Petition updateKeine Abschussgenehmigung für das CUX-Land RudelKeine Abschussgenehmigung für das CUX-Land Rudel

Bettina WenkApensen, Germany
Mar 18, 2018
Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,
es ist ein bisschen still geworden um das CUX-Land Rudel. Das mag zum einen daran liegen, dass es keine "Vorfälle" mehr zu melden gab, oder dass es rein rechnerisch nur noch aus 2 Tieren besteht. Das resultiert daraus, dass die Mutter der verbleibenden Wölfe illegal geschossen wurde, ebenso wie einer ihrer Söhne, drei Tiere Unfällen mit Fahrzeugen zum Opfer fielen und der Vater seit langem nicht mehr gesichtet wurde. Es ist wohl auch in diesem Fall davon auszugehen, dass er gewildert wurde, frei nach dem Wahlspruch der Wolfshasser: schießen, schaufeln, schweigen. Mit Sicherheit kann dies aber nicht gesagt werden, es ist lediglich eine weit verbreitete Vermutung.
Die große Koalition steht nun seit zwei Wochen und der Vertrag, der im Rahmen des Zusammenschlusses ratifiziert wurde, verheißt für unsere Wölfe in ganz Deutschland nichts Gutes. Ganz im Gegenteil. Man möchte sie trotz des nach wie vor hohen Schutzstatus' und der nachgewiesenermaßen geringen Anzahl, die weit unter einem "günstigen Erhaltungszustand" liegt, weiter "entnehmen". Minister Lies reiste eigens nach Brüssel, um sich für eine "Abschussquote" für Wölfe einzusetzen, blitzte jedoch bei der zuständigen Fachabteilung der EU ab. Das ist auch gut so, zumal es in Niedersachsen weiß Gott andere Probleme gibt, denen sich ein Umweltminister annehmen sollte und vor allem sollte. Stichwort VW, Glyphosat, hohe Nitratwerte im Grundwasser, Kohlekraftwerk in Stade. Das Ganze hat jedenfalls den Anschein, dass er sich zu gerne für die Lobbyverbände der Jäger, Bauern und Nutztierhalter vor deren Karren spannen lässt um die streng geschützten Tiere zu töten. Objektiv ist dieses Verhalten jedenfalls nicht und lenkt von den eigentlich wichtigen Themen unseres Bundeslandes ab.
Die Deichsicherheit, auf die immer so gerne verwiesen wird, könnte durch mobile Zäune für weidende Schafe gewährleistet werden. Diese Zäune werden beispielsweise auch rund um die Schutzwälle im Alten Land (NDS/Hamburg) verwendet, um die Tiere vor Unfällen an den angrenzenden Straßen zu schützen.
Vielleicht sollte Herr Lies sich mit den Tierhaltern zusammensetzen, um ein adäquates Schutzkonzept zu erörtern. Steuergelder stehen dafür ja zur Verfügung, sei es für entsprechende Zäune oder Herdenschutzhunde. Aber offensichtlich ist es bequemer sich gleich für die letale Entnahme einzusetzen und sich damit die Gunst der Jägerschaft und der Nutztierhalter zu sichern.
Auch die Forderung nach einer Besenderung der Tiere lässt nichts Gutes vermuten. Wäre dies doch ein probates Mittel um sie leichter zu lokalisieren und zu erschießen oder ggfs. Rudel aufzuspüren, denen sich ein besendertes Tier anschließen könnte, kurzum es würde sich um einen Tierversuch handeln. Auch stehen die Kosten, die dem Steuerzahler dadurch entstehenden, in keinerlei Verhältnis zum Nutzen dieser Aktion.
Warum wird nicht eine Universität mit Untersuchung der Tiere, deren Verhalten und Vermehrung beauftragt, die dies im Rahmen einer 3-5 jährigen Bachelor-Arbeit erforscht und beleuchtet? Es wäre ein Gewinn für alle Beteiligten und würde mit den allgegenwärtigen Vorurteilen aufräumen, die so gerne durch die Medien und Vertreter der Jagd- und Bauernverbände verbreitet wird.
Uns stehen somit schwere Zeiten ins Haus und die Politik sorgt leider dafür, dass wir unsere Anstrengungen für die faszinierenden Tiere noch erhöhen müssen.
Aus aktuellem Anlass sei auch noch auf Agrarministerin Otte-Kinast hingewiesen, die sich vor der Jägerschaft in Schwanewede vor kurzem klar für eine Tötung von Wölfen aussprach. Sollte es hierzu kommen, werden wir sie und ihr Ministerium mit Strafanzeigen überschütten. Offensichtlich ist sie das Sprachrohr der Herren in Grün und möchte die Auswahl der zu tötenden Kreaturen noch um ein paar Wölfe erweitern. Auch hier sei angemerkt, dass sich ihr Ministerium wichtigeren Themen (Bienen- und Insektensterben, Vergiftung unserer Anbauflächen, Mais wohin das Auge reicht, ...) widmen sollte, hierfür wurde sie schließlich gewählt.
Ich stehe in Kontakt mir Jan Olsson, der sich um das Rundel rund um die Goldenstedter Wölfin kümmert und mir sehr häufig mit Rat und Tat zur Seite steht. Sein Verein das "W.I.S.Z.V" - Wolf-Informations- und Schutzzentrum Vechta e.v. setzt sich seit Jahren auch für die Tiere in Niedersachsen ein. Um weiterhin für sie kämpfen zu können, auch mit juristischen Mitteln, wie z. B. Klagen, wäre es wichtig, seinen Verein mit Spenden zu unterstützen. Wer kann und das möchte, kann sich zum einen über seinen Verein informieren: www.w-i-s-z-v.de oder auf das unten angegebene Konto einen Beitrag spenden:
W-I-S-Z-V
Commerzbank Vechta
IBAN DE74 2804 2865 0630 0719 00
BIC COBADEFFXXX
Ich danke Ihnen dafür, dass Sie meine Petition mit Ihrer Unterschrift unterstützt haben und somit den Wölfen in unserer Region eine Stimmer gegeben haben.
Herzliche Grüße,
Bettina Wenk
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