

von Petra Kipper
Liebe Unterstützer der Wildtierarche Rodgau,
heute möchte ich euch ein erfreuliches Update mit einem kleinen Wermutstropfen geben:
Seit 2019 ist die Wildtierarche Rodgau wieder als staatlich anerkannte Auffangstation für heimische und exotische Wildtiere und Gefahrentiere nach HSOG § 43 a vom Regierungspräsidium Darmstadt anerkannt und gelistet.
Die Amtsärztin, die mir 15 Jahre mein Leben schwer gemacht hat, befindet sich nicht mehr im Kreis Offenbach. Ihr Wirkungskreis ist nun ein anderer.
Durch die, auch in der Vergangenheit, fortlaufende konstruktive Zusammenarbeit mit Behörden, wie dem Regierungspräsidium Darmstadt, der Polizei, Feuerwehr, Zoll, Tierärzten -und Kliniken, Tierheimen sowie den wenigen noch vorhandenen Auffangstationen und meinen beruflichen Tätigkeiten, ist mein durch den Mobbingversuch geschädigter Ruf, wiederhergestellt.
Dafür bin ich sehr dankbar.
Gestern gab es eine Begehung in meinen neu aufgebauten Räumlichkeiten in Dudenhofen mit Mitarbeiterinnen des Regierungspräsidiums Darmstadt.
Ebenfalls hatte ich die Ehre, zwei Mitarbeiterinnen der Hessischen Tierschutzstiftung in meinen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen, die sehr beeindruckt waren.
Als anerkannte Station habe ich nun die Möglichkeit Anträge zur finanziellen Unterstützung zu stellen. Diese beziehen sich mit der Übernahme von 20 % auf Futtermittel und Tierarztkosten. Ebenso besteht die Möglichkeit für Baumaßnahmen bis zu 80 % der Kostenübernahme zu beantragen.
Dies ist ebenso super, wie der freiwillig geleistete Beitrag von 6000 Euro Zuschuss der Stadt Rodgau. Vielen Dank hierfür an dieser Stelle!
Nun kommt jedoch der Wermutstropfen:
80 % der Futter- und Tierarztkosten sowie 20% Prozent der Baumaßnahmen hängen nach wie vor an mir.
In diesem Jahr war es die heftigste Situation seit Jahrzehnten in Bezug auf die Aufnahme und Versorgung sämtlicher in Not geratener Tiere, da in diesem Jahr viele Auffangstationen in Hessen, aus unterschiedlichsten Gründen geschlossen haben.
Dies abzufangen war extrem hart.
Ich bekam zum Teil bis 18 Anrufe pro Minute und es hat sehr viel Energie gekostet 24/7 dies zu stemmen.
Natürlich auch zeitlich und vor allem finanziell.
Die Kosten waren so immens hoch, dass es mich nun persönlich in eine sehr sehr schwierige finanzielle Situation gebracht hat.
Eine Hypothek auf mein noch nicht abbezahltes Reihenhaus aufzunehmen, um weiterhin ehrenamtlich im Tier-und Artenschutz tätig sein zu können?
Ich warte immer noch auf meine zwei Fortsetzungsfeststellungsklagen beim Verwaltungsgericht Darmstadt aus dem Jahr 2019. Ich erhoffe mir hieraus die Amts -und Landeshaftung durch die Vorgehensweise des zuständigen Veterinäramtes in der Vergangenheit.
Die wirtschaftliche Situation in Deutschland sowie die gestiegenen Kosten im Energiebereich haben die Situation ebenfalls eskalieren lassen.
So hatte ich Anfang des Jahres schon eine Stromnachzahlung von 4600 Euro.
Hinzu kamen Kosten für den Aufbau der Station, Futtermittel sowie Tierarztkosten.
Dies mit meinem privaten Geld zu stemmen, war kaum zu schaffen.
Umso dankbarer war ich für jede Spende.
Um auch im nächsten Jahr dieses so wichtige Ehrenamt weiterführen zu können, muss ich nun jetzt erstmal meinen finanziellen „Supergau“ von diesem Jahr in den Griff bekommen, damit ich überhaupt eine Möglichkeit hätte, weitermachen zu können.
Leider ist auch meine berufliche Tätigkeit im umweltpädagogischen Bereich betroffen, da natürlich auch Kindergärten und Schulen finanziell nicht mehr so häufig die finanziellen Mittel besitzen, um Vorträge bei mir zu buchen.
Je weniger ich verdiene, desto weniger finanzielle Möglichkeiten habe ich, die Station weiterführen zu können.
Mit meiner fachlichen Expertise würde es mir moralisch sehr schwer fallen, aus finanziellen Gründen den Tieren nicht mehr helfen zu können oder diese gar wegschicken zu müssen und sie ihrem Schicksal zu überlassen.
Die Wildtierarche ist als anerkannte Bildungsstätte vom Bundesministerium für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ebenfalls eine wichtige Lehrstätte für Kinder und Jugendliche.
Plätze für Bundesfreiwillige sowie Praktikumsplätze sind als Bildungsstätte gegeben und ebenfalls können Menschen, die Arbeitsweisungen ableisten müssen, dies bei der Wildtierarche Rodgau tun.
Vielleicht finde ich mit eurer Hilfe auch Unternehmen als Unterstützer, wie damals die Fraport AG, die mene Expertise den Kindergärten und Schulen gesponsert hat, indem sie meine Vortragskosten übernommen haben.
Dies wäre ein toller Beitrag im Bereich der Bildungspolitik.
Natürlich ist meine Vision, dass die Politik sowie zuständige Behörden irgendwann, wie in den Gesetzen vorgegeben, auch die finanzielle Verantwortung übernehmen und wir Auffangstationen wenigstens die Kosten komplett erstattet bekommen.
Ich wäre euch, bis dies irgendwann einmal der Fall sein wird, über eure weitere moralische und finanzielle Unterstützung sehr dankbar!
Bis dahin verbleibe ich mit gaaaaanz gaaanz lieben, von Herzen kommenden Grüßen und wünsche eine schöne Adventszeit
Eure Petra Kipper
Die Spendenmöglichkeit besteht hier
oder direkt auf
das Spendenkonto der Wildtierarche:
Sparkasse Langen-Seligenstadt
IBAN: DE41 5065 2124 0002 1188 34
BIC: HELADEF1SLS