Petition updateWir sind fast am Ziel! Doktorarbeit bestätigt Jesu Vegetarismus – Kirche vor neuen Fakten“Ist das Christentum schuld an der Umweltverschmutzung und am Tierleid?
johanne joanMunich, Germany
Jul 27, 2023

 
Wie steht die christliche Lehre zu dem Schutz der Erde, des Menschen und der Tiere?
 

Durch welchen Umstand hat der Mensch im Laufe der Geschichte sein ökologisches Bewusstsein verloren? Sodass wir heute mit der Zerstörung unseres Lebensraumes rechnen können. 

Die Folgen der Umweltverschmutzung sind vielfältig, aber immer gefährlich für das Gleichgewicht in der Natur. Durch Feinstaub und Abgase kommt es zu verunreinigter Luft.  Durch Treibhausgase, u.a. durch Massentierhaltung wird der Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung beschleunigt. Außerdem belasten Gifte, verschmutztes Wasser oder Düngemittel unsere Umwelt. Die Erde wehrt sich und reagiert mit Erdbeben, großer Hitze, Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Tsunamis und zeigt uns unmissverständlich, dass sie nicht mehr bereit ist, tatenlos zuzusehen, wie der Mensch sie zerstört...

Albert Einstein sagte einmal: 

"Man kann Probleme nie mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind". 

In meinen Augen klingt der Satz,  wie eine klare Aufforderung, nach der Ursache eines Problems, seiner Quelle, bis hin zu seinem Ursprung zu suchen, um es zu lösen. 

In der Antike verehrten die Menschen die Elemente und gaben ihnen sogar Namen von Göttern. Nach der griechischen Mythologie war Aeolus, der Gott der Winde, Poseidon bei den alten Griechen der Gott des Meeres, Gaia die Göttin der Erde und der Titan Helios wurde als Sonnengott verehrt. Sie wurden vergöttlicht, weil der Mensch um ihre Bedeutung für sein Fortbestehen wusste.  Zu dieser Zeit wäre es einem Selbstmord gleichgekommen, diesen Elementen zu schaden und sie zu zerstören.

Doch irgendwann, im Laufe der Geschichte wurde der Mensch gegenüber der Natur unsensibel und gleichgültig. Wann kam es zu diesem Wendepunkt, wann schlug das schützende Bewusstsein der Menschen für die Natur in einen Zustand der Indifferenz um? Und was war der Auslöser dafür? 

Durch welchen Umstand hat sich die gesamte Menschheit so verändert, dass sie als Feind der Natur und der gesamten Schöpfung bezeichnet werden kann, denn auch die Menschen, die Tiere und die Pflanzen sind betroffen. 

In Länder, die sich durch das Christentum zivilisiert bezeichnen wird das Tier offiziell als Sache bezeichnet. Obwohl wir wissen, dass Tiere Gefühle haben, Schmerz empfinden, trauen und lieben können, werden dennoch täglich in christlichen Ländern millionenfach wehrlose Tiere in Schlachthöfen, in der Pelzindustrie, in pharmazeutischen Labors, in der Kosmetikindustrie auf unwürdige Weise gequält und massakriert. Warum lasst der Mensch das zu?

 

Edmond Szekely und das Evangelium der Essener 
 

Das Neue Testament ist bekannt, als die Grundlage der christlichen Lehre, von der die RKK sagt, dass dieses Dokument die wahre christliche Botschaft ist. Es gab bisher keinen Grund, diese Angaben in Frage zu stellen, bis 1937 ein Dokument auftauchte, es war der erste Teil aus einem vierteiligen Evangelium, das "The true unknown Gospel of John", das vom Wortlaut her dem des NT verblüffend ähnlich.. Der Autor, Edmond Szekely, (ES) behauptete, dieses Dokument in aramäischer Sprache in den geheimen Archiven des Vatikans gefunden zu haben. ES zufolge handelt es sich um die Botschaft der vegetarisch lebenden Urchristen, die die Menschen unmissverständlich und klar  auffordert, in Harmonie mit der Natur zu leben und die gesamte Schöpfung, Erde, Tiere und Pflanzen zu schützen und vor Schäden zu bewahren. 

Als die Schriften von Qumran entdeckt wurde, änderte ES den Namen des von ihm entdeckte Evangelium in „Das Evangelium der Essener“ (EE) um. 

Die RKK konnte weder bestätigen, dass ES jemals im Vatikan hospitiert hat, noch, dass sich das EE in den Geheimarchiven des Vatikans befindet. In seinem  Vorwort  gibt ES an, der Inhalt des ersten Buch aus dem EE,  aus dem Aramäisch ins Englisch übersetzt zu haben. Die RKK bezeichnet ES einen Betrüger, der das Evangelium selbst verfasst hat. 

Es gibt also zwei Schriften, das Neue Testament und das Evangelium der Essener, die sich in ihrem Wortlaut verblüffend ähnlich sind, aber dennoch eine gegensätzliche Botschaft vermitteln: Das NT vermittelt die Religion der Gnade durch die Kreuzigung; das Evangelium der Essener ist keine Religion, sondern eine Lebensphilosophie, die an unsere Selbstverantwortung und unser Streben nach Vollkommenheit appelliert. Beide Schriften erheben jedoch den Anspruch, die erste christliche Botschaft zu sein.

Da es aber nur eine christliche Botschaft geben kann, muss eine von ihnen eine Fälschung sein. Um diese Frage geht es in dieser Arbeit. 

Die Lebensphilosophie der Essener
Das Evangelium der Essener ist keine Religion, sondern eine Lebensphilosophie, die die Menschen dazu Aufruft in Brüderschaften im Einklang mit der Natur zu leben. 

Die Essener waren autonom, lebten von dem, was sie erwirtschaftet hatten, sie kauften und verkauften nichts, denn sie lebten vom Tauschhandel. Sie besaßen keine Währung, die der Essener Prediger als erster Netz des Belials bezeichneten, die Frau war dem Mann gleichgestellt und sie hatten die Sklaverei abgeschafft, die aus christlicher Sicht ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung ist,  sie waren Vegetarier und tranken die Milch ihrer Tiere, die sie auch für ihre Unterstützung in der Landwirtschaft hielten und die sie wie ihre Brüder behandelten. Die Essener aßen auch keinen Fisch, den sie auch als Fleisch bezeichneten. Die Essener ernährten sich ausschließlich aus roher Nahrung, Obst, Gemüse, gekeimtes Getreide, Nüsse, Samen, Kräuter usw. und fasteten am Sabbath. 

Bedeutung der der Natur, der natürlichen Gesundheit und des Tierschutz im Evangelium der Essener und im NT:


Essener Evangelium und die Umwelt: 
Das EE fordert uns auf, unsere Mutter Erde, die Natur, die Tiere die Elemente und die gesamte Schöpfung zu schützen, sie vor Schaden zu bewahren, da sie die Grundlage unseres Lebens ist. Es fordert uns auf, die Erde zu bebauen, uns von ihren Schätzen zu ernähren, im Einklang mit den Elementen zu gehen und alles zu meiden, was auch unserem Körper schaden könnte, damit wir bis ins hohe Alter gesund bleiben. 

Das NT und die Umwelt: 
Die Erde als Grundlage des Lebens, als Beschützerin oder gar als unsere Mutter wird im NT überhaupt nicht erwähnt, ganz im Gegenteil, die christliche Lehre bezeichnet die Erde als einen Ort des Bösen, an dem Satan herrscht, an dem der Sohn Gottes ermordet wurde, als einen Ort, der vergänglich ist, und den Gott letztendlich zerstören wird. 

Essener Evangelium und die natürliche Gesundheit
Der Körpers und die natürliche Gesundheit, die das Evangelium der Essener als körperliche Reinheit beschreibt, den es gilt, wie die Erde zu beschützen und vor Schäden zu bewahren gehörte ebenfalls zu der Lebensphilosophie der Essener. 

Das NT und die natürliche Gesundheit
Das NT beschreibt auch unseren Körper als vergänglich und den Versuch, ihn gesund zu erhalten, als Zeichen des Unglaubens, denn der Glaube versetzt Berge und wenn wir glauben, werden wir auf Schlangen treten und es wird uns nichts geschehen.  Die Erde zu kultivieren, um unseren Lebensunterhalt zu sichern, wird vom NT ebenfalls als Zeichen des Unglaubens dargestellt, denn die einzige Aufgabe eines Christen ist es, die "Gute Nachricht" zu verkünden, nämlich dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Und wenn wir das tun und glauben, dann wird Gott sich um unsere Belange kümmern.


Das Evangelium der Essener und den Tierschutz
Das EE nennt die Tiere unsere Brüder, die wir schützen müssen, weil sie hilflos sind. Kein Tier sollte wegen seines Fleisches, seiner Stoßzähne oder seines Fells getötet werden. Wer ein Tier tötet, obwohl das Tier ihn nicht angreift, tötet seinen Bruder. Das EE verdeutlicht, dass das Töten eines Tieres wegen seines Fleisches der eigentliche Brudermord ist. Das EE sagt, dass diejenigen, die das Fleisch toter Tiere essen, den Tod in sich aufnehmen....


Das NT und den Tierschutz
Im NT wird das Tier nicht explizit geschützt. Dem Tier wird keine Seele oder Gefühle oder gar Schmerz zugesprochen, vielmehr sagt Jesus, dass der Konsum vom Tierfleisch den Menschen nicht unrein macht. Paulus setzt eins drauf und sagt, dass die, die Gemüse essen (also Vegetarier) „schwach“ sind und sagt, dass alles erlaubt ist, was auf dem Markt zu kaufen gibt. Aus diesem Grund essen Christen Fleisch und Fisch. Die ganzen Debatte um den Fleischkonsum im NT lässt erkennen, Fleischkonsum und Gott ein wichtiges Thema war. 

Gegenüberstellung von Predigten des NT und des EE:
Meine Recherchen zu diesem Thema haben eine Verbindung zwischen den Schriften des NT und die des EE aufgezeigt, die von der katholischen Kirche als Versuch interpretiert werden kann, die erste christliche Botschaft zu sabotieren. 

Ich werde hier kurz darauf eingehen, wie ein möglicher Manipulator der Botschaft der Urchristen vorgegangen ist, um die Lebensphilosophie der Essener, die im Einklang mit der Natur und der gesamten Schöpfung lebten, zu eliminieren, aus ihr eine Religion wurde, die überhaupt nichts mehr mit der ursprünglichen Essener Lebensphilosophie gemeint hat.  Ich werde hier nur drei Beispiele anführen, die darauf hindeuten, dass die Umwandlung der ursprünglichen Texte nicht aus Versehen erfolgte, sondern bewusst konstruiert wurde.  Das gesamte EE wurde nach diesem Prinzip verändert. Es wurde Elemente aus dem EE übernommen und in das NT in meist fantastischen Geschichten eingebaut. 

Beispiel 1:  Umwandlung einer EE Predigt in Bezug auf die gesunde Ernährung in das „Verfluchen des Feigenbaums“.

Anhand der Umwandlung von Predigten aus dem EE, die im NT einen ganz anderen Sinn ergeben ist teilweise das Motiv erkennbar, das zu dieser Modifizierung geführt hat. Hier ist erkennbar, dass die Lehre der Gesundheit dem Manipulator des EE ein Dorn im Auge war, warum hätte er sonst diese Predigt der Gesundheiterhaltung in das „Verfluchen des Feigenbaums“ umgebaut? 

Zitat aus dem EE: 

Im Monat Marschehvan sammelt die süße Traube, gesüßt und getrocknet vom Engel der Sonne, dass sie eure Körper stärkt, denn die Engel des Herrn wohnen in ihr. Ihr sollt Feigen essen, die reich an Saft in den Monaten Ab und Schebat sind, und was übrigbleibt, lasst den Engel der Sonnen für euch haltbar machen. Esst sie mit dem Fleisch der Mandeln in all den Monaten, wenn die Bäume keine Früchte tragen.[1]

 In diesem Beispiel entnahm der Verfälscher die Begriffe: Feigenbaum, Feigen, Winter, trocknen, Baum, keine Früchte, Hunger, essen, und arrangierte das Thema im NT in dem Schauplatz:  Das verfluchen des Feigenbaums: Jesus geht an einem Feigenbaum im Winter vorbei, er hat Hunger und er findet darin keine Feigen. Darauf verflucht er den Baum, der dann auch bald darauf verdorrt.

Zitate aus dem NT:

Und des folgenden Tages, als sie von Bethanien weggegangen waren, hungerte ihn. Und als er von ferne einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er vielleicht etwas an ihm fände; und als er zu ihm kam, fand er nichts als nur Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen. Und er hob an und sprach zu ihm: Nimmermehr esse jemand Frucht von dir in Ewigkeit! Und seine Jünger hörten es. (Mk 11,12-14)

Zitate aus dem NT:

Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verfluchtest, ist verdorrt.. (Mk 11,20-25)

Zitate aus dem NT:

Des Morgens früh aber, als er in die Stadt zurückkehrte, hungerte ihn. Und als er einen Feigenbaum an dem Wege sah, ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als nur Blätter.Und er spricht zu ihm: Nimmermehr komme Frucht von dir in Ewigkeit! Und alsbald verdorrte der Feigenbaum. Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie alsbald ist der Feigenbaum verdorrt! Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berge sagen werdet: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! so wird es geschehen. Und alles, was irgend ihr im Gebet glaubend begehret, werdet ihr empfangen. (Mt 21,18-22)

 

Es handelt sich hier um eine beliebte Methode, die Bedeutung des EE durch einen Manipulierer zu verändern: Worte werden aus einer Predigt aus dem EE entnommen und meist in eine phantastische Geschichte im NT eingebaut, hier in die "Verfluchung des Feigenbaums", die dazu führt, dass der Baum verdorrt, ein Text, der ohnehin viele Fragen aufwirft, denn warum sollte Jesus im Winter Feigen ernten wollen und vor allem ist es verwunderlich, dass er einen Fluch ausgesprochen haben soll, wo er doch gekommen war, um zu segnen und nicht zu verfluchen. Wenn man aber bedenkt, dass der Feigenbaum symbolisch für das jüdische Volk steht, dann erkennt man die Absicht, die dahinter steckt. Leider ist es nicht möglich, hier näher darauf einzugehen.

Beispiel 2: Entwertung der Sesshaftigkeit und des Ackerbaus und Glorifizierung des Nomadentums.


Die rasche offensichtliche Ausbreitung der Essener-Bruderschaft, die ihre Aufgabe ausschließlich darin sah, das Land zu bewirtschaften, brachte die damaligen Machthaber in politischen und wirtschaftliche Bedrängnis.

Die Essener waren Autonom,  lebten von dem, was sie erwirtschaftet hatten, sie kauften und verkauften nichts, und hatten deshalb keinen wirtschaftlichen Wert für die Römer. Sie besaßen keine Währung und zahlten daher auch keine Steuern; die Frau war dem Mann gleichgestellt, sodass die Vorteile aus einer unterwürfigen Frau auch wegfiel. Sie hatten die Sklaverei abgeschafft, sodass viele Sklaven sich ihnen Anschloss um ihre Freiheit zu erlangen, je größer die Bruderschaft sich ausdehnten, je mehr es  an billigen Arbeitskräften mangelte. Sie waren Vegetarier und hielten Tiere, die sie als ihre Brüder bezeichneten, sie trieben aber keinen Handel mit ihnen, sondern sie hielten sie auch für ihre Milch oder als Hilfe in der Landwirtschaft. Die Essener aßen auch keine Fische, die sie ebenfalls als ihre Brüder betrachteten.  

Der folgende Beispiel aus dem EE lässt die Vorzüge und Vorteile der Bruderschaft, der Landwirtschaft und des gemeinsamen Besitzes erkennen.   

Zitat aus dem Evangelium der Essener: 

 „Warum sorgt ihr euch um Kleidung? Sehet die Lilien auf dem Feld, wie sie wachsen: Sie plagen sich nicht, noch spinnen sie; und doch sage ich euch, selbst Salomon in all seiner Herrlichkeit war nicht geschmückt, wie eine von diesen. Warum sorgt ihr euch um Nahrung? Sehet die Gaben eurer Mutter Erde: die reifen Früchte der Bäume, das goldene Korn ihres Erdreichs. Warum richtet ihr eure Gedanken auf Haus und Ländereien? Ein Mensch kann euch nicht verkaufen, was ihm nicht gehört, und ihm kann nicht gehören, was bereits allen gehört.“[2]

Hier haben wir mit einer anderen Art der Sinnesmanipulation zu tun. Geringfügige Änderungen und Streichungen von Wörtern aus dem EE ergeben den folgenden Text aus dem Matthäus – Evangelium: Der Matthäus- Autor  hat hier den Sinn der Predigt des Essener Propheten in seinem Gegenteil mit den gleichen Wörtern umkehrt, indem er Saat und Ernte zu weltlichen Anliegen herabstuft und diejenigen, die das Land bebauen, als Kleingläubige bezeichnet. Bei dieser Gelegenheit erwähnt er die Minderwertigkeit der Tiere. Durch das akribische Verschweigen  und Verbergen seines Motivs die Essener Bruderschaft zu zerstören und das Herabstufen der wichtige Bedeutung der Essener im 1. Jh. n. Chr. und deren Lebensphilosophie, hat der Fälscher erreicht, dass selbst bei einem Vergleich beider Texte, des EE und des Text aus dem Matthäus-Evangelium, niemand ohne Weiteres eine motivierte Fälschung erkennen kann.

Zitat aus dem Neuen Testament: 

„Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?  Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie? Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen?  Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht bekleidet war wie eine von diesen. Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?  So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen?  Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt.  Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.  So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug. (Mt 6,26-34)“

Die übergeordnete Rolle der Erde, die es zu hegen und zu pflegen gilt, damit niemand auf der Welt Hunger leiden muss, ja sogar zu schützen und zu ehren, und die unweigerlich zur Idee einer Gründung der Essener Bruderschaft geführt hat, geriet ins Fadenkreuz derer, die einen Vorteil daran hatten diese Predigt aus der christlichen Botschaft zu entfernen: Alles, was auf die Ehre der Erde zurückgeführt werden konnte, wurde ausgelöscht.

Beispiel 3 : Verheimlichung der engen Beziehung  zwischen Mensch und Tier und der schädlichen Auswirkung des Fleischkonsums für Körper und Seele des Menschen. 


Das EE besagt, dass die größte Sünde, die ein Mensch gegen seinen Körper und seine Seele begeht, darin besteht, das Fleisch toter Tiere zu essen, denn damit würde er dem Tod in sich selbst Einlass gewähren. Die Tötung von Tieren wäre der eigentliche Brudermord. Dazu sagt er:

Zitat aus dem EE: 

"...Darum tötet jeder der ein Tier tötet, der tötet, auch seinen Bruder. Und von ihm wird sich die Muttererde abwenden und ihm ihre belebenden Brüste entziehen. Und er wird von ihren Engeln gemieden, und der Satan wird in seinen Körper einziehen. Und das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper wird sein eigenes Grab werden. Denn wahrlich ich sage euch, der der tötet, der tötet sich selbst, und wer vom Fleisch erschlagener Tiere isst, isst vom Körper des Todes..." [3]

Die Verheimlichung dieser Predigt im NT, bzw. die Bestärkung bedenkenlos Fleisch zu konsumieren zweigt, dass der Vegetarismus der Essener im 1. Jh. n. Chr. eine sehr große Herausforderung für die damaligen Herrscher war. 

In das EE ist die Gesunderhaltung und Reinhaltung des Körpers durch den Verzicht auf den Verzehr von Fleisch, der ein Tempel ist, den der Mensch Stein für Stein in Harmonie mit der Natur aufbauen sollte, die wichtigste Botschaft an den Menschen, denn dieser Körper ist der Ort, an dem der Geist Gottes seinen würdigen Platz einnehmen wird, wenn die Zeit dafür reif ist. Deshalb werden im EE der Körper und die Seele des Menschen und ihre Beziehung zueinander mit einer brennenden Kerze dargestellt:

 „...Denn siehe, wenn das Wachs nicht rein ist, kann die Kerze keine stetige Flamme hergeben…“[4]

Im NT entdecken wir viele  Texte aus dem EE, die nach dem beschriebenen deformiert und denen eine ganz andere Bedeutung gegeben wurde, als die Ursprüngliche. U.a.,  die Enthauptung des Johannes; die Speisung der 5000 – Vermehrung der Brote; der unbarmherzige Knecht; die Tempelreinigung; die Tempelzerstörung; Judas Verrat; die Taufe Jesu; die Versuchung Jesu in der Wüste; die Heilung eines Gelähmten; die Teufelsaustreibung; der Verlorene Sohn; der Kranke am Teich Betesda, die Fußwaschung; der Weinstock und Rebe;  Jesus in Garten Gethsemane, um wenige zu nennen. Es bedeutet, dass all diese Szenarien, wie das Verfluchen des Feigenbaums nicht so stattgefunden haben. Dass das EE als Grundlage für diese Erzählungen gedient hat.  Das ist eine ungeheuerliche Anschuldigung, dennoch alles deutet daraufhin, dass dem so ist. 

Beweise für das historische 2000 – jährige Alter des Evangeliums der Essener und von weiteren Dokumenten


Eine gründlichere Untersuchung der Schriften, aus den Felsspalten von Nag Hammadi, resp. u.a. der Traktat „Die Lehren des Silvanus“ brach zum Vorschein, dass dieses Manuskript Inhalte aufweist, die mit dem ersten Buch, das Edmond Szekely 1937 veröffentlicht hatte übereinstimmen. Die Untersuchung des Schriftstücks hat ebenfalls an Licht gebracht, dass das Manuskript nach denselben politischen Motiven manipuliert wurde, wie die bereits erwähnten Texten aus dem NT und somit die ähnliche Handschrift eines Manipulators zeigt. Diese Situation wirft ein anderes Licht auf die noch nicht nachgewiesene Authentizität des Evangeliums der Essener, denn Edmond Szekely veröffentlichte das erste Buch 1937, also mind. 8 Jahre vor der Entdeckung der Manuskripte in Nag Hammadi, die ungefähr 2000 Jahre unberührt in Felsspalten gelagert waren. Eine Situation, die Edmond Szekely keine Möglichkeit gab von diesen Manuskripten, die noch nicht entdeckt waren abzuschreiben.

Der Zusammenhang zwischen dem Traktat "Die Lehren des Silvanus" aus Nag Hammadi  und dem ersten Buch des Evangeliums der Essener hat weitere Dominoeffekte zur Folge, nämlich dass wir von nun an die Echtheit der anderen drei Bücher, die Szekely leider erst nach 1945 veröffentlichte und die Formulierungen aus den Qumran-Rollen enthalten, nicht mehr anzweifeln können, auch weil das erste Buch "Das Friedensevangelium der Essener" die Grundlage für die folgenden Bücher 2,3.4 ist.

Morton Smitz entdeckte 1958 im Kloster Mar Saba in Israel ein altes Manuskript. Es handelt sich dabei um einen Brief von Clemens von Alexandria an Theodorus. In diesem Brief befindet sich "Das geheime Evangelium des Markus". Leider existiert nur eine Fotografie, die Morton Smitz bei seinem Besuch des Klosters aufgenommen hat. Das Original ist seitdem nicht mehr auffindbar. Dennoch kann die Verbindung zwischen dem ersten Buch des Essener-Evangeliums und den Schriften von Nag Hammadi, ebenfalls durch einen Dominoeffekt, auch die Echtheit des "Geheimen Markusevangeliums" im Sinne seines Alters beweisen, da dieses Dokument auch Ähnlichkeiten mit dem Inhalt des ersten Buches von Szekely aufweist, und ist nach der gleichen Methode und aus den gleichen Motiven wie die bereits beschriebenen Texte des NT und des NH verändert worden ist.

Diese Untersuchung zeigt das historische Alter vom Evangelium der Essener, und dass Edmond Szekely dieses Evangelium nicht selbst verfasst hat. Wirft die Vermutung im Raum, ob ES das EE doch in den Geheimarchiven des Vatikans in Aramäisch und in Monte Cassion in Hebräisch vorgefunden hat. 

Die Frage ist: Welches Interesse hätte die katholische Kirche daran, zuzugeben, dass das Evangelium der Essener tatsächlich in aramäischer Sprache im Vatikan existiert, wenn sie sich damit selbst belastet und gleichzeitig eine 2000 Jahre alte Verschwörung zugibt?  Zuzugeben, dass sich das Evangelium der Essener in den Geheimarchiven des Vatikans befindet, käme für die katholische Kirche einem Suizid gleich, denn die Echtheit des Evangeliums der Essener würde, wie bereits erwähnt, bedeuten, dass die RKK die Kreuzigung von Jesus, dem Sohn Gottes, aus Gründen der Macht und Gier erfunden hat, um ihre Existenz als Vermittler zwischen den Menschen und Gott zu legitimieren.

 

Konsequenzen aus der Echtheit des Evangeliums der Essener:
 

Wie bereits erwähnt, obwohl der Inhalt des EE dem des NT sehr ähnlich ist, finden wir im EE keinen Hinweis auf die Kreuzigung Jesu für die Sünden der Menschen, wie die christliche Lehre uns lehrt.  Im EE taucht zwar  der Name Jesus auf, dennoch wird ausschließlich eine Lebensphilosophie gelehrt, die dazu führt, dass der Mensch im Laufe seines Lebens, wenn er im Einklang mit der Natur lebt an Spiritualität zunimmt. Angriffe auf die jüdischen Autoritäten, auf die Pharisäer oder  auf die Hohepriester fehlen völlig. Auch die Angriffe der Juden gegen Jesu sind nicht vorhanden. Die Geburt einer Jungfrau wird nicht erwähnt. 

Wenn das Evangelium der Essener die erste christliche Botschaft ist, dann wäre das gesamte NT ein Konglomerat aus Teilen des EE, die im NT implantiert um zweckdienlich auf eine Weise platziert wurden, dass sie einen ganz anderen Sinn als ursprünglich ergeben. Meistens wurden die Elemente aus dem EE in fantastischen Geschichten eingefasst, wie das „Verfluchen des Feigenbaums“, „Die Vermehrung der Brote“,  „der Gelähmte am Teich Bethseda“, usw. 

Es würde bedeuten, dass das gesamte NT nicht von verschiedenen Evangelisten verfasst wurden, sondern aus einer einzigen Quelle stammt, und dass sie alle zur gleichen Zeit verfasst wurden. 

Der neutestamentliche Jesus wäre eine Fiktion, er wäre nicht gekreuzigt worden und nicht für unsere Sünden gestorben. Das würde bedeuten, dass wir 2000 Jahre lang von der katholischen Kirche an der Nase herumgeführt worden wären.

Die Menschheit wurde 2000 Jahre durch eine zweckdienliche Veränderung der ersten christlichen Botschaft getäuscht und muss heute die Konsequenzen dafür tragen. 
 

Diese Untersuchung gibt Hinweis auf die wahre Ursache, die zu dem mangelnden Umweltbewusstseins der Menschen im Laufe der Jahrtausende, nämlich durch die erde- und naturfeindliche christliche Religion, die die Hemmschwelle der Verantwortung gegenüber der Natur niedrig setzt, da die Erde sowieso nichts wert ist und von Gott zerstört werden wird. Viele Christen warten buchstäblich voller Inbrunst und Leidenschaft, furchtlos und unerschrocken, ja fast schadenfroh auf die totale Zerstörung der Erde, weil ihnen für diesen Fall die sogenannte Entrückung versprochen wurde. Das bedeutet, dass diejenigen, die an Jesus geglaubt haben, im Bruchteil einer Sekunde von der Erde zu Gott entrückt werden, während die anderen, die nicht geglaubt haben, zurückgelassen werden und erbärmlich zugrunde gehen. Das Christentum hat 2,3 Milliarden Anhänger, was zur Folge hat, dass viele Christen, die die christliche Lehre sehr ernst nehmen, Ämter in der Politik bekleiden und Entscheidungen und Gesetze auf der Grundlage ihrer christlichen Überzeugungen treffen. Die Länder mit der größten christlichen Bevölkerung sind die USA (247 Millionen), Brasilien (176 Millionen), Mexiko (108 Millionen) und Russland (105 Millionen).

Diese feindselige Haltung der christlichen Religion gegenüber der Erde, der Natur und der Tiere führte dazu, dass die katholische Kirche in der Inquisition Kräuterfrauen als Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannte und die Gesetze, die die Erde und die Gestirne beherrschen, als okkult und teuflisch einstuft. Es führte dazu, dass Vegetarier verfolgt und ermordet wurde, dass sie auf Märkte gedemütigt wurden und gezwungen Fleisch zu essen. Es ist der Grund dafür, dass heute der Naturheilkundler  in der Gesellschaft als Kurpfuscher oder Quacksalber beschimpft werden, dass ihr Beruf lediglich geduldet ist. Ihre Heilkunst, die so alt ist wie die Welt selbst wird als Alternativmedizin bezeichnet, obwohl die eigentliche Alternativmediziner doch die Ärzte selbst sind. In Manchen Länder, wie in Österreich ist der Beruf als Heilpraktiker sogar verboten. Diese feindliche Einstellung zur Erde führte dazu, dass die Christen die Erde verachten, deshalb begannen wir erst mit dem Umweltschutz, als wir feststellten, dass die Elemente gegen uns ausgeschlagen haben.

Tatsache ist, dass in einem so großen Land wie den USA mit 247 Millionen Christen, viele Amerikaner das Wort Umweltbewusstsein nicht einmal kennen oder taub dafür sind, weil sie sich auf ihren Glauben stützen, der ihnen sagt, dass alles in Ordnung ist und dass Gott alles unter Kontrolle hat. 

Angesichts dieser Erkenntnis ist es von größter Wichtigkeit, Christen darüber zu informieren, dass viele Elemente des Umwelt- und Tierschutzes vorsätzlich aus dem NT entfernt wurden und dass ein Christ, im Gegensatz zu dem was er bisher geglaubt hat, die Verantwortung dafür trägt, die Erde und die gesamte Schöpfung vor Schaden zu bewahren.

Wäre vor 2000 Jahren die Friedensbotschaft der Essener nicht verfälscht worden hätte sich die Welt ganz anders entwickelt.  Die Erde, die Luft und das Wasser wären heute genauso rein wie bei ihrer Erschaffung.  Die Tiere müssten nicht durch eine vom Menschen erschaffenen  Hölle gehen, denn in der ganzen Welt werden sie gequält, zum Teil zum Spaß, und am meisten in christlichen Ländern: 

 Eringer-Kuhkämpfe, Schweiz

 Schlachtfeste in Deutschland

Krakelingen and Tonnekensbrand, Belgien

Stierhatz beim San-Fermín-Fest in Pamplona, Spanien

Fischertag Memmingen, Deutschland

„Ziegengreifen“ Buzkashi, Afghanistan

Blutige Waltreibjagd „Grindadráp“, Färöer-Inseln

Hahneköppen auf Volksfesten, Deutschland

Tiermassaker Gadhimai-Festival, Nepal

Feuerstier „Toro Júbilo“, Spanien

 Grausames Hundefleisch-Festival in Yulin, China

Sie tun dies, weil das Christentum sie nicht zur Empathie und Mitgefühl für Tiere erzogen hat, im Gegenteil, das Christentum ermutigt die Christen, sie als wertlos zu betrachten, denn das Tier wird im NT nicht einmal als Teil der Schöpfung erwähnt, das wie der Mensch auch seinen Platz auf der Erde hat. Und das Nicht-erwähnen, dass auch Tiere eine Seele haben, Gefühle und Schmerz empfinden, lieben und trauen können, ist gleichbedeutend mit der Aussage, dass sie keine dieser Eigenschaften besitzen.

Die Annahme der Essenischen Friedensbotschaft als erste christliche Lebensphilosophie der Urchristen führt bei vielen Christen, die die Konsequenzen dieser neuen Erkenntnis erkennen, zu einem regelrechten Entscheidungsdilemma, denn dadurch kommen sie ohnehin nicht umhin, das gesamte Neue Testament in Frage zu stellen. Denn es ist nicht möglich, das Evangelium der Essener als erste christliche Botschaft zu betrachten und gleichzeitig an der Religion der Gnade durch die Kreuzigung festzuhalten.

Durch eine klare Darstellung der wahren christlichen Botschaft haben wir die Möglichkeit, die gesamte christliche Welt und möglicherweise auch die muslimischen Länder, deren Religion auf das Christentum gründet, dazu zu bringen, die Frage des Umweltschutzes und des Tierschutzes zu überdenken und ernst zu nehmen. 

Diese Enthüllung hat außerdem ein sehr hohes Friedenspotenzial, denn sie vermag es, alle Religionsvertreter der ganzen Welt zu versammeln und an einen Tisch zu bringen.

Wer noch mehr Beweise braucht, der findet sie hier: 

https://www.amazon.de/Das-Geheimnis-wahren-Evangeliums-Geheimbotschaft/dp/1506005373

 
[1]          Das Evangelium der Essener: „Das Friedensevangelium“, S. 49.
[2]              Evangelium der Essener: Aus dem Buch des wahren Lehrers: S.120
[3]             Das Evangelium der Essener: „Der siebenfache Frieden“, S. 283.
[4]             Das Evangelium der Essener: „Die Unbekannten Schriftender   Essener.

 

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