

Liebe Lisa Paus, mit Kopie an Ulrike Bahr vom Familienausschuss
Da eine persönliche Übergabe heute bei Ihnen, aus terminlichen Gründen, wie mir aus Ihrem Büro mitgeteilt wurde, nicht möglich war, möchte ich Ihnen hiermit die erste Charge der bis jetzt erreichten Unterschriften per Mail schicken:
Über 43.350 Menschen haben bisher dieses Anliegen unterstützt, die meisten selber Betroffene von Kinderverschickung. Wir wünschen uns sehr, dass Sie Ihren Entschluss, dass sich der Bund nicht mit diesem Problem befassen will, da alle Verantwortung nur bei den Ländern lag, noch einmal überdenken. Wir möchten vor allem gern Gelegenheit haben, Ihnen einmal die bisher vorgenommenen Forschungen zum Thema vorzulegen, die eine Verantwortungsdrittelung sinnvoll macht. Unsere Forderung ist da seit jetzt vier Jahren: BUND, Länder und Trägerinstitutionen müssen sich die Kosten der individuellen und gesellschaftlichen Aufarbeitung teilen. Dazu gehört eine tatkräftige Unterstützung der Betroffenen in Beratung (Sozialarbeiter) und Recherche (Historiker), z.B. bei der Findung ihrer Heime, Sammlung, Analyse und Dokumentation aller noch vorfindlichen Dokumente in einem öffentlichen Dokuzentrum, mit Zugangsmöglichkeit für alle Betroffenen und Unterstützung eines umfangreichen Bürgerforschungsprojekts Kinderverschickung, bei dem die Recherche der Betroffenen, dei ja erst die Aufarbeitung möglich macht, tatkräftig unterstützt wird. Dazu braucht es einen „Runden Tisch Kinderverschickung“, mit dem Ziel einer „Unabhängigen Untersuchungskommission Kinderverschickung“ und tatkräftiger Unterstützung der Betroffenen.
Unterstützend sprach sich heute auch der Kinderrechtsforscher Prof. Dr. Jörg Maywald aus, wie Sie diesem Interview entnehmen können: https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/_/aktion--kinderkoffer-.html
Mit freundlichen Grüßen
Anja Röhl
für den Verein „ Aufarbeitung und Erforschung Kinderverschickung e.V.“, Teil der bundesweiten „Initiative Verschickungskinder“: www.Verschickungsheime.de