

1 Jahr und zwei Tage sind nun seit der letzten Gerichtsverhandlung der Wildtierarche Rodgau e.V. vergangen, in der die zuständigen Mitarbeiter des Kreises auch versucht haben, meine berufliche Tätigkeit als Referentin für Tier- und Naturschutz zu untergraben.
Was mag in den Köpfen und Herzen dieser Menschen vorgehen, deren Tätigkeit dem Tierschutz gelten sollte?
Ist es nicht jedes Geschöpf wert, Hilfe zu bekommen, wenn es diese benötigt?
Bürokratie, die willkürlich eingesetzt wurde, um einzelnen Menschen zu schaden.
Gerade jene Menschen, die sich aus tiefstem Herzen mit den Tieren verbunden fühlen?
Vielleicht, weil diese Menschen selbst diese Herzenswärme nicht spüren können?
Vielleicht sind diese noch ärmere Geschöpfe als die Tiere, die wegen dieser Vorgehensweise leiden mussten oder sogar ihr Leben gelassen haben.
Gerade in dieser besinnlichen Zeit, haben wir die Möglichkeit zu lernen zu vergeben und darauf zu vertrauen, dass alles einem höheren Zweck dient.
Ich bin der festen Überzeugung, dass alles zum Wohle aller ausgehen wird.
Natürlich waren die letzten 15 Jahre eine harte Prüfung für mich und besonders für meine Kinder, meine Familie und meine Freunde.
Gelitten haben dadurch viele Menschen und Tiere.
Wie viel Zeit ist mir mit meinen Kindern verloren gegangen, die mich immer in ALLEN Bereichen unterstützt haben und stolz auf mich sind. Genauso stolz bin ich auf meine 4 Kinder, die sich durch diese Zeit zu wunderschönen, tollen Menschen entwickelt haben und durch diese ganzen Klageverfahren und Kosten, die dadurch entstanden sind, nicht nur auf viele materiellen Dinge verzichtet haben.
Was hat es für mich bedeutet, dass ich letztes Jahr nicht die Chance ergriffen habe, meine Eltern noch einmal zu treffen, bevor mein Vater gestorben ist?
Das Geld, dass mir in dem Moment gefehlt hat um „mal schnell“ nach Spanien zu fliegen, so dass ich bei der Trauerfeier und Urnenbeisetzung meines Vaters und meines Bruders Patrick (gestorben am 26.04.) nicht dabei sein konnte.
Ich trage sie in meinem Herzen.
So kommen und gehen Menschen durch Tod oder verschwinden aus unserem Leben.
So ist nun nach 15 Jahren „Kampf“ auch Frau Dr. Jugl aus dem Veterinäramt des Kreises Offenbach "verschwunden" und wird voraussichtlich im Kreis Wetterau tätig werden.
Passend zur Adventszeit, ist es sehr still um das Veterinäramt Kreis Offenbach.
Auch das Verwaltungsgericht Darmstadt schweigt noch zu meinen eingereichten Fortsetzungsfestellungsklagen. Beide Klagen wurden am 11.08.2020 eingereicht.
Im Oktober 2019 war ich finanziell gezwungen, meine große Station, mein Lebenswerk aufzulösen.
Die erneut am 12.06.2019 ausgesprochene staatliche Anerkennung des Regierungspräsidium Darmstadt als Auffangstation für einheimische und exotische Wildtierarten, ist nach wie vor rechtskräftig, da sich diese auch auf das Grundstück an meinem Haus bezieht, wo sich die Außengehege seit etlichen Jahren befinden.
Dennoch sah es das Veterinäramt als Chance an, zu versuchen, die Klageverfahren zu stoppen und somit nicht nur meine berufliche Existenz, sondern auch die Wildtierarche als anerkannte Bildungsstätte des Bundesministeriums für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zu zerstören.
Was den zuständigen Mitarbeitern des Kreises augenscheinlich nicht bewusst ist, dass eine Veterinärbehörde einen Verein, zumindest, nicht mit mir als 1te Vorsitzende zerstören kann.
5 Plätze für Bundesfreiwillige, Absolvierung der Bildungstage, Ableisten von Sozialstunden, Praktikumsplätze.
Ebenfalls wird es nicht gelingen, meine berufliche Tätigkeit weiterhin zu untergraben, da sich diese strittige Halteerlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz auf Wirbeltiere bezieht.
Somit kann ich weiterhin meinen Tätigkeiten mit Wirbellosen und den vom Hauptzollamt Gießen zur Verfügung gestellten Exponaten, wie z.B. ausgestopfte Krokodile und Cobras ausüben.
Ebenfalls kooperiere ich nach wie vor als Expertin mit dem Regierungspräsidium Darmstadt, welches mir seit Jahrzehnten Tiere durch Überlassungsverträge, wie Schlangen und Schildkröten, anvertraut.
Ich habe nun die Station und meine beruflichen Räume, wie vor dem Jahr 2009, wieder bei mir Zuhause aufgebaut bzw. bin ich immer noch dabei, weil mir gerade nachts immer noch tolle Ideen kommen, was ich für „meine Tiere“ noch bauen könnte.
Da bleibt zwar zum Beispiel meine dringend benötigte Autoreparatur finanziell auf der Strecke, aber es fährt noch. Auch wenn der Scheibenwischer mittig stehen bleibt, die Zentralverriegelung nicht mehr geht und mir eine Fehlermeldung entgegenleuchtet.
So wäre ich euch dankbar, wenn ihr mich weiterhin finanziell unterstützen könntet, da das Klageverfahren, wenn es dann erfolgreich ausgeht, etliche Anträge, nach sich ziehen wird, die wiederum mit sehr viel Kosten verbunden sind.
Ziel der Fortsetzungsfestellungsklagen ist natürlich auch, dass die Amts- und Landeshaftung greift und ich meine rund 260.000 Euro, die mich diese Vorgehensweise des Kreises Offenbach in den letzten 15 Jahren gekostet hat, als Entschädigung wieder zurückerhalte.
Was mich diese rufschädigende Vorgehensweise gekostet hat, kann ich nicht ermessen.
Ebenfalls nicht meine Dankbarkeit für die ganzen Unterstützer.
Diese Wertschätzung, die mir entgegengebracht wird, ist unbezahlbar.
So wünsche ich euch allen, eine besinnliche, fröhliche Adventszeit mit euren Liebsten
Eure Petra Kipper