Verhindern Sie das Verhindern des Baus eines McDonald's in Haaren

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Steigern wir das auf 100 Unterschriften!
Petitionen mit mehr als 1000 Unterstützer*innen verbessern ihre Erfolgswahrscheinlichkeit um den Faktor 5!
Aktuelle Unterzeichner*innen:
Rainer und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich bin zutiefst besorgt über das geplante Verhindern eines McDonald's im Gewerbegebiet Piepenberg in Haaren (Kreis Paderborn), ein Aufruf auf Change.org mit mittlerweile über 500 Unterschriften, gegen das (höchstwahrscheinlich) bald kommende Fastfood Restaurant. Dieses mögliche Restaurant, und somit eine Entwicklung zum Positiven, könnte dazu führen, dass eine Gewerbefläche tatsächlich für ein Unternehmen genutzt wird, das Arbeitsplätze schafft, Gewerbesteuern zahlt, und freiwillig von Menschen besucht wird: Ein untragbarer Zustand, würde ja bedeuten dass es endlich mal was Interessantes in der Umgebung gibt, statt Tretbecken, unspektakulären "Mega Rutschen" & Geräten auf denen man aktiv hin- und her wackeln kann. Zutiefst schrecklich, wenn die Zivilisation mal mit Fortschritt konfrontiert wird, statt dass man die selben Pizza- und Dönerbuden wie in den letzten 100 Jahren an der selben Stelle stehen hat, Lokale die aktiv alle 3 Monate insolvent gehen & die Besitzer wechseln. Hammer, das gehört doch zu unserer Dorf-Kultur dazu.

Angst vor Fortschritt und Änderung? Das lieben wir Deutschen ja richtig.

Besonders alarmierend ist, dass manche Menschen offenbar der Meinung sind, sie könnten anderen Erwachsenen und Jugendlichen vorschreiben, was diese zu verzehren haben. Wenn ein Hamburger bereits als Gefahr für die Demokratie gilt, sollten wir konsequenterweise auch Eisdielen, Bäckereien, Imbisse und Weihnachtsmärkte verbieten. Sicherheitshalber vielleicht gleich alles, was mehr als drei Kalorien hat, und gegen Paragraph 3 Absatz 5 im SpßG verstößt: "Spaß haben ist in Deutschland verboten, stattdessen weiter mehr Bier saufen und Bratwurst konsumieren, bis das steinharte Viszeralfett an seine Grenzen kommt". Yay, go Germany!

Ein weiterer beunruhigender Aspekt ist das Argument des fehlenden Fußwegs. Sollte dieser tatsächlich fehlen, wäre die naheliegende Lösung vermutlich ein sicherer Gehweg, und nicht das Verbot eines Restaurants. Nach derselben Logik müsste man auch jedes andere Geschäft schließen, dass an einer stark befahrenen Straße liegt. Wäre ja auch was ganz neues, ein McDonald's im Industriegebiet - Haben wir ja noch nie gesehen. Nur Unfälle, Schwerverletzte. Der chaotische, schreckliche Hotspot an tödlichen Verletzungen: McDonald's!

Fastfood wird nur dann gegessen, wenn Menschen sich freiwillig dafür entscheiden. Überraschenderweise zwingt kein McDonald's seine Gäste zum Kauf der mittlerweile doch stark überteuerten Pressfleischklumpen. Aber - Jeder Mensch besitzt weiterhin die bemerkenswerte Fähigkeit, selbst zu entscheiden, ob er dort essen möchte oder eben nicht. Faszinierend wie der Mensch einfach Mensch sein kann, wenn ihm nichts von alten prä-historischen Urgesteinen der frühen 20er Jahre vorgeschrieben wird.

Auch das Müllproblem wird gerne angeführt. Vielleicht liegt das Problem aber weniger bei den Verpackungen als bei den Menschen, die den Müll achtlos wegwerfen. Müll gehört in den Mülleimer, unabhängig davon, ob er von McDonald's, der Bäckerei, oder dem Discounter stammt.

Nachhaltigkeit und regionale Angebote sind wichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass man jedes Unternehmen verbieten muss, welches einem persönlich nicht gefällt. Eine freie Gemeinde lebt von Vielfalt, nicht von Geschmacksvorschriften. Würden wir nach den strikten Regeln jener leben, die Richard und Maurice McDonald noch höchstpersönlich ins Bett zum Schlafen geschickt haben, dürften wir natürlich nur weiter Kartoffelsuppe mit Bohnen, und glibbrige Sülze schlürfen. Denn Fortschritt ist gruselig und macht.. Spaß. Das ist illegal hier!

Helfen Sie uns, die freie Entscheidung der Bürger zu bewahren. Wer keinen Big Mac möchte, muss keinen kaufen. Wer einen möchte, sollte das ebenfalls dürfen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Haaren ein Ort bleibt, an dem unterschiedliche Angebote nebeneinander existieren dürfen, ganz ohne Petitionen gegen die Essenswahl anderer Menschen.

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Ein McDonald's wird Haaren sicher nicht zur Großstadt machen. Aber das wäre endlich mal etwas Neues. Statt immernoch in der Zeit hängen zu bleiben, mit Jugendlichen die sich hobbymäßig am Rewe in Wünnenberg treffen, oder exzessiv Mischbier an Grillhütten saufen müssen weil's einfach kein interessantes Angebot in der Umgebung gibt, gäbe es hier zumindest eine Möglichkeit etwas Leben in die doch eher monotone Luft zu bekommen. Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es hier kaum etwas, außer Ruhe. Wünnenberg und die Umgebung sind ein schöner Ort, jedoch auch ohne etwas, was wirklich mal zeigt, dass wir auch anders können, und nicht alles beim alten, eingesessenen repetitiven Zyklus halten. Vielleicht muss man nicht jede Veränderung verhindern. Es wird in keiner Hinsicht einen negativen Aspekt geben, wenn wir da irgendwann einen Fastfood Giganten stehen haben. Entweder hält er sich, oder halt.. nicht. Haaren Piepenberg ist ein abgelegener Abteil im Industriegebiet, heißt selbst wenn das Restaurant die üblichen Zeiten von teils 1, 2, oder selbst 3 Uhr morgens einhält, wird sich niemand im Wohngebiet gestört fühlen.

Wer unsere Stadt einfach gerne im Mittelalter halten möchte, darf dies gerne tun, jedoch gibt es auch Menschen U85, die noch Spaß am Leben haben.

Bitte unterstützen Sie diese Gegenpetition und setzen Sie ein Zeichen dafür, dass Freiheit manchmal schon damit beginnt, anderen ihren überteuerten Cheeseburger mit labbrigen Pommes zu gönnen, im Einklang mit jenen die doch lieber Schüttelpizza mit Paprika Edelsüß als exotische Belohnung sehen, und ihre Knoblauchtabletten dann mit Bohnensuppe runterschlürfen.

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Samy ArensPetitionsstarter*in

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