Mise à jour sur la pétitionUnterstützen Sie die Aufarbeitung der Misshandlungen der „Verschickungskinder“SKANDAL: Immer noch keine Bundesunterstützung für Verschickungskinder
Anja RöhlBerlin, Allemagne
4 mars 2026

Neuerdings wird manchmal gesagt, bei uns hätten sich ja bisher "nur" 10 - 20.000 negative Berichte ( in öffentlichen Zeugnissportalen, auf Facebook-, Foren- und in Fragebögen) gesammelt, das sei ja nicht viel, wenn man bedenkt, dass es 12 Millionen Verschickungen gegeben hat. Die restlichen Betroffenen könnten die Verschickungen durchaus als positiv erlebt haben. Man vergisst dabei völlig, dass die Verschickungen an sich schon ein nicht kindgerechtes System gewesen sind, zwei bis fünfjährige Kleinkinder, allein, ohne ihre Eltern oder enge Bezugspersonen, in Sonderzügen mit 800 Kindern, viele Stunden alleine, in weit entfernte Heime, sechs Wochen und mehr wegzugeben, in riesige unüberschaubare Häuser mit 50 -200 Betten, mit wenig Personal, bei offiziell empfohlenem Elternbesuchsverbot und Briefzensur, das würde man heute einem Kleinkind nicht mal ein oder zwei Tage zumuten. Selbst Schulkinder zwischen 6 und 11 würde man allerhöchstens in vertrauter Gruppe mit vertrauter Lehrerin, für paar Tage ins Schullandheim verreisen lassen. Weil sich der öffentliche Diskurs die Erkenntnisse aus der weltweiten Bindungs - Forschung inzwischen zu eigen gemacht hat. Es ist also bereits das ganze System der damaligen Alleinverschickung für Kinder schädlich gewesen. Dazu kommen dann noch die vielen Hartherzigkeiten, die als Folge erinnert werden: Erlaubte, sogar angeordnete und empfohlene, zT martialische Strafen, Essenseinquälungen, Toilettenverbote, Demütigungen... Eine Mitarbeiterin erzählte mal: Am ersten Tag einer neuen Kurphase kamen 80 Kinder an, davon 30 % Kleinkinder, die vor Verzweiflung und Angst weinten, sich eingenässt hatten, Essen verweigerten, in Schrei- und Schockstarre waren oder gleich krank wurden, das Personal schaffte nicht, sich überhaupt die Namen zu merken...
Das System selbst war der Fehler, und verstärkte sich noch, als dort immer weniger Eltern ihre Kinder hingeben wollten und immer mehr eingespart wurde. Aber auf Beschwerden und auch auf Kinderärzte und Pädagogen, die warnten, oder Jugendämter, die Beschwerden schrieben, wurde von Betreiberseite nicht gehört. Das ging so 30 Jahre durchgehend, von  1949 - 1979 und in den letzten grossen Heilstätten bis in die 90er Jahre!!! Deshalb gehört dieses System grundlegend aufgearbeitet! Politik und Trägerlandschaft müssen sich damit beschäftigen, sie müssen Verantwortung übernehmen, und Wiedergutmachung organisieren, das sind sie den Millionen Betroffenen, die heute im Rentenalter sind, schuldig! 

Unterstützen Sie weiterhin diese Petition durch das Sammeln weiterer Unterzeichnungen! Wir können nur gemeinsam stark sein! DANKE! www.verschickungsheime.de

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