Am 9. Februar 2023 fand die Hauptversammlung der Siemens AG statt, die ich vollständig verfolgt habe. Das sind meine Forderungen als Antwort im Video auf meinem Kanal bei Youtube Forderungen als Reaktion auf die Hauptversammlung der Siemens AG am 9. Februar 2023
- Ihr könnt sehr helfen, indem Ihr Euch Zeit für die Forderungen des Videos und zum Teilen und Weitersagen nehmt.
Vor allem darf darauf hingewiesen werden, dass die Vorstände durch die Änderung des reinen Industriegebiets von 90 Euro pro qm in Berlin Siemensstadt in ein Mischgebiet mit später geschätzt 1000 bis 1500 Euro pro qm ein Milliarden-Geschenk vom Berliner Senat erhalten haben, ohne dass die Bevölkerung bisher irgendwelche nennenswerten Vorteile sieht - im Gegenteil nur Nachteile. Sogar der Verlust des 116 Jahre alten Berliner Siemens Dynamowerks für elektrische Antriebe wird der Bevölkerung weiter zugemutet!
Zusammenfassend einige Bemerkungen zur Hauptversammlung:
Es ist ohne Zweifel so, dass die Bevölkerung einen Verlust von ca. 2/3 aller Siemens Arbeitsplätze in Deutschland zu beklagen hat und von 238.000 nur noch offiziell 85.000 Siemens Arbeitsplätze hierzulande bestehen, Teilzeitkräfte mittlerweile voll gezählt, in der Siemens AG (ohne Töchter) selbst nur 55.000!
Trotzdem fordern die Investoren erschreckender Weise weitere Abverkäufe von Anteilen, die die Siemens AG noch an Siemens Energy und Siemens Healthineers besitzt und die Vorstände wollen den Bereich große elektrische Antriebe weiter ggf. abverkaufen. Damit würde die Siemens AG Deutschland trotz Milliarden-Gewinnen weiter schrumpfen, Arbeitsplätze gefährdet, Menschen unnötig gestresst.
Bei Energy soll der weitere Abverkauf zu einem Zeitpunkt erfolgen, der gewinnbringend ist, also nicht jetzt, sondern zu gegebener Zeit. Der Hinweis, das gerade Siemens Energy Zukunftstechnologien aufbaue, konnte nichts bewirken.
Die Forderung der Investoren an die Vorstände der Siemens AG, Anteile an Siemens Healthineers abzuverkaufen, hat der Vorstand zurückgewiesen.
Die Vorstände sind derzeit auch nicht bereit, darauf zu verzichten, sogar den Bereich große elektrische Antriebe (LDA) und andere samt Beschäftigten des 116 Jahre alten Siemens Dynamowerks in Berlin Siemensstadt aus der Siemens AG zu "werfen", obwohl auch hier ein Zukunftsgeschäft besteht.
Die Abspaltung in eine eigene Siemens-Tochter in Form einer GmbH sei weiterhin schon zum 1. Oktober 2023!!! geplant. Man sei im Zeitplan. Danach käme ein Verkauf oder ein Börsengang (eigene Aktiengesellschaft) grundsätzlich in Frage.
Sie vertreten zusammenfassend die Meinung,
- Siemens Kunden würden ja auch von LDA unter einem anderen Besitzer gut versorgt werden können;
- LDA sei nicht mehr sog. Siemens "Kerngeschäft" und daher stünden keine ausreichenden finanziellen Mittel der Siemens AG für LDA zur Verfügung;
- Die Befürchtungen, LDA mit 14.000 Beschäftigen könne Schaden nehmen oder auch noch untergehen, (wie viele andere zuvor abgespaltene Geschäftsbereiche), hat der Vorstand unter Hinweis auf die Größe des aus der AG geworfenen Bereichs (14.000 Beschäftigte) und Andeutungen, man werde LDA finanziell für die Reise gut ausstatten, versucht zu zerstreuen. Vorstand Thomas vertrat die Auffassung, auf die Verlässlichkeit einer angeblich guten finanziellen Ausstattung könnten die Aktionäre vertrauen, da Siemens sich in der Vergangenheit diesbezüglich angeblich als vertrauenswürdig erwiesen habe.
Ich teile diese Meinungen und Einschätzungen insgesamt alle (wie auch einige Sprecher auf der Hauptversammlung) nicht, da die sog. Abspaltungen in der Vergangenheit ohne Frage so gut wie ausschließlich negativ zu bewerten sind. Die Mitarbeiterzahlen lassen darüber keine visionären oder auf Vertrauensvorschuss basierenden Spekulationen zu.