Actualización de la peticiónVerhindert die Schließung unserer Krankenhäuser!Wir haben Medienpräsenz!
Jakob MeyerWaldsassen, Alemania
9 dic 2023

Liebe Unterzeichnende, liebe Unterstützende!

In den letzten Tagen haben wir mit unserem Anliegen durch verschiedene Medien die Möglichkeit bekommen, auch überregional über die Folgen einer Umstrukturierung des Krankenhauses Tirschenreuth aufzuklären und die Menschen darüber zu informieren.

Zum Einen sind einige Artikel in der Presse der Oberpfalzmedien erschienen, zum Anderen hat Dr. Wolfgang Fortelny in zwei Beiträgen von SAT.1 Bayern und OTV Stellung bezogen.

Aus den Reihen der Diskussionsrunde des 05.12.23, in der wir ein gemeinsames Engagement zum Erhalt des Hauses beschlossen hatten, gab es unerwartete Reaktionen auf die beiden Bildbeiträge.

Wir beziehen nehmen zu folgenden Aussagen Stellung:

1.       „Deshalb versuchen wir alle gemeinsam (zumindest dachte ich [der Autor dieses Facebook-Beitrags] das nach dem sehr guten Gespräch im Landratsamt in Tirschenreuth…“

Wir haben vereinbart, gemeinsam an einem Stang in die gleiche Richtung zu ziehen – das bleibt von unserer Seite unbestritten. Auch wir haben dieses Gespräch, wie der offiziellen Pressemitteilung zu entnehmen ist – als gut, fair und sehr produktiv empfunden.

2.       „Natürlich kann man mit solchen Bildern von „auf der Straße sterbenden Menschen“ [Zitat aus dem Beitrag von Sat.1 Bayern vom 08.12.2023, Dr. Fortelny] die Leute mobilisieren. Dann sind es bei der nächsten Demo eben 7000 statt 5000… […]“

Wir geben dem Autor in der Hinsicht recht, dass dieses geschilderte Bild durchaus stark verkürzt und vereinfacht ist. Allerdings ist diese Art der Kommunikation notwendig, um allen Betroffenen klar zu machen, welche dramatischen Folgen die wieder zur Debatte stehende Umstrukturierung im Einzelfall nach sich zieht. In Retrospektive auf erfolgreiche Proteste aus der Bevölkerung fällt auf, dass einwandfreie, aalglatte und völlig sachlich formulierte Statements wohl nur selten zum Erfolg geführt haben. Diese Art der kalten Konfrontation mit den Konsequenzen, die wir gemeinsam zu lindern versuchen ist notwendig, um ein klares Bewusstsein in der breiten Bevölkerung zu schaffen. Menschen, die aufgrund ihrer Professionen in die Abläufe des Gesundheitswesens eingearbeitet sind und Fakten ohne emotionale Behaftung richtig einordnen können, wissen selbst um die daraus entstehende neue Situation. Wir können jedoch nicht von der Allgemeinheit erwarten, sich selbst faktenbasiert und objektiv in diese Materie einzulesen. Wir fordern dazu auf, bitten darum und halten es für notwendig, können es aber nicht erwarten. Deshalb ist es notwendig, Tacheles zu sprechen und die Konsequenz prägnant zu benennen.

Gleiches gilt für die ebenfalls kritisierte Aussage Dr. Fortelnys, dass „wir [bei Wegfall der Geburtshilfe] Entbindungen auf der Straße haben [werden], […]“. Die Geburtshilfe ist kein zentraler Bestandteil unserer gemeinsam vereinbarten Zielsetzung, jedoch ist es genau deswegen wichtig, über die Konsequenzen zu informieren. Die „Entbindungen auf der Straße“ werden zum absoluten Großteil in Rettungswagen und mit Notarztunterstützung stattfinden, allerdings sind diese Bedingungen zwar gut, trotzdem nicht so umfänglich wie in einer Geburtshilfe.

Ergänzend sei gesagt, dass auch in den Notaufnahmen von Krankenhäusern ohne Geburtshilfe notfallmäßige Entbindungen und die anschließend notwendigen Erstversorgungen von Müttern und Neugeborenen durchgeführt werden können. Der Öffentlichkeit steht es zu, darüber informiert zu werden.

 

3.       „Auch Worte können Menschen in Gefahr bringen und auch Worte können Menschen töten.“

Diese Aussage ist im zitierten Beitrag auf die Ermordung des hessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke durch einen rechtsextremen Täter im Jahr 2019 bezogen.

Es ist schwer, zu dieser Aussage in ihrem Kontext ohne Polemik, Whataboutism und mit dem notwendigen Respekt Stellung zu nehmen.

Fakt ist, dass die zur Veranschaulichung herangezogene Tat in einem nicht beschreibbaren Maß abscheulich ist.

Den Landräten Meier (Neustadt / WN) und Grillmeier (Tirschenreuth) wurde bei Bekanntwerden der angekündigten Demonstration am 10.12.23 „dazu geraten, Polizeischutz in Anspruch zu nehmen“. Dies beruhte auf der Tatsache, dass sich politische Meinungen fern der Mitte an unserer Initiative vergreifen und sie zu verachtenswerter parteipolitischer Meinungsmache missbraucheen. Diese Tatsache lässt uns als Initiatoren in keinster Weise kalt und zeichnet ein sehr düsteres Bild von unserer Gesellschaft.

Wir verbitten uns, durch die Initiation einer Bewegung für den Erhalt der medizinischen Grundversorgung in unserer ländlichen Heimatregion mit dem abscheulichen Netzwerk in Relation gestellt zu werden, das den Rechtsextremen Mörder Walter Lübckes dazu brachte, einen Vertreter der deutschen Demokratie in seinem Zuhause kaltblütig und aus politischer Gesinnung zu ermorden.

In diesem Beitrag wird uns Initiatoren unterstellt, persönlich angreifend zu agieren und mindestens billigend in Kauf zu nehmen, dass sich die Debatte zunehmend verschärft und in diesem Zug von radikal positionierten Menschen für ihre Zwecke genutzt wird.

Wir haben zu keinem Zeitpunkt der Initiative persönliche Angriffe verübt und sind sehr darum bemüht, einen objektiven Diskussionsverlauf zu wahren. Außerdem betonen wir nochmals, dass wir bewusst zu keiner Zeit Schuldzuweisungen getroffen haben aus dem Grund, dass uns durchaus bewusst ist, welches komplexe Netzwerk dem deutschen Gesundheitswesen zugrunde liegt. Gerade deswegen ist uns ein sachlicher Umgang auf Augenhöhe sehr wichtig.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von jeglicher Form der parteipolitischen Nutzung dieses Themas. Wir stehen für ein Gesundheitswesen ein, dass allen Menschen, ohne Betrachtung ihrer Hintergründe, eine bestmögliche medizinische Versorgung bietet. Wir verurteilen menschenverachtende Gesinnungen aller Couleur und rufen zu einem sachbasierten ergebnisorientierten öffentlichen Diskurs auf, in dem es keinen Raum für persönliche Agenden und Ideologien gibt.

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals ausdrücklich in höchster Form vor allem bei den Landräten Roland Grillmeier (Tirschenreuth) und Andreas Meier (Neustadt / WN) für den konstruktiven Abend im Landratsamt Tirschenreuth und sind nach wie vor unbeirrt der Meinung, dass wir als Initiative und Kommunalpolitik gemeinsam dafür Sorge tragen können, unsere Gesundheitsversorgung vor einer totalen Demontage zu bewahren.

Wir stehen gemeinsam vereint für eine demokratische Bewegung von Menschen, die sich allen Hilfsbedürftigen verpflichtet haben.

 

Link zu den Medienberichten:

SAT.1 Bayern: https://www.sat1.de/serien/1730-sat1-bayern/videos/fehlende-hilfe-im-notfall-stationen-der-klinik-tirschenreuth-vor-dem-aus-7377969

OTV: https://www.otv.de/vorlaeufiger-stopp-der-plaene-fuer-das-krankenhaus-tirschenreuth-645133/

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