
Liebe Unterstützer*innen, gestern wurde unsere Klimaklage gegen Shells „Klimakompensations-Lügen“ verhandelt. Wenn Konzerne Verbraucher*innen täuschen, fordern wir sie zur Verantwortung auf! Unterstützt uns im Kampf gegen Greenwashing und unterschreibt unsere Petition.
Shell warb mit „CO2-neutralem Motoröl" und versprach, dass Autofahrende für nur 1,1 Cent pro Liter Benzin oder Diesel die CO2-Emissionen ihrer Fahrt ausgleichen können. Doch wie diese Kompensation genau funktioniert, blieb weitgehend unklar. Das Angebot erweckt den Eindruck, dass die klimaschädlichen Auswirkungen des Autofahrens einfach neutralisiert werden können und das könnte Verbraucherinnen und Verbraucher dazu verleiten, noch mehr Benzin und Diesel zu verbrauchen. Wir haben nachgerechnet: Wenn Deutschland die gleichen Kosten für den CO2-Ausgleich von einem Liter Benzin anlegt wie Shell, könnte mit ca. 286 Millionen Euro der gesamte Benzinverbrauch in Deutschland CO2-neutral gestellt werden, obwohl weiterhin CO2 in die Atmosphäre gelangt. Shells Versprechen basieren zudem auf zweifelhaften Klimaschutzprojekten, deren tatsächliche Wirkung unklar ist. Denn: CO2-Kompensation durch Waldprojekte ist zweifelhaft, weil diese das Versprechen der CO2-Einsparung oft nicht oder nur für einen begrenzten Zeitraum halten können. Unumstritten ist: Die Lösung des Klimaproblems erfordert mehr als bloße Kompensationszahlungen.
Deshalb sind wir vor Gericht gezogen und klagen für das Klima und uns alle. Das Urteil steht noch aus, doch ihr könnt schon jetzt aktiv werden: Unterstützt uns jetzt bei unserem Kampf gegen Greenwashing. Wir Verbraucher*innen müssen gemeinsam für unsere Umwelt zusammenstehen!
Vielen Dank!
Eure Deutsche Umwelthilfe.