Mise à jour sur la pétitionWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Aus Baden-Württemberg: Kein Gift mehr in den Wäldern!
Susanne EckerAllemagne
1 janv. 2020

Zum Jahreswechsel fordert die BBIWS In einem offenen Bürgerbrief den Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg Peter Hauk auf, den Gifteinsatz in den Wäldern zu stoppen. Hier Auszüge aus dem Brief mit Link zur Vollversion auf der Homepage der BBIWS.                                                                                                  

Sehr geehrter Herr Minister Hauk,

zahlreiche Bürger in Baden-Württemberg und ihre Vertretung in der BundesBürgerInitiative Waldschutz (BBIWS)  sind in großer Sorge um den Zustand und die Bedrohung der Wälder in Ihrem Bundesland.

Mitte Dezember hat die Europäische Umweltagentur (EUA) ihren neuen Umweltbericht vorgelegt. Die meisten Ziele für 2020, insbesondere die im Bereich der biologischen Vielfalt, wurden nicht erreicht. Die EUA warnt, dass wir auch die Ziele für 2030 verfehlen, wenn nicht Maßnahmen gegen den alarmierenden Rückgang der Artenvielfalt, die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels und den übermäßigen Verbrauch natürlicher Ressourcen ergriffen werden. Hierbei spielt der Wald eine wesentliche Rolle.

Das bisherige Maßnahmenpaket der Bundesregierung, aber auch der Länder, ist nicht geeignet, den Herausforderungen auch nur annähernd gerecht zu werden. Die beim Waldgipfel in Stuttgart vorgetragenen Maßnahmen werden nach Meinung zahlreicher Fachleute den Herausforderungen einer naturnahen und klimaresistenten Waldentwicklung nicht gerecht.

Die Antworten auf die Krise sind brachiale Räumungen von sogenannten Schadflächen, der Ersatz der standortfremden Fichte durch die standortfremde Douglasie, das Einbringen exotischer Baumarten unter Inkaufnahme höchster Risiken und ein gerade vor dem Hintergrund des Insektensterbens desaströser Einsatz von Pestiziden im Wald.

Gerade in einem Grün regierten Bundesland erwartet der Bürger einen anderen Umgang mit dem Wald und eine kritische Sicht auf Insektengifte. Sie missachten die Wünsche der Menschen, die Sie gewählt haben, wenn Sie weiterhin eine systematische Zerstörung unserer Waldökosysteme durch ForstBW und die kommunalen Verantwortlichen zulassen.

Ihre Forstbehörden weisen immer wieder darauf hin, dass die Sicherheitshinweise nur für Menschen gelten, die mit dem Insektizid in unverdünnter Form in Kontakt kommen und dass das Produkt immer mit Wasser verdünnt wird. Nur gilt in der Toxikologie immer der 70 kg schwere Erwachsene als Maßstab, aber auch kleine Kinder halten sich im Wald auf, mit Schulklassen und Kindergartengruppen; sie können durch viel geringere Konzentrationen von Umweltgiften geschädigt werden.(…)

Ordnen Sie die Gemeinwohlfunktion des Waldes, seine Rolle für den Artenschutz, für den Klimaschutz und für die Gesundheit der Bürger nicht länger finanziellen Interessen des Landes und der Lobbyverbände unter, reagieren Sie auf die zahlreichen Bürgerinitiativen und die Umweltverbände, die sich ohne finanzielle Interessen für ihren Wald engagieren.

STOPPEN SIE DIE GIFTEINSÄTZE IM WALD IN BADEN - WÜRTTEMBERG UNVERZÜGLICH!

Link zum vollständigen Text des offenen Briefes mit pdf-Download. 

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