Petition updateWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Erfolg für den Nationalpark Bayerischer Wald! Naturzonenerweiterung beschlossen!
Susanne EckerGermany
Oct 24, 2019

Zwei Schritte in Richtung Natur! – Der kommunale Nationalparkausschuss hat am  22. Oktober in Frauenau trotz sehr kontroverser Positionen seiner Mitglieder den Vorschlag der Nationalparkverwaltung für eine außerordentliche Naturzonenerweiterung um ca. 870 Hektar (8,7 km²) einstimmig angenommen.

Wir Bürger danken für die zukunftsweisende Entscheidung und freuen uns mit allen Beteiligten über die neuen Chancen der Waldentwicklung im Bayerischen Wald! 

So werden ein Großteil des Falkensteins sowie die um die Urwaldreste Mittelsteighütte und Hans-Watzlik-Hain noch bestehenden Entwicklungszonen in den Tallagen in die Naturzone eingegliedert und von jeglicher Borkenkäferbekämpfung befreit.

Mit dem von Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl präsentierten Vorschlag hatten Nationalpark und Bayerisches Umweltministerium auf die zunehmende Entwaldung und die großen ökologischen Schäden durch die Borkenkäferbekämpfung sowie die dadurch ausgelöste Kritik reagiert.

Die fachlich wohl sinnvollste Lösung, eine sofortige vollständige Eingliederung aller aktuell noch existierenden Entwicklungszonen in die Naturzone, wird offenbar durch die bestehende
Nationalparkverordnung verhindert und wäre trotz Unterstützung durch zwei Bürgermeister nicht konsensfähig gewesen.

Die noch verbleibenden 780 Hektar Entwicklungszone 2c soll ab 2022 (bis spätestens 2027) in die Naturzone eingegliedert werden, die bestehenden 328 Hektar Entwicklungszone 2a (Fichtenhochlagenwälder) bleiben zunächst unverändert.

Um ökologische Schäden in den Entwicklungszonen möglichst gering zu halten, schlägt Dr. Leibl vor, die dort weiterhin vorgeschriebene Borkenkäferbekämpfung auf nennenswerten Teilflächen deutlich naturschonender als bisher zu organisieren!

In den ausgedehnten naturnahen Lebensraumtypen (z.B. natürliche Aufichtenwälder) soll bis zu deren Eingliederung in die Naturzone zukünftig ohne Maschineneinsatz nur noch motormanuell mit Forstwirten gearbeitet und die gefällten Bäume an Ort und Stelle im Wald belassen werden. Unmittelbar um Zwieslerwaldhaus soll eine Erholungszone eingerichtet werden.

https://www.hogn.de/2019/10/23/1-da-hogn-geht-um/nachrichten-im-landkreis-regen/zwei-schritte-in-richtung-natur-naturzone-nationalpark-bayerischer-wald-peter-langhammer-borkenkaefer/128056

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