Kampanya güncellemesiWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Alter Wald zu Brett und Brennholz? Verein Nationalpark Steigerwald fordert Einschlagstopp
Susanne EckerAlmanya
13 Oca 2021

Warum wir neue Waldgesetze brauchen §§!

Eine Pressemitteilung des Vereins Nationalpark Steigerwald rüttelt auf: Der Steigerwald leidet weiter. Aber nicht nur Trockenheit, Hitze, Stürme und Schadinsekten machen ihm zu schaffen, auch die menschliche Unvernunft und Profitgier setzen ihm zu. Mitglieder des Vereins haben in Bild und Wort dokumentiert, dass die Bayerischen Staatsforsten aktuell sehr viele alte, mächtige Buchen im Steigerwald fällen.

Für den Bürgerverein ist der Einschlag paradox, weil kein geringerer als  Ministerpräsident Markus Söder noch vor kurzem den Staatswald zum "Klimawald" und zum "wichtigen Verbündeten gegen den Klimawandel" erklärt und als Zeichen der Wertschätzung sogar Bäume umarmt hat. Einige Zeit später werden im Staatswald eben diese Verbündeten mit schwerem Gerät abgesägt.

Geht man so mit "Verbündeten" um?

Die Frage ist nicht nur berechtigt, sondern wirft den Verantwortlichen für die Bewirtschaftung des Staats- und Kommunalwalds in Bayern mangelnde Bereitschaft vor, den dringend erforderlichen Schutzmaßnahmen in Zeiten des Klimawandels nachzukommen. Nach den Erkenntnissen der unabhängigen Wissenschaft schwächen derartige Eingriffe in die Wälder  immer und ohne Ausnahme den Restbestand.

  • Das kühle Innenklima des Buchenwaldes verändert sich durch die Auflichtung des Kronendaches, denn die Sonneneinstrahlung trifft ungehindert auf den Waldboden und entzieht ihm seine Feuchtigkeit.
  • Das lebensnotwendige Netzwerk der Bäume im Waldboden wird geschwächt bzw. zerstört.
  • Die in symbiotischer Weise mit den  Baumwurzeln vernetzten Pilzhyphen brauchen Feuchtigkeit, keine Steppentemperatur.
  • Der Wald insgesamt wird durch das Aufreißen des Kronendaches anfälliger für Krankheiten und Windbruch.
  • Der Waldboden wird durch die tonnenschweren Erntemaschinen massiv verdichtet und kann weniger Wasser speichern.

„Diese Vorgehensweise verdeutlicht, wie wichtig ein zusammenhängendes Großschutzgebiet im Steigerwald ist“, betont Dr. Liebhard Löffler, 1. Vorsitzender des Bürgervereins. Die Corona- Pandemie lege das öffentliche Leben still, leider nicht das Abholzen der dicken Buchen.

Auf den folgenden Filmen (copyright Dr. Nikolaus Berens) ist der aktuelle Einschlag in den Steigerwald weiter  dokumentiert:

https://youtu.be/T9JMrhPSCAs
https://youtu.be/g7H6NSCCFRc

Der Holzmarkt sei zwar mit Fichten- und Kiefernschadholz überschwemmt und die Preise seien im Keller. Mit dicken Buchen- und Eichenstämmen sei jedoch noch Profit zu machen, denn sie seien vor allem bei Großsägern mit internationalen Geschäftsverbindungen begehrt, wie die Kennzeichnung des geschlagenen Holzes dokumentiert. Der Vereinsvorstand ist sich sicher: „Hier wird für die Welt und nicht nur für die Region gesägt und das Holz der langen Wege gelangt bis nach China.“

Immer wieder stellt sich daher die Frage, wieso im Hinblick auf die Bewirtschaftung unserer Wälder der Maßstab nicht an einen sinnvollen und nachhaltigen, sparsamen  Verbrauch des wertvollen Rohstoffs gelegt wird, sondern stattdessen den Interessen eines  holz- und zellulosehungrigen, am Massenverbrauch orientierten Weltmarktes folgt?  Zudem ist trotz Großmaschineneinsatzes und  Einsparung von Fachpersonal die Waldbewirtschaftung im Staats- und Kommunalwald vielerorts defizitär oder nur durch schmale Erlöse gekennzeichnet.

Bericht weiterlesen auf der Homepage der BBIWS...

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