

Wissenschaft baut Brücken, das BMZ reißt sie ein: Rettet die DAAD-Hochschulkooperationen!


Wissenschaft baut Brücken, das BMZ reißt sie ein: Rettet die DAAD-Hochschulkooperationen!
Das Problem
Ich bin DAAD-Alumni und arbeite derzeit an meiner Hochschule in Förderprojekten, die bald auslaufen sollen. Was ich erlebe, ist kein Einzelfall - es ist ein systematischer Rückzug Deutschlands aus einer der wirkungsvollsten Strukturen seiner Außenwissenschaftspolitik.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) plant, bis 2031 fast alle DAAD-Programme zur Hochschulkooperation mit Ländern des Globalen Südens einzustellen - mit einer einzigen Ausnahme: dem Alumni-Förderungsprogramm. Betroffen sind rund 60 deutsche Hochschulen und Partnerprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten, die zusammen rund 25 Millionen Euro jährlich erhalten.
Was auf dem Spiel steht
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist seit Jahrzehnten ein wesentlicher Katalysator für den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen. Viele erfolgreiche Projekte und internationale Partnerschaften sind durch seine Unterstützung entstanden - zu Zukunftsthemen wie Energieversorgung, Wassermanagement, Gesundheit und Digitalisierung.
Wissenschaftliche Kooperation kennt keine Grenzen. Durch die Unterstützung des DAAD wurden Brücken zwischen Ländern gebaut, die weit über akademische Vorteile hinausgehen: Kulturen wurden vereint, innovative Projekte gefördert, ein einzigartiger Erfahrungsaustausch ermöglicht. Diese Verbindungen fördern nicht nur gegenseitiges Verständnis, sondern auch technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt.
Wenn diese Kooperationen beendet werden, werden nicht nur bestehende Beziehungen zerstört – auch das internationale Ansehen Deutschlands als Wissenschafts- und Forschungsstandort wird nachhaltig geschwächt.
Was gerade bereits passiert
Schon in diesem Jahr können stark nachgefragte SDG-Partnerschaften nicht mehr ausgeschrieben werden. In den Folgejahren laufen dann Programm für Programm aus - ohne Ersatz. Der DAAD und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben bereits öffentlich gewarnt: Wer diese Netzwerke jetzt abbaut, spart kurzfristig 25 Millionen Euro - und zahlt langfristig einen weit höheren Preis in Vertrauen, Einfluss und Kooperationsfähigkeit.
Die DAAD-Kooperationen sind kein Luxus. Sie sind das Rückgrat der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaftsdiplomatie.
Was passiert, wenn Deutschland diese Kooperationen einstampft
- Massiver Vertrauensverlust Laufende Projekte werden zwar nicht abrupt beendet, aber neue Ausschreibungen wird es nicht mehr geben. Wir lassen unsere Partner im Globalen Süden im Stich - mitten in gemeinsamen Projekten, mitten in aufgebauten Vertrauensbeziehungen.
- Geopolitisches Vakuum Die Lücken, die wir hinterlassen, werden sofort von anderen Staaten gefüllt. Deutschlands Soft Power und sein Status als verlässlicher Partner nehmen irreparablen Schaden – in Zeiten, in denen andere Länder massiv in Wissenschaftspartnerschaften mit dem Globalen Süden investieren.
- Fachkräftemangel Internationale Studierende und Forschende sind die Fachkräfte von morgen. Ohne akademischen Austausch kappen wir unsere eigenen Zukunftsressourcen.
Die Folgen des Abbaus dieser Strukturen sind gravierend und nahezu unumkehrbar. Wenn diese Struktur einmal zerstört ist, lässt sie sich nicht in ein paar Jahren wieder aufbauen. Bereits vor zwei Jahren gab es einen erfolgreichen Aufruhr, der zeigte: politischer Druck auf Haushaltsausschuss, Auswärtiges Amt und BMZ zeigt Wirkung. Wir können das wieder erreichen.
Unsere Forderungen
- Sofortstopp der Pläne zur Einstellung der DAAD-Hochschulkooperationsprogramme
- Verstetigung der Förderung auf mindestens dem bisherigen Niveau (25 Mio. € p.a.)
- Dialog zwischen BMZ, DAAD und den betroffenen Partnerhochschulen im Globalen Süden über zukunftsfeste Finanzierungsmodelle
- Transparenz über die strategische Neuausrichtung des BMZ - die Öffentlichkeit hat ein Recht zu verstehen, welche Partnerschaften aufgegeben werden und warum
Hochschulkooperationen sind Investitionen in eine sichere, nachhaltige und gerechte Zukunft. Zerstören Sie nicht mit einem Federstrich, was über Jahrzehnte erfolgreich aufgebaut wurde.
Unterzeichnen Sie jetzt - und teilen Sie diese Petition mit Ihren Netzwerken in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

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Das Problem
Ich bin DAAD-Alumni und arbeite derzeit an meiner Hochschule in Förderprojekten, die bald auslaufen sollen. Was ich erlebe, ist kein Einzelfall - es ist ein systematischer Rückzug Deutschlands aus einer der wirkungsvollsten Strukturen seiner Außenwissenschaftspolitik.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) plant, bis 2031 fast alle DAAD-Programme zur Hochschulkooperation mit Ländern des Globalen Südens einzustellen - mit einer einzigen Ausnahme: dem Alumni-Förderungsprogramm. Betroffen sind rund 60 deutsche Hochschulen und Partnerprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten, die zusammen rund 25 Millionen Euro jährlich erhalten.
Was auf dem Spiel steht
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist seit Jahrzehnten ein wesentlicher Katalysator für den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen. Viele erfolgreiche Projekte und internationale Partnerschaften sind durch seine Unterstützung entstanden - zu Zukunftsthemen wie Energieversorgung, Wassermanagement, Gesundheit und Digitalisierung.
Wissenschaftliche Kooperation kennt keine Grenzen. Durch die Unterstützung des DAAD wurden Brücken zwischen Ländern gebaut, die weit über akademische Vorteile hinausgehen: Kulturen wurden vereint, innovative Projekte gefördert, ein einzigartiger Erfahrungsaustausch ermöglicht. Diese Verbindungen fördern nicht nur gegenseitiges Verständnis, sondern auch technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt.
Wenn diese Kooperationen beendet werden, werden nicht nur bestehende Beziehungen zerstört – auch das internationale Ansehen Deutschlands als Wissenschafts- und Forschungsstandort wird nachhaltig geschwächt.
Was gerade bereits passiert
Schon in diesem Jahr können stark nachgefragte SDG-Partnerschaften nicht mehr ausgeschrieben werden. In den Folgejahren laufen dann Programm für Programm aus - ohne Ersatz. Der DAAD und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben bereits öffentlich gewarnt: Wer diese Netzwerke jetzt abbaut, spart kurzfristig 25 Millionen Euro - und zahlt langfristig einen weit höheren Preis in Vertrauen, Einfluss und Kooperationsfähigkeit.
Die DAAD-Kooperationen sind kein Luxus. Sie sind das Rückgrat der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaftsdiplomatie.
Was passiert, wenn Deutschland diese Kooperationen einstampft
- Massiver Vertrauensverlust Laufende Projekte werden zwar nicht abrupt beendet, aber neue Ausschreibungen wird es nicht mehr geben. Wir lassen unsere Partner im Globalen Süden im Stich - mitten in gemeinsamen Projekten, mitten in aufgebauten Vertrauensbeziehungen.
- Geopolitisches Vakuum Die Lücken, die wir hinterlassen, werden sofort von anderen Staaten gefüllt. Deutschlands Soft Power und sein Status als verlässlicher Partner nehmen irreparablen Schaden – in Zeiten, in denen andere Länder massiv in Wissenschaftspartnerschaften mit dem Globalen Süden investieren.
- Fachkräftemangel Internationale Studierende und Forschende sind die Fachkräfte von morgen. Ohne akademischen Austausch kappen wir unsere eigenen Zukunftsressourcen.
Die Folgen des Abbaus dieser Strukturen sind gravierend und nahezu unumkehrbar. Wenn diese Struktur einmal zerstört ist, lässt sie sich nicht in ein paar Jahren wieder aufbauen. Bereits vor zwei Jahren gab es einen erfolgreichen Aufruhr, der zeigte: politischer Druck auf Haushaltsausschuss, Auswärtiges Amt und BMZ zeigt Wirkung. Wir können das wieder erreichen.
Unsere Forderungen
- Sofortstopp der Pläne zur Einstellung der DAAD-Hochschulkooperationsprogramme
- Verstetigung der Förderung auf mindestens dem bisherigen Niveau (25 Mio. € p.a.)
- Dialog zwischen BMZ, DAAD und den betroffenen Partnerhochschulen im Globalen Süden über zukunftsfeste Finanzierungsmodelle
- Transparenz über die strategische Neuausrichtung des BMZ - die Öffentlichkeit hat ein Recht zu verstehen, welche Partnerschaften aufgegeben werden und warum
Hochschulkooperationen sind Investitionen in eine sichere, nachhaltige und gerechte Zukunft. Zerstören Sie nicht mit einem Federstrich, was über Jahrzehnte erfolgreich aufgebaut wurde.
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Petition am 29. Mai 2026 erstellt