Verbessere die Bedingungen an Grundschulen in Bayern

Das Problem

In Bayern werden Grundschulkinder einem Leistungsdruck ausgesetzt, der wissenschaftlichen Erkenntnissen zur kindlichen Entwicklung widerspricht.

Als Eltern erleben wir täglich, wie unangemessene Prüfungsformate und überzogene Anforderungen unsere Kinder nicht fordern, sondern überfordern.

Kinder mit ADHS und Dyskalkulie sollten in Bayern Nachteilsausgleiche bekommen, so wie es in anderen Bundesländern, z. B. Sachsen, bereits üblich ist. Sachsen führt ab dem Schuljahr 2026/2027 einen offiziellen Nachteilsausgleich bei Dyskalkulie (Rechenschwäche) ein. Nach Landtagsbeschluss vom Februar 2026 wird die Dyskalkulie als Teilleistungsschwäche anerkannt. 

Schlechte schriftliche Leistungen sollten durch gute mündliche Leistungen ausgeglichen werden können. 

Fangfragen in Tests, zielen darauf ab, Schüler in Fallen zu locken, anstatt ihr Wissen fair zu überprüfen. Solche Fragen führen nicht nur zu Frustration, sondern können auch das Selbstwertgefühl unserer Kinder negativ beeinflussen.

Wir fordern, dass der Testumfang dem Alter unserer Kinder entspricht. Das Zentrum für Schulpsychologie dokumentiert die wissenschaftlich belegte Konzentrationsspanne klar: Kinder von 7 bis 10 Jahren können sich im Durchschnitt bis zu 20 Minuten konzentrieren.  Der Kölner Psychologie-Professor Gerhard Lauth, der seit Jahren mit Kindern arbeitet, stellt fest, dass die meisten Beschwerden über mangelnde Konzentration aus überzogenen Erwartungen der Erwachsenen resultieren.  Trotzdem müssen bayerische Grundschüler regelmäßig Tests bewältigen, die diese Zeitspannen deutlich überschreiten. Tests von 30 bis 45 Minuten prüfen bei diesen Kindern also nicht das Wissen, sondern die Erschöpfung.

Gerade in den frühen Jahren der Bildung sollte es darum gehen, ein solides Grundwissen zu vermitteln und nicht in die Tiefe von Themen einzutauchen, die normalerweise erst in der Oberstufe behandelt werden. 

In einer bayerischen Grundschule werden aktuell zum Beispiel folgende Inhalte aus höheren Klassen gelehrt und abgefragt :

  • Schaltpläne aus der Physik 
  • Pflanzenbestimmung durch Blattform und Art der Ränder 
  • Präsentationstechniken für 
    Gedichtvorträge

In den zugehörigen Tests gibt es Punktabzug bei:

  • nicht korrekt durchgezogenen Linien bei gezeichneten Schaltplänen
  • nicht korrekt erkannten Blatträndern
  • Vorträgen: zu leise Stimme, zu wenig Blickkontakt zum Publikum, falsche Betonung

Diese Anforderungen übersteigen nicht nur den Lehrplan, sie übersteigen das kognitive Entwicklungsstadium von 6- bis 10-Jährigen.

Mit Abschluss der 4. Klasse entscheiden diese Prüfungskriterien über den weiteren Bildungsweg unserer Kinder und bilden derzeit kein realistisches Bild ihrer Leistungen ab. Sie halten daher Kinder von Bildungswegen fern, die sie unter fairen Umständen nutzen könnten und enthalten unserer Gesellschaft in der weiteren Zukunft wichtige Kompetenzträger, die uns in der Wirtschaft fehlen werden. 

Als Elternteil sehe ich verunsicherte Eltern mit Ihren Kindern von Arzttermin zu Arzttermin gehen, um herauszufinden, warum ihr Kind die Anforderungen nicht schafft. Viele suchen Hilfe im Bereich Ergotherapie oder klassischer Nachhilfe, andere geben ihren Kindern Medikamente, um die Konzentration zu steigern. 

Hier benötigt es ein klares Signal der zuständigen Behörden, um auch bei Direktoren und Lehrkräften eine veränderte Einstellung zu bewirken. 

Bitte unterstützen Sie unsere Initiative, um altersgerechten Unterricht und faire Bewertungsmaßstäbe in Grundschulen einzuführen.

Unterschreiben Sie diese Petition, um eine Veränderung im Schulsystem zu bewirken und unseren Kindern die Bildung zu geben, die sie verdienen.

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Mary B.Petitionsstarter*in

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Das Problem

In Bayern werden Grundschulkinder einem Leistungsdruck ausgesetzt, der wissenschaftlichen Erkenntnissen zur kindlichen Entwicklung widerspricht.

Als Eltern erleben wir täglich, wie unangemessene Prüfungsformate und überzogene Anforderungen unsere Kinder nicht fordern, sondern überfordern.

Kinder mit ADHS und Dyskalkulie sollten in Bayern Nachteilsausgleiche bekommen, so wie es in anderen Bundesländern, z. B. Sachsen, bereits üblich ist. Sachsen führt ab dem Schuljahr 2026/2027 einen offiziellen Nachteilsausgleich bei Dyskalkulie (Rechenschwäche) ein. Nach Landtagsbeschluss vom Februar 2026 wird die Dyskalkulie als Teilleistungsschwäche anerkannt. 

Schlechte schriftliche Leistungen sollten durch gute mündliche Leistungen ausgeglichen werden können. 

Fangfragen in Tests, zielen darauf ab, Schüler in Fallen zu locken, anstatt ihr Wissen fair zu überprüfen. Solche Fragen führen nicht nur zu Frustration, sondern können auch das Selbstwertgefühl unserer Kinder negativ beeinflussen.

Wir fordern, dass der Testumfang dem Alter unserer Kinder entspricht. Das Zentrum für Schulpsychologie dokumentiert die wissenschaftlich belegte Konzentrationsspanne klar: Kinder von 7 bis 10 Jahren können sich im Durchschnitt bis zu 20 Minuten konzentrieren.  Der Kölner Psychologie-Professor Gerhard Lauth, der seit Jahren mit Kindern arbeitet, stellt fest, dass die meisten Beschwerden über mangelnde Konzentration aus überzogenen Erwartungen der Erwachsenen resultieren.  Trotzdem müssen bayerische Grundschüler regelmäßig Tests bewältigen, die diese Zeitspannen deutlich überschreiten. Tests von 30 bis 45 Minuten prüfen bei diesen Kindern also nicht das Wissen, sondern die Erschöpfung.

Gerade in den frühen Jahren der Bildung sollte es darum gehen, ein solides Grundwissen zu vermitteln und nicht in die Tiefe von Themen einzutauchen, die normalerweise erst in der Oberstufe behandelt werden. 

In einer bayerischen Grundschule werden aktuell zum Beispiel folgende Inhalte aus höheren Klassen gelehrt und abgefragt :

  • Schaltpläne aus der Physik 
  • Pflanzenbestimmung durch Blattform und Art der Ränder 
  • Präsentationstechniken für 
    Gedichtvorträge

In den zugehörigen Tests gibt es Punktabzug bei:

  • nicht korrekt durchgezogenen Linien bei gezeichneten Schaltplänen
  • nicht korrekt erkannten Blatträndern
  • Vorträgen: zu leise Stimme, zu wenig Blickkontakt zum Publikum, falsche Betonung

Diese Anforderungen übersteigen nicht nur den Lehrplan, sie übersteigen das kognitive Entwicklungsstadium von 6- bis 10-Jährigen.

Mit Abschluss der 4. Klasse entscheiden diese Prüfungskriterien über den weiteren Bildungsweg unserer Kinder und bilden derzeit kein realistisches Bild ihrer Leistungen ab. Sie halten daher Kinder von Bildungswegen fern, die sie unter fairen Umständen nutzen könnten und enthalten unserer Gesellschaft in der weiteren Zukunft wichtige Kompetenzträger, die uns in der Wirtschaft fehlen werden. 

Als Elternteil sehe ich verunsicherte Eltern mit Ihren Kindern von Arzttermin zu Arzttermin gehen, um herauszufinden, warum ihr Kind die Anforderungen nicht schafft. Viele suchen Hilfe im Bereich Ergotherapie oder klassischer Nachhilfe, andere geben ihren Kindern Medikamente, um die Konzentration zu steigern. 

Hier benötigt es ein klares Signal der zuständigen Behörden, um auch bei Direktoren und Lehrkräften eine veränderte Einstellung zu bewirken. 

Bitte unterstützen Sie unsere Initiative, um altersgerechten Unterricht und faire Bewertungsmaßstäbe in Grundschulen einzuführen.

Unterschreiben Sie diese Petition, um eine Veränderung im Schulsystem zu bewirken und unseren Kindern die Bildung zu geben, die sie verdienen.

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Petition am 28. Januar 2026 erstellt