Petition updateVerbot von Conversion Therapy („Homo-Heilung“) in Deutschland - JETZT!Bremen will "Homo-Therapien" verbieten #HomoBrauchtKeineHeilung #mequeer
Lucas HawrylakBerlin, Germany
Aug 24, 2018

Liebe Unterstützer*innen, 

unsere Petition zum Verbot der Konversiontherapie in Deutschland unter dem Hashtag #HomoBrauchtKeineHeilung und eure Unterstützung dafür zeigen Wirkung. Wie Queer.de heute berichtet, möchten die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in der Bremischen Bürgerschaft mit einem Dringlichkeitsantrag zum CSD über eine Bundesratsinitiative ein Verbot sogenannter Konversionstherapien in ganz Deutschland erreichen. 

Das sind tolle Neuigkeiten und ein erster Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem müssen wir weiter für mehr Unterschriften sorgen,um so mit Nachdruck für ein endgültiges Verbot in Deutschland sorgen zu können. Ich kann euch nur auf diesem Weg nochmal für jede Unterschrift, jeden Post, jedes Gespräch und jeden Tweet zum Thema danken. Nur so können wir die Debatte zum Thema hochhalten und ein Verbot in die Tat umsetzen. 

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Nachfolgend der Text des Dringlichkeitsantrages im Wortlaut: 

Dringlichkeitsantrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Homophobie entschieden entgegentreten:

Pseudowissenschaftliche Konversionstherapien endlich verbieten
Drs. 19/ 22.08.2018

Homosexualität ist keine Krankheit, sondern Teil der menschlichen Natur und eine menschenrechtlich geschützte Ausprägung der Persönlichkeit, die keiner Therapie bedarf.

Lange Zeit war besonders die gleichgeschlechtliche Sexualität unter Männern strafbar. Erst mit der 1968er Bewegung setzte allmählich ein Umdenken ein, die Schwulen- und Lesbenbewegung begann damals selbstbewusst, mehr Akzeptanz zu fordern. Allerdings sollte es noch bis 1992 dauern, bis die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus dem ICD-Diagnosekatalog (International Classification of Diseases) strich. Und erst 1994 wurde der seit dem Kaiserreich geltende, von den Nationalsozialisten verschärfte und von der Bundesrepublik übernommene

Paragraph 175 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Doch die absurde Idee, bestimmte sexuelle Orientierungen oder geschlechtliche Identitäten seien krankhaft, lebt bis heute in Teilen der Gesellschaft fort.

Selbsternannte „Homoheiler“ bieten fragwürdige Konversionstherapien an, sie arbeiten meist im Umfeld streng religiöser Gruppierungen. Besonders in evangelikalen Kreisen wird bei homosexuellen Jugendlichen und jungen Erwachsenen (teilweise auch bei trans- oder intergeschlechtlichen Personen) der Versuch unternommen, diese durch eine „Umpolungs-Therapie“ zu „heilen“. So werden beispielsweise homoerotische Bilder gezeigt und gleichzeitig Elektroschocks verabreicht, um so eine Abneigung gegenüber gleichgeschlechtlicher Lust entstehen zu lassen. Der inzwischen umbenannte Verein „Wüstenstrom“ hat solche Behandlungen seit Jahren angeboten.

Der Weltärztebund hat Konversionstherapien 2013 in einer Erklärung als Menschenrechtsverletzung deutlich verurteilt. Diese Therapien seien eine ernste Gefahr für die Gesundheit der Betroffenen, viele Opfer sind in der Folge über Jahre traumatisiert, viele werden suizidal.

Einige europäische Länder und etliche amerikanische Bundesstaaten haben Konversionstherapien inzwischen verboten, im Juli 2018 wird ein entsprechendes Gesetz im britischen Parlament erwogen.
Die Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:

Die Bürgerschaft (Landtag) fordert den Senat auf, eine Bundesratsinitiative für ein Verbot von Konversionstherapien zu starten.

Björn Tschöpe und Fraktion der SPD

Dr. Henrike Müller, Nima Pirooznia, Dr. Maike Schaefer und Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

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Wir freuen uns sehr über dieses erste positive Zwischenergebnis aus Bremen und wünschen euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße

Team #HomoBrauchtKeineHeilung

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