
Claudia Blank aus der Bürgerinitiative gegen die Waldzerstörung in Bayern berichtet, warum sie ein neues Bundeswaldgesetz fordert:
Mein Sebalder Reichswald bei Lauf an der Pegnitz, der für mich stets ein Ort der Ruhe und Entspannung war, ist nicht mehr derselbe seit Beginn der Forstreform 2004. Es gibt Tage, da kann ich es schwer aushalten, ihn aufzusuchen, denn viele ehemals schmale, sich windende Wege sind breiten Forststraßen gewichen. Erfreuten sich meine Augen früher an zahlreichen Waldblumen und Gräsern am Wegesrand und labten sich am satten Grün, blicken sie nun in brutal geschlagene Rückegassen mit zerstörten Waldböden, die wie klaffende Wunden weit aufgerissen sind. All die Stellen, die ich kannte, wo Waldorchideen, Honiglab, das Rote Waldvögelein und so manch andere blühende Schönheit wuchsen, sind entweder unter Schotter und Erde verschwunden oder zur Graslandschaft verkommen.
Jetzt sehe ich vor allem die Wunden des Waldes und die Spuren, die die Bayerischen Staatsforsten überall hinterlassen haben: neonfarbene Sprühmarkierungen an Bäumen und Büschen, kaputte Wege, aufgerissene Wegränder, Holzpolter, Reifenspuren ..... der Wald hat seine Ruhe und Geborgenheit für mich verloren. Hatte ich mich früher in ihm geschützt gefühlt, möchte ich nun IHN schützen. Ich sehne mich nach den Zeiten zurück, als der Wald noch Wald sein durfte; Lebensraum und Bürgerwald anstatt Produktionsstätte und Holzacker! Als im März 2017 Eckhard Schulz in der Zeitung zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Waldzerstörung aufrief, war ich sofort dabei.
Ich will meinen Wald zurück.
Deshalb: Claudia Blank und die Bürgerinitiative gegen die Waldzerstörung in Bayern für die Petition Wald-statt-Holzfabrik der BBIWS! Unterstützen Sie bitte Ihre Bürgerinitiativen vor Ort! Unterschreiben Sie bundesweit unsere Petition zum wirksamen Schutz unserer Wälder!