Wieder ein Fall an der HU: Andreas Eckert – Konsequenzen für sexualisierte Gewalt

Das Problem

Die Humboldt-Universität zu Berlin hat ein strukturelles Problem: Seit Jahren gibt es Berichte über mutmaßliche sexualisierte Übergriffe und Grenzüberschreitungen. 

Immer wieder werden entsprechende Schilderungen von Student:innen und Nachwuchswissenschaftler:innen bekannt. Einer der Berichte stammt von einer Gastwissenschaftlerin, die mutmaßliche Übergriffe durch Prof. Dr. Andreas Eckert, Professor für die Geschichte Afrikas an der Humboldt-Universität zu Berlin, schildert – Vorfälle, die sich nach ihren Angaben in seinem Büro, hinter verschlossener Tür ereignet haben sollen. „Es waren Menschen da", so ihre Darstellung. Und trotzdem: niemand hat geholfen.

Der Bericht ist kein Einzelfall. Vorwürfe dieser Art gegen Prof. Dr. Andreas Eckert sollen bereits seit Jahren im Umlauf sein. Trotzdem konnte die betreffende Person ihre Karriere ungestört fortsetzen. Der Grund: ein System, das Täter schützt, solange sie Drittmittel bringen, einflussreich sind und sich das Schweigen für alle Beteiligten lohnt.

Wir sagen: Es reicht.

Wir respektieren die Unschuldsvermutung. Gleichzeitig müssen die vorliegenden Berichte ernst genommen werden und wir fordern von der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Dekanat der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät und dem Präsidium:

  • Den sofortigen Rücktritt der Person, gegen die die Vorwürfe erhoben werden, und somit Entzug aller Lehrverpflichtungen und Funktionen.
  • Eine unabhängige Untersuchung aller bisherigen Vorwürfe und möglicher systematischer Vertuschungen
  • Den konsequenten Ausbau von Beschwerde-, Schutz- und Awarenessstrukturen für Betroffene an der HU.
  • Eine hochschulöffentliche Stellungnahme zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Wissenschaftsbetrieb.


Sexualisierte Gewalt ist kein Randproblem. Sie ist strukturell. Dass Betroffene schweigen müssen, weil ihr Aufenthaltsstatus, ihre Forschungskarriere oder ihre psychische Gesundheit davon abhängen, ist ein unhaltbarer Zustand. Dass die HU bis heute schweigt, ist ein Skandal.

Studierende, Mitarbeitende und solidarische Unterstützer:innen. Es wird Gerechtigkeit gefordert. Es wird Schutz gefordert. Es werden Konsequenzen gefordert.

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Die Humboldt-Universität zu Berlin hat ein strukturelles Problem: Seit Jahren gibt es Berichte über mutmaßliche sexualisierte Übergriffe und Grenzüberschreitungen. 

Immer wieder werden entsprechende Schilderungen von Student:innen und Nachwuchswissenschaftler:innen bekannt. Einer der Berichte stammt von einer Gastwissenschaftlerin, die mutmaßliche Übergriffe durch Prof. Dr. Andreas Eckert, Professor für die Geschichte Afrikas an der Humboldt-Universität zu Berlin, schildert – Vorfälle, die sich nach ihren Angaben in seinem Büro, hinter verschlossener Tür ereignet haben sollen. „Es waren Menschen da", so ihre Darstellung. Und trotzdem: niemand hat geholfen.

Der Bericht ist kein Einzelfall. Vorwürfe dieser Art gegen Prof. Dr. Andreas Eckert sollen bereits seit Jahren im Umlauf sein. Trotzdem konnte die betreffende Person ihre Karriere ungestört fortsetzen. Der Grund: ein System, das Täter schützt, solange sie Drittmittel bringen, einflussreich sind und sich das Schweigen für alle Beteiligten lohnt.

Wir sagen: Es reicht.

Wir respektieren die Unschuldsvermutung. Gleichzeitig müssen die vorliegenden Berichte ernst genommen werden und wir fordern von der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Dekanat der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät und dem Präsidium:

  • Den sofortigen Rücktritt der Person, gegen die die Vorwürfe erhoben werden, und somit Entzug aller Lehrverpflichtungen und Funktionen.
  • Eine unabhängige Untersuchung aller bisherigen Vorwürfe und möglicher systematischer Vertuschungen
  • Den konsequenten Ausbau von Beschwerde-, Schutz- und Awarenessstrukturen für Betroffene an der HU.
  • Eine hochschulöffentliche Stellungnahme zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Wissenschaftsbetrieb.


Sexualisierte Gewalt ist kein Randproblem. Sie ist strukturell. Dass Betroffene schweigen müssen, weil ihr Aufenthaltsstatus, ihre Forschungskarriere oder ihre psychische Gesundheit davon abhängen, ist ein unhaltbarer Zustand. Dass die HU bis heute schweigt, ist ein Skandal.

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