Verhindert die extrem rechte Buchmesse in Halle Saale am 7. und 8.​11​.​2026

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sandra Dietz und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

„Seitenwechsel“ in Halle: Bühne für die extreme Rechte 

Die extrem rechte Buchmesse „Seitenwechsel“ im November 2025 in Halle (Saale) war keine harmlose  Literaturveranstaltung. Sie war eine Bühne für ein dicht vernetztes Milieu der extremen  Rechten – von rechtskonservativen Publizist*innen über AfD-Funktionär*innen bis hin zu aktiven  Neonazis. Das Umfeld von Götz Kubitscheks „Sezession“ war ebenso präsent wie die „Identitäre  Bewegung“, teilweise sogar in organisatorischer Verantwortung. Hier traf sich die extreme Rechte in all ihren Facetten: in bürgerlichem Gewand aber auch offen neonazistisch, vereint unter einem gemeinsamen  Ziel. 

Literatur war für die Organisator*innen von „Seitenwechsel“ lediglich ein Vehikel für die Vermittlung von völkischen, geschichtsrevisionistischen  und autoritären Ideologien. Die Messe diente dazu, diese Inhalte zu verbreiten, zu vernetzen und  salonfähig zu machen – getarnt als Kultur und scheinbare Meinungsfreiheit. Was hier stattfindet, ist aber kein offener, pluralistischer Diskurs, sondern der gezielte Versuch,  menschenverachtende Positionen in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. 


Wer organisiert, trägt Verantwortung 

Veranstaltet wurde die Messe von Susanne Dagen aus Dresden, die sich seit Jahren offen im extrem  rechten Spektrum bewegt. Austragungsort war eine Messehalle, gestellt von der „M.A.T. Objekt  GmbH“, einem Tochterunternehmen der „Zwerenz-Gruppe“. Diese Rolle beschränkte sich nicht auf  eine bloße Vermietung: Das Unternehmen übernahm zentrale organisatorische Aufgaben und trug das  finanzielle Risiko der Veranstaltung mit. Neutralität sieht anders aus. 

Die „Zwerenz-Gruppe“ stellt ihre Immobilien, in Dresden, Halle (Saale) und Gießen, mindestens seit  2021 regelmäßig rechten Akteuren zur Verfügung. Ob AfD-Veranstaltungen, Formate von „Tichys  Einblick“ oder der Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ im  November 2025 in der Gießener „Hessenhalle“ – das Muster ist eindeutig. Trotzdem beruft sich das  Unternehmen weiterhin auf angebliche politische Neutralität. Doch wer immer wieder Räume für  antidemokratische Akteure öffnet, bezieht längst Stellung. 

In Gießen hatte diese Praxis spürbare Folgen: Langjährige Nutzer*innen wie das „Konzertbüro Bahl“  und die „Lebenshilfe Gießen“ beendeten die Zusammenarbeit. Auch Vertreter*innen der örtlichen IHK  warnten vor den Konsequenzen für Demokratie, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt – und  vor den Schäden für Stadt, Beschäftigte und Wirtschaft. 

In Halle (Saale) reagierte der Stadtrat mit klarer Kritik und unterstützte eine kulturelle  Gegenveranstaltung. Weite Teile der halleschen Stadtgesellschaft zogen sich aber mit dem Verweis auf politische Neutralität aus der Verantwortung zurück. Doch gegenüber Menschenfeindlichkeit „neutral“ zu bleiben, heißt hier diese faktisch zu ignorieren und ihr freien Lauf zu lassen. 

November 2026: Es geht weiter 

Für November 2026 ist bereits die nächste Ausgabe von „Seitenwechsel“ angekündigt. Die Erfahrung  zeigt: Solche Formate dienen der langfristigen Normalisierung extrem rechter Ideologien. Unter dem  Deckmantel von Kultur und Meinungsfreiheit wird mobilisiert, vernetzt und strategisch geplant. Und die Frage bleibt: Was hat diese Ideologie unserer Gesellschaft eigentlich zu bieten? Rassismus ist  keine Alternative. Verschwörungsmythen sind kein mutiger Widerstand. Und „der Faschismus“ hat auf  die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts keine Antworten außer Ausgrenzung, Gewalt und  dem autoritären Umbau der Gesellschaft. 

Demokratie braucht Zivilcourage!

Mit der Buchmesse „Seitenwechsel“ führt die extreme Rechte einen gezielten „Kampf um die Köpfe“. Während sie Gleichberechtigung, Vielfalt und Demokratie angreift, stilisiert sie sich bei jeder Kritik zum  Opfer einer angeblichen „Cancel Culture“. Das ist kalkuliert – und durchschaubar. 

Zivilcourage heißt, dieser Strategie zu widersprechen. Zivilcourage heißt, der extremen  Rechten keine Räume und keine Bühnen zu überlassen und der schrittweisen Normalisierung extremer Positionen demokratische Werte entgegen zu setzen. Deshalb fordern wir auch in  Halle eine öffentliche Debatte über die Vermietungspraxis der „Zwerenz-Gruppe“ und ihre  Verantwortung für die Unterstützung antidemokratischer und rechtsextremer Akteure. 

Demokratie verteidigt sich nicht von selbst. Demokratie braucht Haltung, Mut, einen  klaren Kompass und Grenzen.

Wir fordern in Halle, Dresden, Gießen und allen anderen Orten eine öffentliche Debatte über die Vermietungspraxis der „Zwerenz-Gruppe“ und ihre  Verantwortung für die Unterstützung antidemokratischer und rechtsextremer Akteure. 


Bitte unterzeichnen Sie diese Petition, um diesen wichtigen Appell zu unterstützen. Wir können es nicht zulassen, dass extrem rechte Veranstaltungen in großen Messestandorten stattfinden und unsere Gesellschaft weiter spalten. Jede einzelne Unterschrift zählt und trägt dazu bei, ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.

31.326

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sandra Dietz und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

„Seitenwechsel“ in Halle: Bühne für die extreme Rechte 

Die extrem rechte Buchmesse „Seitenwechsel“ im November 2025 in Halle (Saale) war keine harmlose  Literaturveranstaltung. Sie war eine Bühne für ein dicht vernetztes Milieu der extremen  Rechten – von rechtskonservativen Publizist*innen über AfD-Funktionär*innen bis hin zu aktiven  Neonazis. Das Umfeld von Götz Kubitscheks „Sezession“ war ebenso präsent wie die „Identitäre  Bewegung“, teilweise sogar in organisatorischer Verantwortung. Hier traf sich die extreme Rechte in all ihren Facetten: in bürgerlichem Gewand aber auch offen neonazistisch, vereint unter einem gemeinsamen  Ziel. 

Literatur war für die Organisator*innen von „Seitenwechsel“ lediglich ein Vehikel für die Vermittlung von völkischen, geschichtsrevisionistischen  und autoritären Ideologien. Die Messe diente dazu, diese Inhalte zu verbreiten, zu vernetzen und  salonfähig zu machen – getarnt als Kultur und scheinbare Meinungsfreiheit. Was hier stattfindet, ist aber kein offener, pluralistischer Diskurs, sondern der gezielte Versuch,  menschenverachtende Positionen in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. 


Wer organisiert, trägt Verantwortung 

Veranstaltet wurde die Messe von Susanne Dagen aus Dresden, die sich seit Jahren offen im extrem  rechten Spektrum bewegt. Austragungsort war eine Messehalle, gestellt von der „M.A.T. Objekt  GmbH“, einem Tochterunternehmen der „Zwerenz-Gruppe“. Diese Rolle beschränkte sich nicht auf  eine bloße Vermietung: Das Unternehmen übernahm zentrale organisatorische Aufgaben und trug das  finanzielle Risiko der Veranstaltung mit. Neutralität sieht anders aus. 

Die „Zwerenz-Gruppe“ stellt ihre Immobilien, in Dresden, Halle (Saale) und Gießen, mindestens seit  2021 regelmäßig rechten Akteuren zur Verfügung. Ob AfD-Veranstaltungen, Formate von „Tichys  Einblick“ oder der Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ im  November 2025 in der Gießener „Hessenhalle“ – das Muster ist eindeutig. Trotzdem beruft sich das  Unternehmen weiterhin auf angebliche politische Neutralität. Doch wer immer wieder Räume für  antidemokratische Akteure öffnet, bezieht längst Stellung. 

In Gießen hatte diese Praxis spürbare Folgen: Langjährige Nutzer*innen wie das „Konzertbüro Bahl“  und die „Lebenshilfe Gießen“ beendeten die Zusammenarbeit. Auch Vertreter*innen der örtlichen IHK  warnten vor den Konsequenzen für Demokratie, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt – und  vor den Schäden für Stadt, Beschäftigte und Wirtschaft. 

In Halle (Saale) reagierte der Stadtrat mit klarer Kritik und unterstützte eine kulturelle  Gegenveranstaltung. Weite Teile der halleschen Stadtgesellschaft zogen sich aber mit dem Verweis auf politische Neutralität aus der Verantwortung zurück. Doch gegenüber Menschenfeindlichkeit „neutral“ zu bleiben, heißt hier diese faktisch zu ignorieren und ihr freien Lauf zu lassen. 

November 2026: Es geht weiter 

Für November 2026 ist bereits die nächste Ausgabe von „Seitenwechsel“ angekündigt. Die Erfahrung  zeigt: Solche Formate dienen der langfristigen Normalisierung extrem rechter Ideologien. Unter dem  Deckmantel von Kultur und Meinungsfreiheit wird mobilisiert, vernetzt und strategisch geplant. Und die Frage bleibt: Was hat diese Ideologie unserer Gesellschaft eigentlich zu bieten? Rassismus ist  keine Alternative. Verschwörungsmythen sind kein mutiger Widerstand. Und „der Faschismus“ hat auf  die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts keine Antworten außer Ausgrenzung, Gewalt und  dem autoritären Umbau der Gesellschaft. 

Demokratie braucht Zivilcourage!

Mit der Buchmesse „Seitenwechsel“ führt die extreme Rechte einen gezielten „Kampf um die Köpfe“. Während sie Gleichberechtigung, Vielfalt und Demokratie angreift, stilisiert sie sich bei jeder Kritik zum  Opfer einer angeblichen „Cancel Culture“. Das ist kalkuliert – und durchschaubar. 

Zivilcourage heißt, dieser Strategie zu widersprechen. Zivilcourage heißt, der extremen  Rechten keine Räume und keine Bühnen zu überlassen und der schrittweisen Normalisierung extremer Positionen demokratische Werte entgegen zu setzen. Deshalb fordern wir auch in  Halle eine öffentliche Debatte über die Vermietungspraxis der „Zwerenz-Gruppe“ und ihre  Verantwortung für die Unterstützung antidemokratischer und rechtsextremer Akteure. 

Demokratie verteidigt sich nicht von selbst. Demokratie braucht Haltung, Mut, einen  klaren Kompass und Grenzen.

Wir fordern in Halle, Dresden, Gießen und allen anderen Orten eine öffentliche Debatte über die Vermietungspraxis der „Zwerenz-Gruppe“ und ihre  Verantwortung für die Unterstützung antidemokratischer und rechtsextremer Akteure. 


Bitte unterzeichnen Sie diese Petition, um diesen wichtigen Appell zu unterstützen. Wir können es nicht zulassen, dass extrem rechte Veranstaltungen in großen Messestandorten stattfinden und unsere Gesellschaft weiter spalten. Jede einzelne Unterschrift zählt und trägt dazu bei, ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.

Kommentare von Unterstützer*innen

Neuigkeiten zur Petition