Petition updateWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Hessen: Bürger fordern das Ende des massiven Holzeinschlags im Bad Vilbeler Stadtwald
Susanne EckerGermany
Feb 13, 2021

In Zeiten des Klimawandels muss auch die Waldbewirtschaftung neu gedacht und neu ausgerichtet werden!

Bürger haben sich im Arbeitskreis "Bad Vilbeler Stadtwald"  https://www.badvilbel-wald.de zusammengeschlossen und setzen sich mit einer Petition für ein Umdenken in der Bewirtschaftung ihres Stadtwaldes ein. Um das Quorum zu erreichen, bitten sie um Unterstützung noch bis zum 21. Februar 2021.

Link zur Petition: Wir fordern das Ende des massiven Holzeinschlags im Bad Vilbeler Stadtwald

Zu dieser Petition gibt es eine Stellungnahme von HessenForst, die wir als BBIWS im Beitrag auf der Homepage kommentieren.

Bei einer  Fortsetzung der aktuellen Wirtschaftsweise sehen die Bürger die Zukunft des Waldes unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen stark gefährdet. In einem Brief an den Bürgermeister und den Magistrat der Stadt Bad Vilbel heißt es: "Die aktuelle Bewirtschaftung ist geprägt von massivem Holzeinschlag, dem Einsatz schwerer Rückemaschinen und der Entnahme großer Teile des gefällten Holzes. Das Ergebnis ist eine bedrohliche Zunahme der Verlichtung im Kronenbereich des Waldes. Die Sonne dringt an diesen Stellen bis zum Boden durch, erwärmt ihn und die freigestellten Stämme der angrenzenden Bäume. Das sorgt für zusätzliche Verdunstung des ohnehin knappen Wassers und für Hitzestress an den noch gesunden Bäumen. 

Für die Bereiche abseits der Wege muss eine neue Bewirtschaftungsform gefunden werden. Diese sollte sich an neuen aktuellen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen orientieren. Die Details dieser neuen Wirtschaftsweise sollten in einem breiten bürgerschaftlichen Dialog rarbeitet und abgestimmt werden. Dazu fordern wir die Wiedereinsetzung der "Kommission für Umwelt, Land- und Forstwirtschaft".

Die Bürgerinnen und Bürger haben kaum Einblick in die Konzepte, die der aktuellen und geplanten zukünftigen Waldbewirtschaftung zugrunde liegen. Diese fehlende Transparenz und kaum vorhandenen Mitsprachemöglichkeiten sollen durch die Wiedereinsetzung der "Kommission für Umwelt, Land- und Forstwirtschaft" beendet werden. Dabei wünschen wir uns eine Zusammenarbeit, die nicht von parteipolitischen Differenzen und Interessen belastet wird. Zudem kann diese Form bürgerschaftlichen Engagements und übergreifender Zusammenarbeit auch als Leuchtturmprojekt für den im Jahr 2025 geplanten Hessentag präsentiert werden.

Zum vollständigen Beitrag auf der Homepage der BBIWS. 

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