Anja RöhlBerlin, Allemagne
22 août 2022

WIR SIND VIELE. -  Inzwischen haben 39.527 Menschen diese PETITION an Frau Lisa Paus unterschrieben. Sie unterstützen damit die Forderung nach bundesweiter Aufarbeitung des Phänomens der systematischen Massen-Verschickungen von Millionen annähernd gesunder Kinder mit oftmals traumatischen Folgen. Danke an alle! Wir sind viele, wir sind stark! Ich danke euch für die Unterstützung unserer Forderungen an die Bundesregierung nach Aufarbeitung, es hilft auch, wenn Ihr als Betroffene eure eigenen Geschichten und Erlebnisse öffentlich macht. Das könnt ihr gern unter ZEUGNIS ABLEGEN auf unserer Webseite: www.verschickungsheime.de oder auch hier direkt, indem ihr kommentiert. Und geht selbst an die Öffentlichkeit. Meldet euch bei Journalisten, erzählt ihnen eure Geschichten. Jede ist erschütternd, alle müssen gehört und gesammelt werden. Deshalb brauchen wir ein Dokumentationszentrum, eine Aufarbeitungskommission, eine Stiftung, eine Geschäftsstelle. Die Flut von Erinnerungsberichten ist ehrenamtlich nicht mehr zu schaffen. Teilt die Petition weiter, verschickt sie nochmal, auch an Politiker eurer Stadt, eurer Gemeinde, teilen, teilen, teilen!!!  Tausend Dank! 

Nochmal eine Persönliche Erklärung zur PETITION:
Ich, Anja Röhl, bin im Sommer 2019 an die Öffentlichkeit gegangen, als ich den Skandal der Kinderverschickungen begriffen hatte. Tausende haben sich seither unserer Initiativenseite: www.verschickungsheime.de angeschlossen. Sie haben ihre Geschichten aufgeschrieben, sie haben ihre Geschichten der wissenschaftlichen Auswertung und unserer eigenen, selbst bestimmten und von uns kontrollierten Forschung zur Verfügung gestellt.  Sie haben Selbsthilfegruppen, Heimortgruppen, Recherchegruppen gegründet oder sich einer angeschlossen.  Viele haben gedacht, nur ihnen alleine wäre dieses Leid widerfahren. Durch unsere Webseite wurde klar, dass es Zehntausenden so ging. Das war eine große Entlastung. Bis dahin dachten viele, sie seien selbst schuld an den Demütigungen und Brutalitäten in den Verschickungsheimen gewesen. An ihnen hätte es gelegen, dass sie bestraft und gequält worden waren. Doch das stimmte nicht. Es war eine Systematik dahinter, es waren keine Einzelfälle. Schlimmste Strafen wurden in einem historischem Buch für kleinste Kinder aufgelistet und in Fortbildungen für Kinderpflegerinnen propagiert. (Folberth, Sepp: Kinderheime Konderheilstätten, 1964, S. 72). Von einem Dr. Hans Kleinschmidt, (Leiter der Kinderheilstätte Bad Dürrheim), der mit diesen Kindern nachweislich Arzneimittelversuche für Pharmafirmen durchführte, die bestimmt nicht mit den Eltern abgesprochen waren. Arzneimittel wie Contagan, Antimimetika ( Brechmittel) und Antitussiva (Hustenmittel), alle drei mit sedierendem Nebeneffekt. So wurde es einfacher, die „Ware Kind“ zu „verwerten“. Geldgier hat ihn und andere Beteiligte angetrieben, nicht Menschenliebe. 

Ab 2019 haben sehr viele von uns die Kraft gefunden, sich in Vernetzung und Recherche zu engagieren. Das ist schwere, mühselige Arbeit. Ich selbst habe zwei Bücher über dieses Thema geschrieben, weitere, insgesamt 8 Bücher gibt es inzwischen zu unserem Anliegen, alle bestätigen die Grausamkeit und die Systematik einer Art Verschickungsindustrie, die Kinder als Ware betrachtete und Heimbetreibenden, Ärzten, Kur- und Badeorten ein hohes wirtschaftliches Plus in die Kassen spülte.

Wir brauchen Solidarität auch von Nicht-Betroffenen, unterstützt diese Petition, indem ihr sie an Freunde, Verwandte, Politiker weiterleitet. Ihr könnt das auf jede erdenkliche Art machen, alles hilft! Zeigt, dass wir stark sind und nicht so schnell aufgeben! DANKE! Anja Röhl

Soutenir maintenant
Signez cette pétition
Copier le lien
Facebook
WhatsApp
X
E-mail