Aggiornamento sulla petizioneWehrpflicht 2026? Und nur für junge Männer – 2x Nein! Ungleichheit im GG endlich streichenNoch keine Wehrpflicht – aber Einschränkungen von Rechten für Männer schon jetzt
Patrick CarràGermania
6 apr 2026

Seit dem 1. Januar 2026 gilt mit dem neuen Wehrdienstgesetz nicht nur der verpflichtende Fragebogen für junge Männer. Ebenfalls wieder aktiviert wurde eine Regelung, nach der männliche Personen längere Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten grundsätzlich von der Bundeswehr genehmigen lassen müssen. Es geht also nicht um den normalen Urlaub, sondern etwa um Auslandssemester, Jobs im Ausland, längere Reisen oder ein Sabbatical. Und das nicht erst im Spannungs- oder Verteidigungsfall, sondern bereits jetzt im normalen Friedensbetrieb. 

Für unsere Petition ist das keine Randnotiz. Im Gegenteil: Diese Regel zeigt sehr deutlich, worum es hier von Anfang an geht. Noch bevor eine offene Wehrpflicht wieder eingeführt ist, entstehen bereits neue Sonderpflichten und neue Eingriffe – und zwar wieder nur für Männer.

Natürlich wird jetzt gesagt, das solle in der Praxis unproblematisch sein, die Genehmigung werde schon grundsätzlich erteilt und niemand müsse sich große Sorgen machen. Aber genau das ist nicht der eigentliche Punkt. Ein Eingriff wird nicht dadurch harmlos, dass man ihn hinterher kleinredet, relativiert oder per Verwaltungspraxis entschärfen will. Er steht im Gesetz.

Und genau hier beginnt das Vertrauensproblem. Bei einer so weitreichenden Regelung drängt sich eine unangenehme Alternative auf: Entweder haben Regierung und Verteidigungsministerium selbst nicht wirklich begriffen, welche Tragweite sie da zum 1. Januar in Kraft gesetzt haben. Das wäre handwerklich alarmierend und kein Zeichen von Sorgfalt. Oder man hat die Tragweite sehr wohl verstanden, hielt es aber nicht für nötig, die Öffentlichkeit offen und rechtzeitig darüber zu informieren. Auch das schafft kein Vertrauen.

Besonders aufschlussreich ist, dass die Gesetzesbegründung selbst sehr klar sagt, worum es geht: um ein „verbessertes Lagebild“, um die Reaktivierung von Wehrerfassung und Wehrüberwachung und darum, schon jetzt die Grundlage für verpflichtende Elemente aufzubauen, falls sie später gebraucht werden. Das ist also keine belanglose Fußnote und kein Missverständnis, sondern Ausdruck einer politischen Richtung. 

Genau deshalb bleibt diese Petition aktuell. Sie richtet sich nicht nur gegen eine mögliche Wehrpflicht 2026. Sie richtet sich gegen die schrittweise Rückkehr eines männlichen Sonderrechts. Gegen eine Politik, die Gleichheit beschwört, aber im Ernstfall wieder zuerst Männer verpflichtet, erfasst, mustert, beschränkt und verfügbar halten will. Die verfassungsrechtliche Grundlage dafür liegt weiterhin in einer Ordnung, die Belastungen ausdrücklich an das männliche Geschlecht knüpft. 

Wir sagen deshalb weiter: Nein zu einer Wehrpflicht nur für junge Männer. Nein zu einer Sonderbehandlung nach Geschlecht. Nein zu Grundrechtseingriffen, die erst beschlossen und der Öffentlichkeit dann nachträglich erklärt werden. Wer Freiheit, Gleichheit und demokratisches Vertrauen ernst meint, darf solche Schritte nicht stillschweigend normalisieren.

Bitte helft mit, diese Petition weiter zu verbreiten. Gerade weil jetzt sichtbar wird, dass es nicht nur um einen Fragebogen geht, sondern um die schrittweise Rückkehr militärischer Sonderpflichten für Männer.

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