Wachstum mit Maß – Ortsbild und Wohnqualität dürfen nicht verloren gehen!


Wachstum mit Maß – Ortsbild und Wohnqualität dürfen nicht verloren gehen!
Das Problem
Petition an den Gemeinderat von Dossenheim zur Ablehnung der geplanten Änderung des Bebauungsplans Hauptstraße/Kronenburger Hof/Reigart im alten Ortskern
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,
wir, die Unterzeichner dieser Petition, wenden uns mit ernsthaften Bedenken gegen die geplante Änderung des Bebauungsplans. Diese sieht den Bau eines Mehrfamilienhauses und eines Studentenwohnheims in der Hauptstraße 13-15 im alten Ortskern unserer Gemeinde vor.
Konkret geht es bei der Änderung des Bebauungsplans um die Erhöhung der maximal zulässigen Gebäudehöhe von derzeit einem bis max. zwei Geschossen plus Satteldach auf nunmehr drei Geschosse plus Pultdach. Dadurch soll eine Firsthöhe von 13 Metern möglich sein, wo aktuell in Teilen sogar nur 6 Meter erlaubt sind.
Diese geplante Änderung hat weitreichende Auswirkungen auf die Architektur, das Ortsbild und das Leben im Bereich Hauptstraße und Am Kronenburger Hof unserer Gemeinde. Wir bitten Sie daher dringend, die geplante Veränderung des Bebauungsplans zu überdenken und von einer Umsetzung abzusehen.
Nachfolgend nennen wir die wichtigsten Gründe, warum dieses Bauvorhaben aus Sicht der Unterzeichner dieser Petition in seiner aktuellen Form abzulehnen ist:
1. Veränderung des historischen Ortsbilds
Der alte Ortskern von Dossenheim hat einen hohen kulturellen und historischen Wert, der durch moderne Neubauten erheblich beeinträchtigt werden kann. Die geplante Erhöhung der Gebäudehöhe auf drei Geschosse plus Pultdach passt sich in keiner Weise in die
bestehende Architektur des Ortskerns ein. Die traditionelle Bauweise mit zwei Geschossen und vor allem Satteldach prägt das Erscheinungsbild der Gemeinde und trägt zur historischen Identität bei. Eine derartige Änderung würde die Harmonie des Ortsbildes in diesem Bereich zerstören und den Charme des Altorts erheblich mindern.
2. Erhöhte Bebauungsdichte und Lärmbelastung sowie negative Auswirkungen auf die Anwohner
Die Erhöhung der Gebäudehöhe von zwei auf drei Vollgeschosse plus Pultdach würde die Wohnqualität für die Nachbarn erheblich beeinträchtigen. Es würde zu einer deutlichen Verschattung der benachbarten Grundstücke führen, den Lichteinfall erheblich verringern
und zu einer Störung des privaten Rückzugsraums führen. Diese Veränderungen würden das gewohnte Lebensumfeld und die Ruhe in einem traditionell geprägten Wohngebiet massiv stören.
Die geplante Bebauung würde zudem zu einer signifikanten Erhöhung der Lärmemissionen führen, sowohl während der Bauphase als auch insbesondere in der späteren Nutzung des Gebäudes. Besonders die deutlich gestiegene Anzahl von Wohneinheiten (durch mehr Geschosse als im jetzigen Bebauungsplan umsetzbar) würde die Ruhe und Lebensqualität der Anwohner dauerhaft beeinträchtigen.
3. Verkehrsbelastung und Infrastruktur
Ein Mehrfamilienhaus und ein Studentenwohnheim würden zusätzliche Verkehrsströme und damit verbundene Belastungen für die bestehende Infrastruktur nach sich ziehen.
Schon heute gibt es Engpässe im Verkehrsfluss, insbesondere in der Hauptstraße.
Die geplante Bebauung würde die Straßen weiter überlasten und die bereits angespannte Parkplatzsituation noch verschärfen, was insbesondere zum Nachteil der Gewerbetreibenden in der Hauptstraße wäre.
4. Zunahme der Versiegelung und Verlust von Grünflächen
Durch die Realisierung eines derartigen Bauvorhabens wird wertvolle Grünfläche im Ortskern verschwinden. Diese Flächen sind für das Mikroklima und die Lebensqualität der Anwohner wichtig. Sie dienen der Luftzirkulation, der Regenwasserversickerung und tragen zum Erhalt der natürlichen Biodiversität bei. Darüber hinaus führt eine größere Versiegelung zu einer verstärkten Erwärmung des Umfelds, was besonders in den Sommermonaten negative Auswirkungen auf das Mikroklima und die Lebensqualität hat.
Zudem ist durch das Bauvorhabens der Fortbestand zweier alter Bäume gefährdet, die wertvolle Elemente für das Mikroklima darstellen, da sie zur Kühlung und Verbesserung der Luftqualität beitragen. Letztlich haben sie Anteil an Biodiversität und dienen als Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Tiere.
Unsere Forderungen:
- Beibehaltung der bestehenden Regelungen im Bebauungsplan, die eine Begrenzung der Bauhöhe auf ein bis max. zwei Geschosse plus (wie im Ortskern üblich) Satteldach festlegen und so die historische Struktur des Ortskerns bewahren.
- Schutz des Ortsbildes und der historischen Identität, indem Neubauten im Einklang mit der traditionellen Architektur und den örtlichen Gegebenheiten gestaltet werden.
- Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Auswirkungen auf die Anwohner, um eine nachhaltige und lebenswerte Entwicklung unserer Gemeinde zu gewährleisten.
Wir fordern den Gemeinderat daher auf, sicherzustellen, dass Änderungen des Bebauungsplans mit den Bedürfnissen der Anwohner und dem historischen Ortsbild unserer Gemeinde in Einklang stehen.
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Das Problem
Petition an den Gemeinderat von Dossenheim zur Ablehnung der geplanten Änderung des Bebauungsplans Hauptstraße/Kronenburger Hof/Reigart im alten Ortskern
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,
wir, die Unterzeichner dieser Petition, wenden uns mit ernsthaften Bedenken gegen die geplante Änderung des Bebauungsplans. Diese sieht den Bau eines Mehrfamilienhauses und eines Studentenwohnheims in der Hauptstraße 13-15 im alten Ortskern unserer Gemeinde vor.
Konkret geht es bei der Änderung des Bebauungsplans um die Erhöhung der maximal zulässigen Gebäudehöhe von derzeit einem bis max. zwei Geschossen plus Satteldach auf nunmehr drei Geschosse plus Pultdach. Dadurch soll eine Firsthöhe von 13 Metern möglich sein, wo aktuell in Teilen sogar nur 6 Meter erlaubt sind.
Diese geplante Änderung hat weitreichende Auswirkungen auf die Architektur, das Ortsbild und das Leben im Bereich Hauptstraße und Am Kronenburger Hof unserer Gemeinde. Wir bitten Sie daher dringend, die geplante Veränderung des Bebauungsplans zu überdenken und von einer Umsetzung abzusehen.
Nachfolgend nennen wir die wichtigsten Gründe, warum dieses Bauvorhaben aus Sicht der Unterzeichner dieser Petition in seiner aktuellen Form abzulehnen ist:
1. Veränderung des historischen Ortsbilds
Der alte Ortskern von Dossenheim hat einen hohen kulturellen und historischen Wert, der durch moderne Neubauten erheblich beeinträchtigt werden kann. Die geplante Erhöhung der Gebäudehöhe auf drei Geschosse plus Pultdach passt sich in keiner Weise in die
bestehende Architektur des Ortskerns ein. Die traditionelle Bauweise mit zwei Geschossen und vor allem Satteldach prägt das Erscheinungsbild der Gemeinde und trägt zur historischen Identität bei. Eine derartige Änderung würde die Harmonie des Ortsbildes in diesem Bereich zerstören und den Charme des Altorts erheblich mindern.
2. Erhöhte Bebauungsdichte und Lärmbelastung sowie negative Auswirkungen auf die Anwohner
Die Erhöhung der Gebäudehöhe von zwei auf drei Vollgeschosse plus Pultdach würde die Wohnqualität für die Nachbarn erheblich beeinträchtigen. Es würde zu einer deutlichen Verschattung der benachbarten Grundstücke führen, den Lichteinfall erheblich verringern
und zu einer Störung des privaten Rückzugsraums führen. Diese Veränderungen würden das gewohnte Lebensumfeld und die Ruhe in einem traditionell geprägten Wohngebiet massiv stören.
Die geplante Bebauung würde zudem zu einer signifikanten Erhöhung der Lärmemissionen führen, sowohl während der Bauphase als auch insbesondere in der späteren Nutzung des Gebäudes. Besonders die deutlich gestiegene Anzahl von Wohneinheiten (durch mehr Geschosse als im jetzigen Bebauungsplan umsetzbar) würde die Ruhe und Lebensqualität der Anwohner dauerhaft beeinträchtigen.
3. Verkehrsbelastung und Infrastruktur
Ein Mehrfamilienhaus und ein Studentenwohnheim würden zusätzliche Verkehrsströme und damit verbundene Belastungen für die bestehende Infrastruktur nach sich ziehen.
Schon heute gibt es Engpässe im Verkehrsfluss, insbesondere in der Hauptstraße.
Die geplante Bebauung würde die Straßen weiter überlasten und die bereits angespannte Parkplatzsituation noch verschärfen, was insbesondere zum Nachteil der Gewerbetreibenden in der Hauptstraße wäre.
4. Zunahme der Versiegelung und Verlust von Grünflächen
Durch die Realisierung eines derartigen Bauvorhabens wird wertvolle Grünfläche im Ortskern verschwinden. Diese Flächen sind für das Mikroklima und die Lebensqualität der Anwohner wichtig. Sie dienen der Luftzirkulation, der Regenwasserversickerung und tragen zum Erhalt der natürlichen Biodiversität bei. Darüber hinaus führt eine größere Versiegelung zu einer verstärkten Erwärmung des Umfelds, was besonders in den Sommermonaten negative Auswirkungen auf das Mikroklima und die Lebensqualität hat.
Zudem ist durch das Bauvorhabens der Fortbestand zweier alter Bäume gefährdet, die wertvolle Elemente für das Mikroklima darstellen, da sie zur Kühlung und Verbesserung der Luftqualität beitragen. Letztlich haben sie Anteil an Biodiversität und dienen als Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Tiere.
Unsere Forderungen:
- Beibehaltung der bestehenden Regelungen im Bebauungsplan, die eine Begrenzung der Bauhöhe auf ein bis max. zwei Geschosse plus (wie im Ortskern üblich) Satteldach festlegen und so die historische Struktur des Ortskerns bewahren.
- Schutz des Ortsbildes und der historischen Identität, indem Neubauten im Einklang mit der traditionellen Architektur und den örtlichen Gegebenheiten gestaltet werden.
- Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Auswirkungen auf die Anwohner, um eine nachhaltige und lebenswerte Entwicklung unserer Gemeinde zu gewährleisten.
Wir fordern den Gemeinderat daher auf, sicherzustellen, dass Änderungen des Bebauungsplans mit den Bedürfnissen der Anwohner und dem historischen Ortsbild unserer Gemeinde in Einklang stehen.
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Die Entscheidungsträger*innen
Petition am 29. November 2024 erstellt