Werkstätten für Menschen mit Behinderung ohne Arbeitsbereiche – Nein Danke!!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Gaby Kollmann und 12 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Werkstätten für Menschen mit Behinderung ohne Arbeitsbereiche– Nein Danke!!

Die Werkstätten sind für Menschen mit Behinderung ein Lebensinhalt. Sie bedeuten für sie Teilhabe an der Arbeitswelt unter geschützten Rahmenbedingungen. Viele davon kommen vom 1. Arbeitsmarkt und sind nicht mehr in der Lage, dort unter den herrschenden Bedingungen arbeiten zu können und zu wollen. Laut der kürzlich veröffentlichten Entgeltstudie wollen 75% der Werkstattbeschäftigten auch weiterhin dort arbeiten. Von den 25% die sich einen Arbeitsplatz auf dem 1. Arbeitsmarkt vorstellen können, ist unter anderem nicht bekannt, wer von ihnen sich dort dauerhaft bewähren könnte.

Den meisten Werkstattbeschäftigten ist es wichtig, ihren gesellschaftlichen Beitrag, ihre Teilhabe an Arbeit, unter den Voraussetzungen, die es ihnen ermöglichen und die in Werkstätten gegeben sind, zu leisten.  

Nun erfahren wir, dass die amtierende Bundesregierung, maßgeblich das BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), über Vorschläge spricht und Inhalte diskutiert, in denen die Werkstätten und Berufsbildungsbereiche in katastrophaler und radikaler Weise umstrukturiert werden sollen. 

Des Weiteren wurden die Werkstatträte Deutschland sowie deren Landesvertretungen nicht von Anfang an in den Dialogprozess einbezogen, obwohl sie und ihre Kolleginnen und Kollegen direkt von den gewünschten Änderungen des BMAS betroffen sind.

Es ist unter anderem auch dem Engagement von WRD zu verdanken, dass diese Änderungen nicht zum Jahresende 23 ohne Mitwirkung in ein Gesetz verabschiedet wurden.

Wir fordern Kontakt auf Augenhöhe und barrierefreien Zugang zu Informationen damit Politiker nicht so offensichtlich die Bedürfnisse der überwiegenden Mehrheit der Werkstattbeschäftigten übersehen. 

Wir fordern die Politiker auf, Inklusion auch bei diesen Themen verantwortungsvoll umzusetzen!

Auch wenn die EU die Werkstätten in Deutschland wegen angeblicher Inklusionsverhinderung abschaffen will und die Bundesregierung damit unter Druck setzt, heißt das nicht, dass dies richtig ist!!!

Schlechte Beispiele zum Thema Inklusion und Teilhabe an der Arbeitswelt, können wir in anderen EU-Staaten sehen, in denen es keine Werkstätten mehr gibt.

Frau Langensiepen, Europa-Parlamentarierin der Grünen, die für die Abschaffung der Werkstätten plädiert, spricht nicht mit uns. Sie sieht die Situation aus Sicht einer Körperbehinderten mit Studium in bevorzugter Stellung, ohne sich die Mühe zu machen, die Belange von Menschen mit einer kognitiven, seelischen, psychischen, körperlichen oder anderen Einschränkung zu betrachten.

Wir wollen nicht, dass nur der Schein zählt!

Wir fordern, dass Menschen mit Behinderung auch weiterhin das Recht auf Teilhabe an der Arbeitswelt in geschütztem Rahmen haben!!!

Die Pläne der Ampelregierung machen den betroffenen Personen Angst und entsprechen in keinem Handlungsfeld deren Bedürfnissen. Auf diese Weise wird unter dem Deckmantel von Inklusion nicht wertschätzend und nicht auf Augenhöhe verhandelt.

Wir fragen uns, warum entscheiden Leute über das Arbeitsleben von anderen, wenn sie weder den Personenkreis noch deren Arbeitsbedingungen kennen?                                                  
Damit sind wir nicht einverstanden! 

Weiterentwicklung ist uns wichtig, aber mit echter Teilhabe an Arbeit auch in Werkstätten!

Deshalb fordern wir: 

Die Arbeitsbereiche in den Werkstätten müssen weiterhin erhalten bleiben!                  
Es muss weiterhin ein echtes und realistisches Wahl- und Wunschrecht der Werkstattbeschäftigten geben! 

Für alle, die sich auf dem 1. Arbeitsmarkt beweisen möchten, fordern wir von der Politik, die Werkstätten personell und finanziell zu befähigen, um eine stärkere Orientierung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit Anspruch auf personenzentrierte Unterstützungsleistungen umsetzen zu können. 

 

Mit unserer Petition möchten wir dringend darauf aufmerksam machen, dass über Werkstätten entschieden wird, ohne die Bedürfnisse der Betroffenen zu berücksichtigen.  

Wir benötigen und bitten um ihre Unterstützung, um unsere Forderungen durchzusetzen, damit auch Menschen mit Behinderung, die in Werkstätten arbeiten möchten, dort weiterhin Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht wird!

Bitte unterstützen sie unsere Forderungen durch ihre Unterschrift.

avatar of the starter
Lukas LavesPetitionsstarter*inInstagram: roccogranata.ofc

52.417

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Gaby Kollmann und 12 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Werkstätten für Menschen mit Behinderung ohne Arbeitsbereiche– Nein Danke!!

Die Werkstätten sind für Menschen mit Behinderung ein Lebensinhalt. Sie bedeuten für sie Teilhabe an der Arbeitswelt unter geschützten Rahmenbedingungen. Viele davon kommen vom 1. Arbeitsmarkt und sind nicht mehr in der Lage, dort unter den herrschenden Bedingungen arbeiten zu können und zu wollen. Laut der kürzlich veröffentlichten Entgeltstudie wollen 75% der Werkstattbeschäftigten auch weiterhin dort arbeiten. Von den 25% die sich einen Arbeitsplatz auf dem 1. Arbeitsmarkt vorstellen können, ist unter anderem nicht bekannt, wer von ihnen sich dort dauerhaft bewähren könnte.

Den meisten Werkstattbeschäftigten ist es wichtig, ihren gesellschaftlichen Beitrag, ihre Teilhabe an Arbeit, unter den Voraussetzungen, die es ihnen ermöglichen und die in Werkstätten gegeben sind, zu leisten.  

Nun erfahren wir, dass die amtierende Bundesregierung, maßgeblich das BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), über Vorschläge spricht und Inhalte diskutiert, in denen die Werkstätten und Berufsbildungsbereiche in katastrophaler und radikaler Weise umstrukturiert werden sollen. 

Des Weiteren wurden die Werkstatträte Deutschland sowie deren Landesvertretungen nicht von Anfang an in den Dialogprozess einbezogen, obwohl sie und ihre Kolleginnen und Kollegen direkt von den gewünschten Änderungen des BMAS betroffen sind.

Es ist unter anderem auch dem Engagement von WRD zu verdanken, dass diese Änderungen nicht zum Jahresende 23 ohne Mitwirkung in ein Gesetz verabschiedet wurden.

Wir fordern Kontakt auf Augenhöhe und barrierefreien Zugang zu Informationen damit Politiker nicht so offensichtlich die Bedürfnisse der überwiegenden Mehrheit der Werkstattbeschäftigten übersehen. 

Wir fordern die Politiker auf, Inklusion auch bei diesen Themen verantwortungsvoll umzusetzen!

Auch wenn die EU die Werkstätten in Deutschland wegen angeblicher Inklusionsverhinderung abschaffen will und die Bundesregierung damit unter Druck setzt, heißt das nicht, dass dies richtig ist!!!

Schlechte Beispiele zum Thema Inklusion und Teilhabe an der Arbeitswelt, können wir in anderen EU-Staaten sehen, in denen es keine Werkstätten mehr gibt.

Frau Langensiepen, Europa-Parlamentarierin der Grünen, die für die Abschaffung der Werkstätten plädiert, spricht nicht mit uns. Sie sieht die Situation aus Sicht einer Körperbehinderten mit Studium in bevorzugter Stellung, ohne sich die Mühe zu machen, die Belange von Menschen mit einer kognitiven, seelischen, psychischen, körperlichen oder anderen Einschränkung zu betrachten.

Wir wollen nicht, dass nur der Schein zählt!

Wir fordern, dass Menschen mit Behinderung auch weiterhin das Recht auf Teilhabe an der Arbeitswelt in geschütztem Rahmen haben!!!

Die Pläne der Ampelregierung machen den betroffenen Personen Angst und entsprechen in keinem Handlungsfeld deren Bedürfnissen. Auf diese Weise wird unter dem Deckmantel von Inklusion nicht wertschätzend und nicht auf Augenhöhe verhandelt.

Wir fragen uns, warum entscheiden Leute über das Arbeitsleben von anderen, wenn sie weder den Personenkreis noch deren Arbeitsbedingungen kennen?                                                  
Damit sind wir nicht einverstanden! 

Weiterentwicklung ist uns wichtig, aber mit echter Teilhabe an Arbeit auch in Werkstätten!

Deshalb fordern wir: 

Die Arbeitsbereiche in den Werkstätten müssen weiterhin erhalten bleiben!                  
Es muss weiterhin ein echtes und realistisches Wahl- und Wunschrecht der Werkstattbeschäftigten geben! 

Für alle, die sich auf dem 1. Arbeitsmarkt beweisen möchten, fordern wir von der Politik, die Werkstätten personell und finanziell zu befähigen, um eine stärkere Orientierung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit Anspruch auf personenzentrierte Unterstützungsleistungen umsetzen zu können. 

 

Mit unserer Petition möchten wir dringend darauf aufmerksam machen, dass über Werkstätten entschieden wird, ohne die Bedürfnisse der Betroffenen zu berücksichtigen.  

Wir benötigen und bitten um ihre Unterstützung, um unsere Forderungen durchzusetzen, damit auch Menschen mit Behinderung, die in Werkstätten arbeiten möchten, dort weiterhin Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht wird!

Bitte unterstützen sie unsere Forderungen durch ihre Unterschrift.

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Lukas LavesPetitionsstarter*inInstagram: roccogranata.ofc

Die Entscheidungsträger*innen

Takis Mehmet Ali
MdB, Beauftragter der SPD-Fraktion für die Belange von Menschen mit Behinderung
Beantwortet
Die geplante Reform der Werkstätten stellt das Wunsch- und Wahlrecht der Menschen mit Behinderung nicht in Frage. Vielmehr wird der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt für diejenigen erleichtert, die ihn anstreben. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsort WfbM bestehen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat in einem strukturierten Dialogprozess mit allen relevanten Beteiligten, darunter Werkstatträte, Leistungsträger, Länder, Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen und Werkstattbeschäftigte, sowie Verbände und Sozialpartner, Maßnahmen zur ganzheitlichen Weiterentwicklung der WfbM erörtert. Der Aktionsplan zielt darauf ab, die Durchlässigkeit von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie die individuelle Förderung zu verbessern und eine höhere sowie transparentere Entlohnung für Werkstattbeschäftigte zu schaffen. Auch die Qualität der beruflichen Bildung soll verbessert werden und Möglichkeiten eröffnen (Teil-)Qualifikationen zu erwerben, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig bestehen zu können. In dieser Legislaturperiode werden die ersten Schritte unternommen, um diese Ziele zu erreichen. Ich stehe weiterhin in engem Austausch sowohl mit den beteiligten Akteuren als auch mit dem Bundesarbeitsministerium, um die geplanten Ziele zu konkretisieren und weiterzuentwickeln. Es steht außer Frage, dass kein Werkstattbeschäftigter befürchten muss, am Ende des Reformprozesses schlechter gestellt zu sein.

Neuigkeiten zur Petition