Petition updateWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Zum Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2023
Susanne EckerGermany
Jun 24, 2023

Bürger kämpfen weiter für ihre Buchenwälder

Diese für Mitteleuropa typischen und durch die UNESCO in besonderen Schutzgebieten als Weltnaturerbe ausgewiesenen Wälder werden weiterhin im Rahmen "ordnungsgemäßer Forstwirtschaft"  massiv aufgelichtet und der Eindruck bestätigt sich leider allzu oft, dass die vielerorts in Bürgerinitiativen konkret formulierten Forderungen zum  Schutz des Staats- und Kommunalwaldes ignoriert oder einfach ausgeblendet werden.

Nach den extremen Dürrejahren und deren drastischer Wiederholung 2022 ruft der diesjährige Tag der Buchenwälder in ganz besonderem Maße uns Bürger dazu auf, den Zustand der natürlichen Bewaldung - das sind in Deutschland die Buchenwälder -  in den Fokus zu stellen. Vor allem auch deshalb, weil sich allen wissenschaftlichen Warnungen zum Trotze die rein materiellen Interessen einer Holzlobby an den "multifunktionalen" Wald bislang nicht auf ein vernünftiges Maß begrenzen lassen.

Der durch viele Bürgerinitiativen verlautbarte Bürgerwille in Richtung offensiver Waldschutz  wird, interessengeleitet von der Holz produzierenden und verarbeitenden Industrie, meist als "fern aller Realtität in Sachen Holzbedarf" bewertet. An Entscheidungsprozessen werden BürgerInnen aus Waldschutzinitiativen  kaum und wenn, dann nur ungern beteiligt. Oder es werden im Nachgang an  medienwirksam etablierte "runde Tische"  die dort ausgehandelten Vorgehensweisen ignoriert oder unter andere Vorzeichen gesetzt, so dass die Ergebnisse zu Gunsten des Holzwirtschaft verwässert werden können.

Vielfach werden hier auch unhaltbare Behauptungen aufgestellt, etwa dass nur der stark bewirtschaftete Wald klimaresistent sei - ein Hohn auf die Wälder als starke und autarke Ökosysteme, die sich in der Erdgeschichte ohne menschliches Zutun entwickelt, angepasst und stabilisiert haben.

Was scheinbar einzig zählt ist der "Wald-Nutzgedanke", der in Zeiten des Klimawandels den viel wichtigeren "Wald-Verlustgedanken" mit fadenscheinigen Argumenten in den Hintergrund rückt. Dabei geht es beim Wald nicht um einen forstwirtschaftlichen "Versuchsacker", sondern um einen über Jahrtmillionen entstandenen Naturraum, der wie alle großen Systeme der Meere, Flüsse und Gebirge wichtige ökologische Funktionen erfüllt, die für das Funktionieren des Systems Erdklima und Wasserkreislauf unabdingbar sind.

Ohne Wald kein Wasser, keine menschliche Existenz. Was nützen uns die Holzheizung und zahllose Zelluloseprodukte, wenn uns das Wasser ausgeht? Diese Frage wird nicht gestellt, obwohl sie statt Arbeitsplätzen mit Sicherheit Lebensqualität und global gesehen Überleben kostet.

Deshalb nehmen wir den diesjährigen Tag der Buchenwälder zum Anlass, aus den Aktivitäten der BBIWS in verschiedenen Bundesländern zu berichten und den dort formulierten Forderungen Nachdruck zu verleihen... weiterlesen auf der Homepage der BBIWS

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