Petition updateVERBESSERUNG (Novellierung) des Deutschen TierschutzgesetzesHauptverursacher des Problems sei, so die Studie, die Landwirtschaft.
Hans Joachim RichterBremen, Germany
Jan 20, 2019

Hallo liebe Unterstützer,

dieser Tage macht etwas die Runde, das wieder einmal hervorragend zum Thema passt. Das Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie gab bekannt, dass die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch Feinstaubbelastung mit etwa 120.000 toten Menschen jährlich offenbar viel höher ist als bisher angenommen. InfoLink: Hauptverursacher des Problems sei, so die Studie, die Landwirtschaft.

Damit sind natürlich in erster Linie die Massentierhaltung und die Gülleverbringung auf die Felder gemeint.

Der Bauernverband bestreitet die Studienergebnisse.

Ausschnitte aus dem o.g. LINK: von www.tagesschau.de:

Der Deutsche Bauernverband betont auf Nachfrage, man sei intensiv bemüht, die Ammoniak-Emissionen zu reduzieren. Die Zahlen der neuen Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie bestreitet man jedoch: "An diesen Spekulationen, ich halte das für Spekulationen, beteilige ich mich nicht", sagt der Umweltbeauftrage des Deutschen Bauernverbandes, Eberhard Hartelt, gegenüber Monitor.

Der Studienleiter Lelieveld hält dem entgegen, die neue Studie sei schlicht "ein Wachsen von Erkenntnissen, woraus hervorgeht, dass die Gesundheitswirkung von Feinstaub eigentlich noch viel stärker ist, als wir gedacht haben".

So sieht es auch der Ärztliche Direktor an der Universitätsklinik Mainz, Professor Doktor Thomas Münzel: "Feinstaub führt zu Lungen- und Herz-Kreislauf Erkrankungen. Die hohe Zahl der vorzeitigen Todesfälle muss umgehend politische Konsequenzen haben." Man könne in Europa Millionen an vorzeitigen Todesfällen durch Feinstaub vermeiden, wenn man die europäischen Grenzwerte zum Beispiel auf amerikanische Grenzwerte reduzieren würde, so Münzel.

Experten fordern eine Reduzierung der Tierbestände, zumindest aber für Großbetriebe eine flächendeckende Verpflichtung zum Einsatz technischer Maßnahmen, mit denen die Ammoniak-Belastung reduziert werden kann. So ließen sich die Ausgasungen durch Filteranlagen in den Ställen und Abdeckungen auf Güllebecken reduzieren. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft äußerte sich dazu bisher nicht.

(Über dieses Thema berichtet das ARD-Magazin Monitor am Donnerstag ab 21.45 Uhr.)

ENDE des Ausschnitts.

Aber anstatt an der Forderung zur Reduzierung des Tierbestandes festzuhalten, um eine nachhaltige und tierfreundlichere Lösung zu finden wird gleich wieder über technische Maßnahmen als Alternativen nachgedacht. Davon abgesehen müssen die gefilterten Überbleibsel ja auch wieder irgendwohin………..

Hierzu auch noch ein interessanter Artikel vom InfoLink: „Wolfsmonitor“, der einmal den Vergleich zwischen der Anzahl der sogenannten „Wolfsrisse von Nutztieren“ und der Anzahl der, ich schreibe mal ganz provokant, „Menschrisse durch die tierquälerischen Haltung von Nutztieren“ vorstellt.

Das sind – aufs Jahr gerechnet – 13,7 Millionen Schweine, wie die Neue Westfälische berichtet. Das sind nur Notschlachtungen. Die „normalen Schlachtungen“ müssen noch dazu gezählt werden. Hier ist NUR von Schweinen die Rede.

Ein schönes Wochenende und einen guten Wochenstart
wünscht Achim Richter

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