand zuhause ist, im Haus sein muss. Das ist machbar und einforderbar.

Viele von euch haben wahrscheinlich einen Hund, den ihr liebt. Aber ich bin mir auch sicher, dass kaum einer von euch möchte, dass euer Hund einen Koala attackiert. Daher bitte ich die Australier unter euch, die inmitten Koala-Lebensraum wohnen, lasst euren Hund nachts und wenn ihr nicht zuhause seid, nicht frei und auch nicht an einer Leine im Garten…die Koalas haben keine andere Wahl durch Gärten zu laufen, um zu ihren Bäumen zu kommen, denn es war ihr Land und ihre Bäume, bevor euer Haus gebaut wurde.

Und als ob all das noch nicht genug ist, hier kommt die größte Gefahr für Koalas und andere einheimische Tierarten - die australische Bundesregierung und die einzelnen Landesregierungen! Die Umweltgesetzgebung ist schlecht und sie wird momentan weiter aufgeweicht. Wir alle wissen um die Wichtigkeit die natürliche Welt zu schützen, da sie uns alles bereitstellt, was wir brauchen, um zu überleben. Aber wenige sind dazu bereit, sich einzuschränken, Opfer zu bringen, um zu helfen. 

Zwischen all den australischen Landesregierungen erscheint mir NSW der schlimmste Missetäter zu sein, wenn um die Aufweichung von Schutzmaßnahmen für die Umwelt geht. Zwei Beispiele: The Koala State Environmental Planning Policy (SEPP) und the NSW Government’s Local Land Services Amendment Misc) Bill 2020. Die Änderungen, die hier beschlossen wurden, bedeuten die Beseitigung von existierendem Schutz (der sowieso nur in geringem Maße vorhanden ist) und ermöglichen noch mehr exzessives und unangemessenes Abholzen. Ihr könnt die Details hier finden: https://www.edo.org.au/publication/local-land-services-amendment-miscellaneous-bill-2020-summary-of-key-concerns/

Das sind zwei vorzügliche traurige Beispiele, die euch zeigen, dass trotz der verheerenden Auswirkungen der Buschbrände auf Australien’s Tier- und Pflanzenwelt, die Regierungen nicht willens sind, die “Überbleibsel” zu schützen. Im Gegenteil, sie erlauben, dass zukünftig noch mehr zerstört werden kann.

Australien ist eines der 11 Länder mit der höchsten Abholzungsrate in der Welt, aber das Schlimmste daran ist, dass Australien das einzige “Nicht”-Entwicklungsland der 11 ist! Und dazu kommt noch, dass Australien das Land der höchsten Rate beim Aussterben von Säugetieren ist. Wie traurig und enttäuschend für eine Nation wie diese!

Ziele:

Wir müssen die Durchsetzung der beiden oben genannten Gesetze mit dem derzeitigen Inhalt stoppen. Statt einer Aufweichung der der Gesetzgebung im Umweltschutz müssen wir durch Druck von innen UND aussen, dafür sorgen, dass die Gesetze strenger werden. Abholzung sowohl auf öffentlichem, als auch auf privatem Land muss drastisch reduziert werden. Die Staatsregierung muss einschreiten und Basislinie vorgeben, von der die Landesregierungen nicht abweichen können. 

Die australische Regierung braucht den Druck von außen, wir schaffen es nicht allein von innen und brauchen all eure Hilfe.

Zusätzlich dazu bedarf es Regelungen für Hundebesitzer, die in Koalagebieten leben und es muss eine einfache Möglichkeit geschaffen werden, dass Koalas in allen Teilen des Staates geimpft werden können.

Zeigt der australischen Regierung, dass ihr - Australier und Bürger aus aller Welt - euer hart erspartes Geld nicht gespendet habt, nur um dabei zuzuschauen, dass Australien’s Natur- und Tierwelt dem Erdboden gleichgemacht werden! Baut Druck auf, damit sie sich daran erinnern, dass Demokratie bedeutet, dass Menschen eine Stimme haben, die gehört werden muss!

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