

Hallo! So wie es aussieht, knacken wir heute noch die 35.000 Unterschriften. Das ist großartig, um weiter Druck aufzubauen und für den kostenlosen ÖPNV zu kämpfen. Warum dieser notwendig und keinesfalls nur Träumerei ist, haben wir hier zusammengefasst:
Warum wir sofort weniger Öl verbrauchen müssen:
Staatliche subventionierte Spritpreise, die nun durch die Verringerung der Energiesteuer auf europäisches Mindestmaß in Aussicht gestellt wurden, werden in keiner Weise der Notwendigkeit einer sofortigen Verringerung der verbrauchten Ölmenge gerecht. Um stärker Druck auf den russischen Präsidenten auszuüben, müssen die Energieimporte aus Russland sofort und drastisch vermindert werden. Im Bereich der Mobilität geht das nur, wenn Menschen, die sonst mit dem Auto fahren, auf Alternativen wie ÖPNV, Fahrrad oder Carsharing umsteigen. Dass dies mit entsprechendem Willen möglich ist, sieht man an der Mobilitätsflat der Stadt Augsburg (ARD).
Auch eine Verlagerung der Importe aus Ländern wie Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist keine Lösung. Beide Länder sind autokratisch regiert und schränken Menschenrechte stark ein. Mit Katar würde Geld in ein Land fließen, dass den Tod von 15.000 Arbeitern bei Bauarbeiten für die Fußball-WM in Kauf genommen hat (Tagesspiegel) und die Emirate hofieren neuerdings den syrischen Machthaber und Kriegsverbrecher Assad, der bisher vor allem von Russland unterstützt wurde (SZ). Aktuelle Abhängigkeiten von Autokraten dürfen nicht durch neue ersetzt werden!
Warum wir den kostenlosen und leistungsstarken ÖPNV brauchen:
Das versprochene 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings ist es auf 3 Monate beschränkt. Außerdem bringt dieses Vorhaben einen großen administrativen Aufwand für die Verkehrsunternehmen mit sich. Ein 0-Euro-Ticket hingegen muss weder kontrolliert noch eingeführt werden und wird daher auch von der Verkehrsministerkonferenz gefordert (Spiegel).
Der ÖPNV gehört zur Daseinsvorsorge und muss nicht wirtschaftlich sein - eine Zeitenwende ist erforderlich. Langfristig geht es darum, den ÖPNV in dichter besiedelten Gebieten attraktiver als das Auto zu machen und jetzt ist ein guter Zeitpunkt, diesen Weg einzuschlagen. Für einen schnellen Ausbau des ÖPNV Angebots im ländlichen Raum können (On-Demand) Busse sorgen.
Es geht auch um soziale Gerechtigkeit. Die jetzt geplante Senkung der Energiesteuer kommt vorwiegend Gutverdiener*innen zugute: Wer ein kleines sparsames Fahrzeug fährt, profitiert im Vergleich am wenigsten (Spiegel). Von denen, die sich erst gar kein Auto leisten können oder zu jung oder alt sind, um selbst zu fahren, ganz zu schweigen.
Daher ist unsere Botschaft an Herrn Wissing, Herrn Lindner und Co.: Vergesst trotz oder gerade wegen aller aktuellen Krisen die Bedrohung durch den Klimawandel nicht. Wagt die ÖPNV-Offensive! Nachfolgende Generationen werden euch danken.