Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen

Soziale Bewegung:Feuerwerksverbot pro

Das Problem

Den Brauch, Silvester zu feiern, um böse Geister für das neue Jahr zu vertreiben, gibt es bereits seit Jahrhunderten. Vor einigen Jahrzehnten kam dann der kommerzielle Aspekt mittels selbst zu kaufendem Feuerwerk dazu. Zwar glaubt heute keiner mehr an böse Geister, dennoch ist das Feuerwerk geblieben und nimmt immer drastischere Züge an. 

Jahr für Jahr stellt sich heraus, dass ein großer Teil der Deutschen nicht in der Lage ist verantwortungsvoll mit diesem Kleinsprengstoff umzugehen und die Umwelt- und Gesundheitsbelastung enorm ist. Aus diesem Grund habe ich mich mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. zusammengetan und fordere: Das bundesweite und ganzjährige Verbot von Feuerwerken für Privatpersonen!

Aus den Städten erreichen uns zahlreiche Rückmeldungen. Die Städte würden gerne weiter aktiv werden und private Feuerwerke großflächig verbieten – dafür fehlt allerdings die rechtliche Grundlage. Deshalb wenden wir uns nun an Innenminister Alexander Dobrindt und fordern ihn auf, die Kommunen nicht mit kleinteiligen Einzelentscheidungen im Stich zu lassen, sondern das Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen bundesweit und ganzjährig zu verbieten! Das geht ganz einfach über eine kleine Änderung in der ersten Sprengstoffverordnung.

Zu den Gründen:

  1. Die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht: Feinstaub ist ein Luftschadstoff mit massivsten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. In der Silvesternacht wird regelmäßig der stärkste Anstieg aller Partikelgrößen im ganzen Jahr gemessen. Das neue Jahr beginnt also „traditionell“ mit der schlechtesten Luft des Jahres: Feinstaubstundenwerte über 1000 µg/m³ (PM10) sind keine Seltenheit, während die durchschnittliche Belastung im Jahr 2018 an den städtischen Messstationen in Deutschland rund 18 µg/m³ betrug. Dies ist auch für die Bürger:innen durch immer dichter werdenden Nebel zu erkennen, der das Bestaunen der durch die Raketen hervorgerufenen Lichtspiele mancherorts gar nicht mehr zulässt. Dies hat auch schon 2016 Diplomchemiker Rudolf Schierl in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung bewiesen.
  2. Jedes Jahr entlaufen und sterben Haustiere durch massenhaftes Abfeuern von sogenannten "Böllern". Da sich an die geltenden Gesetze nicht gehalten wird (Abfeuern nur am 31.12. und 01.01. erlaubt), ist es für viele Tierhalter tagelang ein Spießrutenlauf. Ganz zu schweigen von den Wildtieren, die durch die Knallerei in Panik geraten und auch teilweise schwere Unfälle verursachen. Auch die ohnehin schon stark schwindenden Vogelbestände werden durch Feuerwerke gefährdet. Siehe dazu z.B. die Vorfälle in Arkansas (USA), als im Jahr 2011 in der Silvesternacht mehr als 3000 Vögel tot vom Himmel fielen.
  3. Die hohen Mengen an Müll, die jedes Jahr nach den Silvesterfeuerwerken auf unseren Straßen liegen bleiben und von den Kommunen weggeräumt werden müssen. Wäre dies noch vertretbar, gilt dies nicht für den Müll, der auf Privatgrundstücken oder Wasserflächen landet und diese vergiftet.
  4. Die Unfallgefahr, die jedes Jahr durch schwere Verletzungen und leider auch tragische Todesfälle aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs von Feuerwerken aufs Neue bestätigt wird. Wenn man sich den hohen Alkoholkonsum bei den Feiern vor Auge hält, ist es eigentlich schon fast ein Wunder, dass nicht noch mehr passiert. Vor allem Jugendliche und Kinder werden Opfer der Feuerwerkskörper. Hier einige Beispiele vergangener Jahreswechsel:
    - eine Siebenjährige wurde bei Hannover verletzt, als ein 14-jähriges Mädchen ihr einen Feuerwerkskörper in den Ausschnitt steckte, wo dieser dann auch explodierte
    - eine Vierjährige wurde in Bremen von einer Gruppe Jugendlicher mit Böllern beworfen
    - einem Neunjährigen wurden in Köln zwei Finger abgerissen, als er auf einem Spielplatz vermeintliche Blindgänger aufhob
    - in der letzten Silvesternacht gab es bundesweit fünf tödliche Unfälle durch den unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik.
  5. Belastungen der Steuerzahler durch Schäden in zweistelliger Millionenhöhe jedes Jahr. Hervorgerufen durch Brände, Sachbeschädigungen, Verletzungen und Vorsätzlichkeiten wie das Zünden von Feuerwerkskörpern in Containern und Briefkästen.
  6. Ohne Rücksicht auf die Umwelt, Tiere und andere Menschen (z.B. Demenzkranke) wird vor und nach der erlaubten Zeit Feuerwerk abgebrannt und auch die Sicherheitszonen um Krankenhäuser, Altenheime, landwirtschaftliche Nutzflächen wird trotz angedrohter Geldbußen bis zu 50.000€ ignoriert.
  7. Auch letztes Jahr wurden diese „Kleinsprengstoffe“ gezielt zur Körperverletzung an Menschen (unter anderem Polizisten und Rettungskräften) und Tieren verwendet. Allein dies sollte Grund genug für das Verbot sein!

Da sich die genannten Punkte jedes Jahr verstärken, bitten wir Sie den Beispielen Schweden, Irland, Niederlande und Rumänien zu folgen. Dort ist der Verkauf von Raketen und Böllern an die Bevölkerung bereits komplett verboten.

Meine persönlichen Gründe, warum ich die Petition erstellt habe:

Ich bin seit mehreren Jahren im Tierschutz aktiv und die Tage um Silvester herum sind einfach nur die Hölle. Ich bin natürlich kein Spielverderber oder Paragraphenreiter. Und natürlich ist ein gut gemachtes Feuerwerk auch schön anzusehen.

Leider habe ich bereits als Kind die negativen Auswirkungen davon am eigenen Leib mitbekommen, als mein Wellensittich einen Tag vor Silvester durch Feuerwerkskörper einen Herzschlag erlitten hat.

2003 brannte dann aufgrund einer in einem Pferdestall gelandeten Rakete der komplette Stall ab. Obwohl wir direkt vor Ort waren, konnten wir zwei Pferde nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen und sie verendeten qualvoll.

Einer Freundin und mir wurden bei einem Ausritt von mehreren Jugendlichen gezielt Böller zwischen die Pferdebeine geworfen. Während mein Pferd vor Angst erstarrte, wurde meine Freundin abgeworfen und das Pferd rannte unter dem Geklatsche und Gejohle der Jugendlichen auf eine Straße. Glücklicherweise kam kein Auto und (außer einem Schlüsselbeinbruch bei meiner Freundin) kam es zu keiner großen Verletzung. Nicht auszudenken, es wäre zu einer Kollision mit einem Auto gekommen. Dies hätte Menschenleben kosten können!

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Andrea Glomba und die Deutsche Umwelthilfe e.V.Petitionsstarter*in

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Das Problem

Den Brauch, Silvester zu feiern, um böse Geister für das neue Jahr zu vertreiben, gibt es bereits seit Jahrhunderten. Vor einigen Jahrzehnten kam dann der kommerzielle Aspekt mittels selbst zu kaufendem Feuerwerk dazu. Zwar glaubt heute keiner mehr an böse Geister, dennoch ist das Feuerwerk geblieben und nimmt immer drastischere Züge an. 

Jahr für Jahr stellt sich heraus, dass ein großer Teil der Deutschen nicht in der Lage ist verantwortungsvoll mit diesem Kleinsprengstoff umzugehen und die Umwelt- und Gesundheitsbelastung enorm ist. Aus diesem Grund habe ich mich mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. zusammengetan und fordere: Das bundesweite und ganzjährige Verbot von Feuerwerken für Privatpersonen!

Aus den Städten erreichen uns zahlreiche Rückmeldungen. Die Städte würden gerne weiter aktiv werden und private Feuerwerke großflächig verbieten – dafür fehlt allerdings die rechtliche Grundlage. Deshalb wenden wir uns nun an Innenminister Alexander Dobrindt und fordern ihn auf, die Kommunen nicht mit kleinteiligen Einzelentscheidungen im Stich zu lassen, sondern das Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen bundesweit und ganzjährig zu verbieten! Das geht ganz einfach über eine kleine Änderung in der ersten Sprengstoffverordnung.

Zu den Gründen:

  1. Die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht: Feinstaub ist ein Luftschadstoff mit massivsten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. In der Silvesternacht wird regelmäßig der stärkste Anstieg aller Partikelgrößen im ganzen Jahr gemessen. Das neue Jahr beginnt also „traditionell“ mit der schlechtesten Luft des Jahres: Feinstaubstundenwerte über 1000 µg/m³ (PM10) sind keine Seltenheit, während die durchschnittliche Belastung im Jahr 2018 an den städtischen Messstationen in Deutschland rund 18 µg/m³ betrug. Dies ist auch für die Bürger:innen durch immer dichter werdenden Nebel zu erkennen, der das Bestaunen der durch die Raketen hervorgerufenen Lichtspiele mancherorts gar nicht mehr zulässt. Dies hat auch schon 2016 Diplomchemiker Rudolf Schierl in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung bewiesen.
  2. Jedes Jahr entlaufen und sterben Haustiere durch massenhaftes Abfeuern von sogenannten "Böllern". Da sich an die geltenden Gesetze nicht gehalten wird (Abfeuern nur am 31.12. und 01.01. erlaubt), ist es für viele Tierhalter tagelang ein Spießrutenlauf. Ganz zu schweigen von den Wildtieren, die durch die Knallerei in Panik geraten und auch teilweise schwere Unfälle verursachen. Auch die ohnehin schon stark schwindenden Vogelbestände werden durch Feuerwerke gefährdet. Siehe dazu z.B. die Vorfälle in Arkansas (USA), als im Jahr 2011 in der Silvesternacht mehr als 3000 Vögel tot vom Himmel fielen.
  3. Die hohen Mengen an Müll, die jedes Jahr nach den Silvesterfeuerwerken auf unseren Straßen liegen bleiben und von den Kommunen weggeräumt werden müssen. Wäre dies noch vertretbar, gilt dies nicht für den Müll, der auf Privatgrundstücken oder Wasserflächen landet und diese vergiftet.
  4. Die Unfallgefahr, die jedes Jahr durch schwere Verletzungen und leider auch tragische Todesfälle aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs von Feuerwerken aufs Neue bestätigt wird. Wenn man sich den hohen Alkoholkonsum bei den Feiern vor Auge hält, ist es eigentlich schon fast ein Wunder, dass nicht noch mehr passiert. Vor allem Jugendliche und Kinder werden Opfer der Feuerwerkskörper. Hier einige Beispiele vergangener Jahreswechsel:
    - eine Siebenjährige wurde bei Hannover verletzt, als ein 14-jähriges Mädchen ihr einen Feuerwerkskörper in den Ausschnitt steckte, wo dieser dann auch explodierte
    - eine Vierjährige wurde in Bremen von einer Gruppe Jugendlicher mit Böllern beworfen
    - einem Neunjährigen wurden in Köln zwei Finger abgerissen, als er auf einem Spielplatz vermeintliche Blindgänger aufhob
    - in der letzten Silvesternacht gab es bundesweit fünf tödliche Unfälle durch den unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik.
  5. Belastungen der Steuerzahler durch Schäden in zweistelliger Millionenhöhe jedes Jahr. Hervorgerufen durch Brände, Sachbeschädigungen, Verletzungen und Vorsätzlichkeiten wie das Zünden von Feuerwerkskörpern in Containern und Briefkästen.
  6. Ohne Rücksicht auf die Umwelt, Tiere und andere Menschen (z.B. Demenzkranke) wird vor und nach der erlaubten Zeit Feuerwerk abgebrannt und auch die Sicherheitszonen um Krankenhäuser, Altenheime, landwirtschaftliche Nutzflächen wird trotz angedrohter Geldbußen bis zu 50.000€ ignoriert.
  7. Auch letztes Jahr wurden diese „Kleinsprengstoffe“ gezielt zur Körperverletzung an Menschen (unter anderem Polizisten und Rettungskräften) und Tieren verwendet. Allein dies sollte Grund genug für das Verbot sein!

Da sich die genannten Punkte jedes Jahr verstärken, bitten wir Sie den Beispielen Schweden, Irland, Niederlande und Rumänien zu folgen. Dort ist der Verkauf von Raketen und Böllern an die Bevölkerung bereits komplett verboten.

Meine persönlichen Gründe, warum ich die Petition erstellt habe:

Ich bin seit mehreren Jahren im Tierschutz aktiv und die Tage um Silvester herum sind einfach nur die Hölle. Ich bin natürlich kein Spielverderber oder Paragraphenreiter. Und natürlich ist ein gut gemachtes Feuerwerk auch schön anzusehen.

Leider habe ich bereits als Kind die negativen Auswirkungen davon am eigenen Leib mitbekommen, als mein Wellensittich einen Tag vor Silvester durch Feuerwerkskörper einen Herzschlag erlitten hat.

2003 brannte dann aufgrund einer in einem Pferdestall gelandeten Rakete der komplette Stall ab. Obwohl wir direkt vor Ort waren, konnten wir zwei Pferde nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen und sie verendeten qualvoll.

Einer Freundin und mir wurden bei einem Ausritt von mehreren Jugendlichen gezielt Böller zwischen die Pferdebeine geworfen. Während mein Pferd vor Angst erstarrte, wurde meine Freundin abgeworfen und das Pferd rannte unter dem Geklatsche und Gejohle der Jugendlichen auf eine Straße. Glücklicherweise kam kein Auto und (außer einem Schlüsselbeinbruch bei meiner Freundin) kam es zu keiner großen Verletzung. Nicht auszudenken, es wäre zu einer Kollision mit einem Auto gekommen. Dies hätte Menschenleben kosten können!

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Andrea Glomba und die Deutsche Umwelthilfe e.V.Petitionsstarter*in
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Die Entscheidungsträger*innen

Alexander Dobrindt
Alexander Dobrindt
Bundesminister des Innern
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Petition am 30. Dezember 2017 erstellt