Petition update

Leipziger Auwald: Forstwirtschaftsplan trotz Protesten genehmigt!

BundesBürgerInitiative Waldschutz (BBIWS)

Dec 15, 2019 — 

Wir haben alle  für diesen einzigartigen Wald gekämpft! Allen Unterstützern ein waldverbundenes DANKE!!! für die zahlreichen Mailproteste!

Und wir geben nicht auf!

Peter Wohlleben kommentiert in einem Videokommentar die Entscheidung des Stadtrates pro Forstwirtschaftsplan mit drastischen Worten:   "Der Forstwirtschaftsplan, so wie er jetzt verabschiedet worden ist, ist eine Katastrophe und dem Wissensstand des 21. Jahrhunderts nicht angemessen."

Die Vorgänge um den Leipziger Auwald und der Forstwirtschaftsplan 2019/20, zu dem in der Sitzung die kritischen Stimmen von Bürgern und Fachleuten einfach ausgeblendet wurden, sind für uns alle ein wichtiges Lehrstück, wie Umwelt- und Forstpolitik gemacht wird.

Jedenfalls nicht in einem offenen und inhaltlich transparenten Diskurs mit Bürgern und sich zur Sache äußernden Fachleuten. Vor allem das eigentlich wichtigste Thema im Auwald, die Wassernot, die über die Zukunft dieses wertvollen Waldes grundlegend entscheidet,  wurde bislang nur mit Worten bedacht. Auf Taten warten die Leipziger Bürger schon seit Jahren. Das im Auwald ökologisch besonders schwerwiegende  Problem des Wassermangels ist weiterhin auf der Warteliste. 

Stattdessen sollen dem Forstwirtschaftsplan folgend alleine im europäischen FFH-Schutzgebiet 6.500 Kubikmeter Holz in den Altholzbeständen eingeschlagen werden.

Obwohl damit bis Ende Januar erneut über 1000 alte und gerade deshalb ökologisch wertvolle Eichen und Eschen fallen sollen, sieht Umweltbürgermeister Rosenthal für diese Altbäume und die daran gebundenen, oft seltenen und geschützten Arten keine Bedrohung, sondern stellt es als notwendige "Naturschutzmaßnahme" im Sinne der Artenvielfalt und des Klimaschutzes dar.

Wir werden daher die Forstwirtschaft im Auwald, sowie die dazu anhängige Klage, von deren Ausgang einige forstwirtschaftliche Eingriffe abhängig gemacht werden, entsprechend wachsam beobachten und weiter darüber berichten. Der Verein kann hinsichtlich der Klage jedwede finanzielle Unterstützung brauchen! Wer diese Klage mit Spenden unterstützen möchte: www.nukla.de/verein/spendenkonto

Eine Politik, die Bürger einfach vor vollendete Tatsachen stellt, hat in Zeiten des Klimawandels keine Chance auf Akzeptanz. Vielmehr verstärkt sie Misstrauen und Frontenbildung.

Wälder sind zentrale Lebensrefugien in der Landschaft, die bundesweit durch forstliche Eingriffe geschwächt oder in ihrem Aufbau massiv zu ihrem Nachteil verändert wurden und werden. Grund dafür sind fehlgesteuerte Interessen, die teuer sind und in keinster Weise einen Schutz für kommende Generationen darstellen, sondern kurzfristigen Interessen dienen und mit wissenschaftlich fragwürdigen Gutachten begründet werden. 

Der nachfolgende Artikel der Leipziger Internetzeitung inklusive einem Videomitschnitt zur  Stadtratsentscheidung verdeutlicht, wie die Bürgervertreter in erschreckendem Konsens - noch dazu am Schluss der um 14.00 Uhr beginnenden Sitzung gegen 21.00 Uhr! - den geplanten Fällungen zustimmen.

BBIWS-Mitglied NuKLA dazu auf  seiner Webseite:

Bürgermeister Rosenthal (LINKE) sowie die Herren Kasek (GRÜNE), Neuhaus (LINKE), Abraham (SPD) haben nicht ansatzweise verstanden, was Sie mit ihren Ausführungen und ihren Entscheidungen dem Wald und den künftigen Generationen, welche hier leben werden, aufbürden. Ganz zu schweigen von der Paradoxie, medienwirksam den Klimanotstand für Leipzig quasi im selben Atemzuge ausrufen zu wollen, wie man dem Fällen der ökologisch und fürs Klima wichtigen alten Bäume zustimmt.

Als Fortsetzung der Kunstaktion am 29. November im Rahmen der Klimademo der Fridays for Future in Leipzig veranstaltete NuKLA als Mitglied der GRÜNEN LIGA Sachsen zum Zeitpunkt der Ratssitzung vor dem Gebäude eine weitere Kunstperformance: Schweigen im Walde 2.0

 


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