Windkraft in Laichingen nicht im Wald und nur auf 1,8 Prozent der Flächen


Windkraft in Laichingen nicht im Wald und nur auf 1,8 Prozent der Flächen
Das Problem
Link zur Vorlage für die eigene Stellungnahme beim Regionalverband (Achtung: Abgabe bis spätestens 10.11.2024!!): Vorlage Stellungnahme
Achtung: Beim Signieren bitte auch Ihren Heimatort angeben, danke.
Der Regionalverband Donau-Iller (RVDI) weist im vorliegenden Entwurf der Teilrevision Windenergie des Regionalplans für das Gemeindegebiet Laichingen für Windkraftanlagen (WKA) 14,5 Prozent der Gemeindefläche, also das Achtfache gegenüber den bundesweit vorgegebenen 1,8 Prozent aus. Ein Großteil davon betrifft die Wälder in Laichingen.
Unsere Wälder sind die ökologisch und klimatisch wertvollsten Bereiche unseres Natur- und Kulturraums. Das aktuelle Beispiel des Baus der neuen Windkraftanlagen im Bereich des Waldgebiets Weidstetten zeigt den enormen Flächenverbrauch mit riesigen Waldrodungen. Aktuell wurden für den Bau dort schon einige Hektar Waldflächen gerodet. Es geht in Laichingen zukünftig auch nicht nur um zwei oder drei Windkraftanlagen, sondern um ein Vielfaches davon, die Planung sieht 1011 Hektar als Flächen für Windkraftanlagen auf Laichinger Gebiet vor. Das entspricht mehr als 1400 Fußballfeldern. Die Wälder in Laichingen sind damit nahezu vollständig betroffen. Wenn die jetzt geplanten Vorranggebiete vollständig bebaut werden, dann werden auf der Laichinger Alb auf der Grundlage der aktuellen Entwurfs des RVDI 12 Windparks mit teils bis zu 20 Windkraftanlagen bzw. insgesamt ca. 200 Windkraftanlagen (!) entstehen.
Bereits vorliegende Pläne der Investoren im Bereich Weidstetten, wo bereits zwei Anlagen neu entstanden sind, belegen das:
Während im größten Teil des RVDI kreisweit kaum Windkraftanlagen geplant sind wird Laichingen zukünftig von diesen eingekreist und zudem die Wälder in der heutigen Form zerstört und zerstückelt.
In denjenigen Bereichen der Vorranggebiete in Laichingen, die Wälder sind, ist nur ein Anteil von ca. 51 Prozent Nadelwald und damit Nutzwald. Es werden damit riesige Flächen an hochwertigem Waldbestand durch Kahlschläge geopfert. Neben dem Fundament der Windkraftanlagen selbst wird bei den Zugangswegen und den Baustelleneinrichtungen der Boden durch Abtrag der Humusschicht und enorme Bodenverdichtung durch den Transport der Anlagenteile irreversibel geschädigt, diese Flächen sind danach steinhart und haben den ökologischen Wert einer Autobahn (sichtbar bei den neuen Anlagen in Weidstetten). Auch die Zufahrten werden nicht renaturiert sondern langfristig offengehalten.
Der Laubwald ist dort damit nachhaltig vernichtet.
Im Vergleich zu Waldflächen ist es dort über 30 °C heißer, die dort vorhandene absolute Trockenheit führt zu einer weiteren Verschlechterung der bereits bestehenden kritischen Situation des Waldes.
Kartierungen belegen im gesamten Gemeindegebiet einen dichten Bestand an Greifvogelhorsten. Jeder rote Punkt hier ist ein Horst (Stand 2017):
Bei einer Planung von Windkraftanlagen im dichtest möglichen Abstand von 400 bis 500 m zueinander ist die Vernichtung oder Vergrämung dieser Arten unausweichlich. Die computerautomatisierte Abschaltung der Anlagen bei der Erkennung von geschützten Vögeln bleibt bei dieser Dichte mehr als fraglich.
Nicht nur der Verlust des Lebensraums geschützter Vogelarten sondern auch die Zerstörung der Lebensräume von Wildtieren und der in den Wäldern vorhandenen Habitatstrukturen ist verheerend. Eine von der Deutschen Wildtier Stiftung in Auftrag gegebene Studie „Windenergie im Lebensraum Wald“ des Biologen Dr. Klaus Richarz aus dem Jahr 2021 zeigt auf, welche Gefahr für die Biodiversität von Windkraft im Wald ausgeht. Sie unterstreicht die Bedeutung der Wälder für den Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland und zeigt die Risiken des Ausbaus von Windenergieanlagen im Wald auf. Wissenschaftliche Arbeiten weisen u.a. belegbar nach, dass ein Windpark im Lebensraum bei Rehwild eine höhere Stressbelastung als ein Lebensraum mit der dauerhaften Anwesenheit von Wölfen erzeugt!
Mit sinnvoller Umweltplanung hat das rein gar nichts zu tun.
Muss der Bau von Windrädern in unseren Laichinger Wäldern, jetzt offenbar auch so schnell wie möglich und im völlig übertriebenen Maß durchgesetzt werden? Aus Sicht der Betreiber ist es sogar egal, ob die Windkraftanlagen in Betrieb sind oder nicht. Wenn nicht verdienen Sie an einem Ausgleich für den Ausfall, für den wir Bürger mit unseren Strompreisen und Steuergeldern bezahlen.
Gegen diesen Wahnsinn setzen wir uns ein.
Wir wenden uns hier konsequent gegen Windkraftanlagen im Wald und in unmittelbarer Umgebung der Wälder sowie gegen das schiere Übermaß in Laichingen.
Das Landschaftsbild ist bekanntlich eines der Schutzgüter und ein wesentlicher Gegenstand des Bundesnaturschutzgesetzes. Das kann man sicher nicht mit einem flapsigen „Ach Gott“ vom Tisch wischen, wie es von Seiten der Befürworter und Profiteure dieses riesigen Geschäfts immer wieder kommt, das ist nicht akzeptabel. Im Höhenvergleich wird jede der zukünftigen Windkraftanlagen knapp doppelt so hoch sein wie das Ulmer Münster.
Die jahrhundertealte Wald-Wiesenlandschaft der Laichinger Alb ist ein Kulturgut, das von heute auf morgen mit dieser Masse von Windkraftanlagen massiv und für lange Zeit oder vielleicht für immer geschädigt wird.
Eine maßvolle und sinnvolle Planung, bei der nicht nur ausschließlich der Profit im Vordergrund steht, ist doch sehr zu wünschen.
Unsere Wälder spielen eine wesentliche Rolle beim Schutz der biologischen Vielfalt, eine globale Priorität, die nicht ignoriert werden kann (Quelle: Bundesamt für Naturschutz, Deutschland).
Es besteht das Gefühl, dass hier in einem völlig übertriebenen Maß und ohne sinnvolle Umweltplanung gehandelt wird, wobei ausschließlich der Profit im Vordergrund steht.
Es ist an der Zeit, unsere Wälder und den Wert, den sie repräsentieren, anzuerkennen und zu schützen. Dies kann beginnen, indem wir den viel zu übermäßigen Bau von Windkraftanlagen und vor allem den Bau in den Waldflächen in Laichingen stoppen. Bitte unterschreiben Sie diese Petition und unterstützen Sie diese wichtige Sache mit Ihrer Stimme für die
Reduzierung der Ausweisung von Vorrangflächen für die Windkraft in Laichingen auf maximal 1,8 Prozent und dem Ausschluss von Waldflächen.
Achtung: Beim Signieren bitte auch Ihren Heimatort angeben, danke.
(Datengrundlagen Abbildungen: eigene Fotos; Datenquellen Pläne: LGL, www.lgl-bw.de dl-de/by-2-0)
Das Problem
Link zur Vorlage für die eigene Stellungnahme beim Regionalverband (Achtung: Abgabe bis spätestens 10.11.2024!!): Vorlage Stellungnahme
Achtung: Beim Signieren bitte auch Ihren Heimatort angeben, danke.
Der Regionalverband Donau-Iller (RVDI) weist im vorliegenden Entwurf der Teilrevision Windenergie des Regionalplans für das Gemeindegebiet Laichingen für Windkraftanlagen (WKA) 14,5 Prozent der Gemeindefläche, also das Achtfache gegenüber den bundesweit vorgegebenen 1,8 Prozent aus. Ein Großteil davon betrifft die Wälder in Laichingen.
Unsere Wälder sind die ökologisch und klimatisch wertvollsten Bereiche unseres Natur- und Kulturraums. Das aktuelle Beispiel des Baus der neuen Windkraftanlagen im Bereich des Waldgebiets Weidstetten zeigt den enormen Flächenverbrauch mit riesigen Waldrodungen. Aktuell wurden für den Bau dort schon einige Hektar Waldflächen gerodet. Es geht in Laichingen zukünftig auch nicht nur um zwei oder drei Windkraftanlagen, sondern um ein Vielfaches davon, die Planung sieht 1011 Hektar als Flächen für Windkraftanlagen auf Laichinger Gebiet vor. Das entspricht mehr als 1400 Fußballfeldern. Die Wälder in Laichingen sind damit nahezu vollständig betroffen. Wenn die jetzt geplanten Vorranggebiete vollständig bebaut werden, dann werden auf der Laichinger Alb auf der Grundlage der aktuellen Entwurfs des RVDI 12 Windparks mit teils bis zu 20 Windkraftanlagen bzw. insgesamt ca. 200 Windkraftanlagen (!) entstehen.
Bereits vorliegende Pläne der Investoren im Bereich Weidstetten, wo bereits zwei Anlagen neu entstanden sind, belegen das:
Während im größten Teil des RVDI kreisweit kaum Windkraftanlagen geplant sind wird Laichingen zukünftig von diesen eingekreist und zudem die Wälder in der heutigen Form zerstört und zerstückelt.
In denjenigen Bereichen der Vorranggebiete in Laichingen, die Wälder sind, ist nur ein Anteil von ca. 51 Prozent Nadelwald und damit Nutzwald. Es werden damit riesige Flächen an hochwertigem Waldbestand durch Kahlschläge geopfert. Neben dem Fundament der Windkraftanlagen selbst wird bei den Zugangswegen und den Baustelleneinrichtungen der Boden durch Abtrag der Humusschicht und enorme Bodenverdichtung durch den Transport der Anlagenteile irreversibel geschädigt, diese Flächen sind danach steinhart und haben den ökologischen Wert einer Autobahn (sichtbar bei den neuen Anlagen in Weidstetten). Auch die Zufahrten werden nicht renaturiert sondern langfristig offengehalten.
Der Laubwald ist dort damit nachhaltig vernichtet.
Im Vergleich zu Waldflächen ist es dort über 30 °C heißer, die dort vorhandene absolute Trockenheit führt zu einer weiteren Verschlechterung der bereits bestehenden kritischen Situation des Waldes.
Kartierungen belegen im gesamten Gemeindegebiet einen dichten Bestand an Greifvogelhorsten. Jeder rote Punkt hier ist ein Horst (Stand 2017):
Bei einer Planung von Windkraftanlagen im dichtest möglichen Abstand von 400 bis 500 m zueinander ist die Vernichtung oder Vergrämung dieser Arten unausweichlich. Die computerautomatisierte Abschaltung der Anlagen bei der Erkennung von geschützten Vögeln bleibt bei dieser Dichte mehr als fraglich.
Nicht nur der Verlust des Lebensraums geschützter Vogelarten sondern auch die Zerstörung der Lebensräume von Wildtieren und der in den Wäldern vorhandenen Habitatstrukturen ist verheerend. Eine von der Deutschen Wildtier Stiftung in Auftrag gegebene Studie „Windenergie im Lebensraum Wald“ des Biologen Dr. Klaus Richarz aus dem Jahr 2021 zeigt auf, welche Gefahr für die Biodiversität von Windkraft im Wald ausgeht. Sie unterstreicht die Bedeutung der Wälder für den Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland und zeigt die Risiken des Ausbaus von Windenergieanlagen im Wald auf. Wissenschaftliche Arbeiten weisen u.a. belegbar nach, dass ein Windpark im Lebensraum bei Rehwild eine höhere Stressbelastung als ein Lebensraum mit der dauerhaften Anwesenheit von Wölfen erzeugt!
Mit sinnvoller Umweltplanung hat das rein gar nichts zu tun.
Muss der Bau von Windrädern in unseren Laichinger Wäldern, jetzt offenbar auch so schnell wie möglich und im völlig übertriebenen Maß durchgesetzt werden? Aus Sicht der Betreiber ist es sogar egal, ob die Windkraftanlagen in Betrieb sind oder nicht. Wenn nicht verdienen Sie an einem Ausgleich für den Ausfall, für den wir Bürger mit unseren Strompreisen und Steuergeldern bezahlen.
Gegen diesen Wahnsinn setzen wir uns ein.
Wir wenden uns hier konsequent gegen Windkraftanlagen im Wald und in unmittelbarer Umgebung der Wälder sowie gegen das schiere Übermaß in Laichingen.
Das Landschaftsbild ist bekanntlich eines der Schutzgüter und ein wesentlicher Gegenstand des Bundesnaturschutzgesetzes. Das kann man sicher nicht mit einem flapsigen „Ach Gott“ vom Tisch wischen, wie es von Seiten der Befürworter und Profiteure dieses riesigen Geschäfts immer wieder kommt, das ist nicht akzeptabel. Im Höhenvergleich wird jede der zukünftigen Windkraftanlagen knapp doppelt so hoch sein wie das Ulmer Münster.
Die jahrhundertealte Wald-Wiesenlandschaft der Laichinger Alb ist ein Kulturgut, das von heute auf morgen mit dieser Masse von Windkraftanlagen massiv und für lange Zeit oder vielleicht für immer geschädigt wird.
Eine maßvolle und sinnvolle Planung, bei der nicht nur ausschließlich der Profit im Vordergrund steht, ist doch sehr zu wünschen.
Unsere Wälder spielen eine wesentliche Rolle beim Schutz der biologischen Vielfalt, eine globale Priorität, die nicht ignoriert werden kann (Quelle: Bundesamt für Naturschutz, Deutschland).
Es besteht das Gefühl, dass hier in einem völlig übertriebenen Maß und ohne sinnvolle Umweltplanung gehandelt wird, wobei ausschließlich der Profit im Vordergrund steht.
Es ist an der Zeit, unsere Wälder und den Wert, den sie repräsentieren, anzuerkennen und zu schützen. Dies kann beginnen, indem wir den viel zu übermäßigen Bau von Windkraftanlagen und vor allem den Bau in den Waldflächen in Laichingen stoppen. Bitte unterschreiben Sie diese Petition und unterstützen Sie diese wichtige Sache mit Ihrer Stimme für die
Reduzierung der Ausweisung von Vorrangflächen für die Windkraft in Laichingen auf maximal 1,8 Prozent und dem Ausschluss von Waldflächen.
Achtung: Beim Signieren bitte auch Ihren Heimatort angeben, danke.
(Datengrundlagen Abbildungen: eigene Fotos; Datenquellen Pläne: LGL, www.lgl-bw.de dl-de/by-2-0)
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Petition am 23. Juni 2024 erstellt