Petition updateWildtierarche Rodgau muss erhalten bleiben!Meine Seele weint, mein Herz blutet
Vladislav Altbregin
Jan 29, 2020

Liebe Unterstützer*innen, liebe Freunde,

ich sitze gerade mit Tränen in den Augen vor dem PC. Was ist nur mit uns, Menschen, los? Wieso zerstören bestimmte Menschen das Leben und die Existenz von denen, die in dieser Welt so dringend gebraucht werden? Wieso sind wir nur so kleinkariert? Mit UNS meine ich auch und vor allem solche Menschen, die gegen eine gute und wichtige Sache kämpfen. WARUM NUR?

Zusammen wollten wir, liebe Unterstützer*innen, die Wildtierarche Rodgau retten. Unsere Anstrengungen und der gesammelte Betrag in Höhe von über 20 Tsd. Euro waren für Petra eine wichtige Stütze in ihrem Kampf mit Behörden. Leider wurden wir dabei alle ausgetrickst. Wir waren zu naiv zu glauben, dass alles gut werden kann. Petra steht nun vor dem kompletten Aus. Ihre tolle und hochprofessionelle einzigartige Station liegt in den Scherben. Tausende Tiere wurden in der Vergangenheit gerettet. Tausende Tiere starben und werden noch sterben müssen. Tiere, die auf eine professionelle Hilfe von Petra Kipper angewiesen sind, erleiden einen langsamen qualvollen Tod. WARUM NUR?

Ich muss zugeben, es ist nicht einfach für mich, die aktuellen Zeilen von Petra Kipper zu lesen, die ich nachfolgend mit ihrer Erlaubnis ungekürzt veröffentliche.

Liebe Mitmenschen, liebe Freunde, die das Gute im Herzen tragen. Bitte, bitte, helft Petra mit materieller und immaterieller Unterstützung. Sie braucht Euch, sie braucht UNS alle! Und solange wir noch wenigstens einem Tier in Not helfen können, dürfen wir nicht aufgeben! Bitte kämpft für Petra und für Tiere! 

DANKE!

********

Update von Petra Kipper vom 30.01.2020

Erstmal gehe ich zeitlich in den Oktober 2015 zurück.

In diesem Monat hatte ich die Verlängerung der Halteerlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz für die Wildtierarche Rodgau e. V. beantragt sowie einige zusätzliche Tierarten zur Aufnahme.

Also ganze 10 Monate bevor die vorhandene Erlaubnis am 01.08.2016 wegen der Befristung vom zuständigen Veterinäramt ausläuft.

Da im Tierschutzgesetz bei einen Neuantrag der Behörde eine maximale Bearbeitungszeit von vier Monaten gewährt wird, dachte ich, dass dies sogar das Veterinäramt Offenbach hinbekommen müsste.

Die Vergangenheit hat mich ja schon eines besseren belehrt. Da waren sogar Bearbeitungszeiten von sechs Jahren inklusive einem Klageverfahren dabei.

Naja, war ja ein neuer Raum, da kann das wohl schon mal dauern, aber eine vorhandene unveränderte Einrichtung zu verlängern dürfte eigentlich nicht so schwierig sein.

Eine Amnesie meiner Fachkompetenz wurde auch nicht zwangsläufig durch eine, vorwiegend im Kreis Offenbach übliche Befristung, ausgelöst.

Dann wurde so wie es scheint, lediglich die im Jahr 2013 angekündigte Drohung seitens zweier Amtsärztinnen nach meiner ersten Fachaufsichtsbeschwerde, wahrgemacht mich „ fertig“ zu machen. Aussagekräftig war der Hinweis, dass ja meine ganzen Genehmigungen nur befristet seien.

Also seitens der Veterinärbehörde Abwarten und Tee trinken bis die Verlängerungsanträge kommen.

So war abzusehen, dass das zuständige Veterinäramt, alles ablehnte, was ich beantragt hatte.

Aber wie bekommt man das als zuständige Behörde hin?

Indem man auf einmal sämtliche Sachkunde und meine Zuverlässigkeit in Frage stellt, angebliche Mängel, rückwirkend, ohne den Nachweis von gesetzlich vorgeschriebenen „ Mängelprotokollen“ in den Raum wirft. Abgesehen davon, dürfte man, bei Vorhandensein, diese beheben.

Auch von Baumängeln war die Rede. Ich habe  schriftlich vom Kreis Bauamt das dies nicht der Fall war.

Der darauf folgende Schriftverkehr meiner Anwälte und  auch eingeleitete Dienstaufsichtsbeschwerden und ein Mediationsverfahren, hinderte die zuständige Veterinärbehörde nicht, weiterhin rechtswidrig zu agieren, wie Verletzung der Schweigepflicht beim Mediationsverfahren oder diese haltlosen Vorwürfe öffentlich oder bei anderen Behörden gebetsmühlenartig immer wieder und wieder anzubringen.

Nach dem Motto“ steter Tropfen höhlt den Stein“. Wir kommunizieren das lange genug und dann wird  der Ruf von Frau Kipper schon erfolgreich darunter leiden.

Gelitten haben in erster Linie die Tiere die wir ablehnen mussten, die entweder gestorben sind oder in einer auf einmal aus dem Nichts erschienen Auffangstation, die nicht diese bürokratischen Hürden nehmen muss, aufgenommen wurden.

Jedoch auch das wunderte mich nicht, da mir ein Behördenmitarbeiter schon 2015 sagte, dass die zuständige Veterinäramtsleiterin in meiner Nachbarschaft eine Wildtierstation aufbaut.

Okay, dass das jemand ursprünglich aus meinem Verein war, der erst 2014 das erste mal mit einem Wildtier zu tun hatte, lassen wir mal ohne Wertung so im Raum stehen.

Das diese Person im Dezember eine Strafanzeige gegen mich erstattet hat, auch.

Das ich für das Verfahren natürlich einen Anwalt brauche, was auch wieder mit Kosten verbunden ist, könnte natürlich ein strategischer Schachzug sein.

Sowas geht gar nicht unter „Tierschützern“.

Wir müssen gegen den Behördenwahnsinn zusammen halten und das tut man, wenn für einen wirklich Tierschutz im Fokus steht und nicht augenscheinlich eigene Interessen vertritt.

Apropos Strafanzeigen.

Ist schon faszinierend, dass etliche Strafanzeigen gegen Mitarbeiter des Veterinäramts Kreis Offenbach sowie gegen den Landrat in den letzten Jahren von der Staatsanwaltschaft nicht eröffnet wurden, aber gegen Unterstützer der Wildtierarche Rodgau e. V. und andere Kläger schon.

Das gibt einem schon zu denken und lässt an unserem Rechtssystem zweifeln.

Aber wie heißt es so schön: „Recht haben und Recht bekommen, ist zweierlei“

Einen Hoffnungsschimmer entwickelten jedoch am 4ten Dezember einige Betroffene als die 5te Kammer des Verwaltungsgerichts Darmstadt von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit Klagen gegen  das zuständige Veterinäramt beschäftigt waren.

Ich würde mal sagen, dass war kein guter Tag für den Kreis Offenbach.

Vorher schriftlich bestätigten mir zusätzlich Mitarbeiter des Regierungspräsidiums, des Zolls und als mein Rechtsbeistand während der Verhandlung Herr Dr. Wicker ehemaliger Leiter des Exotariums und stellvertretender Zoodirektor des Frankfurter Zoos.

Was heißt das für die Wildtierarche:

Kleinlaut und inzwischen vom Gericht schriftlich musste das zuständige Veterinäramt meine Sachkunde sowie Zuverlässigkeit bestätigen, auch wenn ich der Form halber die Klage zurück ziehen musste.

Warum???????

Weil inzwischen dieser Rufmord gegen mich, dass meine Station angeblich geschlossen wäre, meine berufliche Tätigkeit so untergraben hat, dass viele Kindergärten und Schulen meine Vorträge nicht mehr gebucht haben, obwohl die ganze Zeit die Räumlichkeiten beruflich genehmigt waren.

Klar, sie dachten ja es gibt „ mich“ nicht mehr.

Für Auftraggeber von mir, könnte sich dies ebenfalls negativ auswirken.

Und genau das ist im Sommer passiert, so dass ich nicht mehr gewährleisten konnte, die 1600 Euro Miete und Strom monatlich zu bezahlen. Ich sah und sehe sogar die Gefahr, das Dach über dem Kopf für meine Kinder zu verlieren.

Also löste ich die Station auf und baute sie wie vor 12 Jahren bei mir Zuhause auf.

Ein gefundenes Fressen für das Veterinäramt.

Sofort ging ein Schreiben an das Gericht, das sich nun die Klagen erledigt hätten, weil es ja die Station nicht mehr gäbe.

Gibt ja noch Feststellungsklagen, die Möglichkeit Strafanzeigen zu erstatten….

Aber mal ganz ehrlich, eine Änderung des Erlaubnisbescheids hätte es auch getan, oder spielt es eine Rolle, ob ein Terrarium in der Kronberger Straße oder in der Dekan-Schuster Straße steht?

Ich musste ja jedes einzelne Terrarium mit Tierbesatz aufmalen und wo es steht…..

Aber was ist, wenn ein Tier wächst und ich es in ein größeres Terrarium setzen muss? Blöd, Erlaubnis nicht mehr gültig, ist ja nicht mehr wie in der Genehmigung.

Wenigstens waren die Gehege mit einer entsprechenden Erlaubnis dort schon vorhanden, aber die Erlaubnis ist jetzt auch nicht mehr gültig.

Früher hatte ich dort schon mehr Genehmigungen als in meiner hoch professionellen 300 qm Station.

Da dachte ich mir, dann kann ich auch dort wieder alles aufbauen.

Natürlich kam direkt der Hinweis, dass ich dann auch meine Vorträge ohne Erlaubnis nicht mehr ausüben darf. Ein klares Verbot meiner beruflichen Tätigkeit!!!!

Interessant!!!!!

Dieses Veterinäramt, deren Mitarbeiter von unseren Steuergeldern bezahlt werden, sorgen mit ihrer Fachkompetenz dafür, dass ich, schwerbehindert durch eine Krebserkrankung, die täglich Geld verdienen kann, unter anderem durch Schulungen der Tierpfleger des Frankfurter Flughafens, dass ich jetzt bei einer anderen Kreis Behörde Hartz 4 beantragen musste? Auch wieder auf Kosten des Steuerzahlers.

Schade dass der Landrat sich offensichtlich noch im Winterschlaf befindet, sonst könnte er, wie ich dies dem Gericht sowie Veterinäramt mitteilte, mal darauf hinweisen, dass sich die Erlaubnis auf Wirbeltiere bezieht und ich nach wie vor Vorträge mit Wirbellosen sowie Exponaten, die mir der Zoll zur Verfügung gestellt hat, durchführen.

Das dies meine nachhaltige Arbeit und damit die Wissensvermittlung für andere, insbesondere für unsere Kinder und Jugendliche schmälert, ist in Zeiten des Artensterbens und des Tier-und Artenschutzes nicht nachvollziehbar.

Ich schule Tierpfleger in Bezug auf neue EU Verordnungen, Gefahrentiere, aber darf kein Tier aufnehmen. Nicht mal ne Maus, ein Frosch  oder Taube oder egal wer ne Wirbelsäule hat.

Lieber das Tier sterben lassen.

Aber in einem Telefonat mit einer dieser Amtsärztinnen sickerte sowieso in Bezug auf Wildtiere eher die Frage  durch, warum ich gewisse Tiere aufnehmen will, schließlich wären dafür die Jäger zuständig diese zu erlegen.

Ob die Zuständigen im Veterinäramt vergessen haben, dass ihr Tätigkeitsbereich „Tierschutz“ beinhaltet.

Ich musste zwar die Station enorm verkleinern und habe für ca. 35000 Euro Terrarien, Inkubatoren, Käfige ect. an andere Stationen, Vivarium und Tierheime verschenkt und musste aus Platzgründen ganz viel wegschmeißen und viele Tiere anderweitig unterbringen um hinterher festzustellen, dass ich zu vorschnell Sachen weggegeben habe.

Nun kann ich für teures Geld wieder einiges Anschaffen.

Natürlich blutet mir mein Herz, dass ich die Station aufgeben musste, wo ich gerade einen neuen Therapie und Bewegungsraum dazu gemietet und ausgebaut hatte. Die Möbel sind auch auf dem Sperrmüll gelandet.

Ebenfalls muss ich durch den Umzug nun 24 Baunutzungsänderungen/Befreiungs/Baugenehmigungen ect. beantragen.

Dafür brauche ich natürlich einen Architekten. Kostet auch wieder Geld.

Gotte sei Dank steht die Stadt Rodgau hinter mir und auch die Mitarbeiter vom Kreisbauamt sind total nett.

AAAAber, ich habe unter anderem in meinem Leben Krebs überlebt, vier tolle Kinder alleine groß  gezogen und das was ich jetzt aufgebaut habe ist kleiner aber noch schöner und liebevoller gestaltet und ich werde niemals aufgeben.

Vielleicht habe ich den Krebs unter anderem deshalb überlebt um diese Vorgehensweise, die in ihrem Verhalten stark an  infiltrierende Krebszellen erinnert, durchzustehen.

Gewisse Menschen können mir das Leben erschweren, aber mir niemals meine Freude am Leben, meinen Visionen und Idealen nehmen.

Ich werde immer einen Weg finden weiter zu machen.

So hoffe ich, dass ihr mich weiter unterstützt.

Moralisch ist mir persönlich das Wichtigste, mein extrem ungünstiger Kontostand drängt sich jedoch bedenklich in den Vordergrund so, dass ich euch schweren Herzens doch um finanzielle Unterstützung bitten möchte.

Eure Petra Kipper

Telefon: 0162/4954540

www.wildtierarche-rodgau.de

www.petrakipper.de

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