Erfolg

Unterschreiben Sie gegen den Abschuß der Wildgänse am Erlabrunner Badesee.

Diese Petition war mit 845 Unterstützer/innen auf Change.org erfolgreich!


Die Wildgänse am Erlabrunner Badesee wurden vom Zweckverband für Naherholung zum Abschuss freigegeben, und zwar für den sehr langen Zeitraum vom 01.08. 2016-12.01. 2017!
Hier ist der "Main Post"  Artikel der dies ankündigt:
http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Badeseen-Jagdpaechter;art736,9304700

Dabei gibt es viele andere und relativ einfache Maßnahmen*,  des genannten "Hygieneproblems"  Herr zu werden. Diese wurden aber allesamt in Erlabrunn nicht mal ausprobiert.
*Die möglichen Alternativen zur werden alle im unteren Teil der Petition, genannt.
Ausserdem müssen auch folgende wichtige Wildtierschutzrechtliche Punkte beachtet werden, die da lauten:

Fragwürdige Jagdmethoden
Die Jäger lauern den Tieren häufig in der Nähe ihrer Schlafgewässer auf, um sie dann beim Auffliegen abzuschießen. 

Die Schrotmunition tötet viele Tiere oft nicht direkt, sie werden nur verletzt und verenden dann qualvoll. Wissenschaftler schätzen den Anteil „angeschroteter“ Gänse auf über 30 Prozent.
Gestützt wird dies durch Studien in Ländern wie Schweden, wo über 60 Prozent der Altvögel und fast 30 Prozent der Junggänse Schrotprojektile im Körper hatten.Angeschossene Gänse fallen zum Teil vom Jäger unbemerkt vom Himmel und werden im Schilf oder Gebüsch vergessen, wo sie elend sterben. Nicht selten fehlt der für diese Fälle vorgeschriebene Jagdhund, der die Tiere aufspüren könnte.

Tödliche Verwechslung mit vom Aussterben bedrohten Wildgans Arten:
Nicht nur, dass immer wieder sogar Jagden in Natur- oder Vogelschutzgebieten stattfinden. Die Jäger verwechseln die einzelnen Gänsearten und schießen mitunter geschützte Arten ab,  wie die Zwerggans,  die in den Schwärmen der häufiger vorkommenden Arten mitfliegt.  Selbst geübten Vogelkundlern fällt es schwer, die Tiere im Flug zu unterscheiden. Alle folgenden Wildgänsearten sind vom Aussterben bedroht und können u.U. verwechselt werden: Nonnen-, Rothals-, Brand- und Kurzschnabel-, und die eben genannte Zwergganz.

Bejagung oft sogar kontraproduktiv und sinnlos:
Etwaige landwirtschaftliche Schäden lassen sich durch eine Bejagung durch den Menschen nicht verhindendern, im Gegenteil zeigen Studien, dass Gänse durch die Jagd unruhiger und scheuer werden, mehr umherfliegen, mehr Futter benötigen und sich dann noch weiter vermehren und ausbreiten, was in dem hier vorliegenden Fall, der Jagdpächter sogar selbst, im Artikel bestätigt hat. Ausweichflächen, auf denen die Vögel ungestört bleiben dürfen, stellen eine sinnvolle Alternative dar. Darüber hinaus dürfen nach dem Bundesjagdgesetz!! Elterntiere, die unselbständige Jungvögel führen,  NICHT erlegt werden.
Gerade im Sommer sind die Jungvögel weitgehend unselbständig, auch während ihres ersten Winters halten die Familienverbände noch eng zusammen - eine Jagd müsste also eigentlich ausgeschlossen sein.

 

Alternative Maßnahmen zur Wildgänseregulierung wäre erstmals kurzgesagt vor allem die Verhaltenslenkung durch verschiedenne Vergrämung, Duldung und Fütterungsverbot.

1. Das offensichtliche und einfachste Zuerst, nämlich ein Fütterungsverbot: Regelmäßige Fütterung führt zu lokalen Konzentrationen von Gänsen. Gerade in Schwimmbädern, Parkanalgen und Spielplätzen kann dies zu Konflikten führen. Sofern massiv gefüttert wird, kann ein Fütterungsverbot für Entlastung sorgen.

2. Die Vergrämung geschieht durch feste Einrichtungen zu nennen, dies ist mit verschiedenen festen oder zeitlich begrenzten baulichen Maßnahmen bzw. mit Pflanzungen möglich, Flächen für Gänse unattraktiv zu gestalten.

In dem   hier vorliegenden Fall  wären vor allem folgende Beispiele zu überlegen:
 
Zäunung von Erholungsflächen  (wie etwa durch niedrige mobile Schafszäune, diese sind sehr wirksam, mobil und schnell aufbaubar)

Die etwa hüfthohen Zäune können von Junggänsen und mausernden, also flugunfähigen Altgänsen, nicht überwunden werden. Außerdem widersprechen sie dem Sicherheitsempfinden der Gänse. Sie sollten unten plan mit dem Untergrund abschließen, sonst können die jungen Gänse unten durch schlüpfen. Die Zäunung ist sehr effektiv, um Gänsefamilien davon abzuhalten, bestimmte Strandabschnitte zu beweiden. Am wirksamsten sind Zäune parallel zum Wasser, diagonal sind sie weniger wirksam und senkrecht zum Wasser müssen Barrieren gut geplant sein, um ihre Wirkung zu entfalten. Hecken oder Blocksteine erfüllen dieselbe Funktion und können ästhetisch in das Landschaftsbild eingepasst werden.

(Schwimm-)Barrieren vor Stränden aber auch Duldung bzw. Schaffung von Ausweich- u. Ruhezonen, und/oder Pflanzen von Hecken und Sträuchern:

Sie besitzen den großen Vorteil, dass sich die Barrieren nicht in Bade, Liege- und Aufenthaltsbereichen der Besucher befinden, sondern vorgelagert auf der offenen Wasserfläche. Anschwimmende Gänse, vor allem Junggänse, können die Barrieren nicht überwinden und werden von den Badebereichen abgehalten. Besucher können Gänse beobachten, kommen aber nicht in unmittelbaren Kontakt.

In einem Konzept zum Management von Gänsen sind Ausweich-Äsungsflächen und Ruheflächen/-zonen besonders wichtig. Den Gänsen, die in bestimmten Bereichen vergrämt werden, muss in der Nähe eine Alternative angeboten werden. In der Brut- und Mauserzeit, in der Gänse nicht flugfähig sind, sind Flächen geeignet, die einen flachen Zugang zum Gewässer haben und gänsefreundlich bewirtschaftet werden. Kurzgraswiesen sind besonders beliebt. Geben und Nehmen ist das Prinzip, wonach Vergrämungs- und Duldungsflächen ausgewiesen werden. Für ein funktionierendes Gänsemanagement sind sie essentielle Bausteine.
Man müsste meinen, daß dies eigentlich in diesem Fall hier, bei einer riesigen Fläche, von 16 ha!!, kein sooooo großes Problem darstellen dürfte. Vor allem dann nicht wenn man die Maßnahmen kombiniert. Viele Menschen freuen sich über die Beobachtung von Wildgänsen. Sie empfinden sie als attraktiv, schön und intelligent.
Und schließlich sind freilebende Tiere Mitgeschöpfe des Menschen und Sie sollten daher vom Menschen um ihrer selbst willen geachtet und geschützt werden auch wenn eine unmittelbare Verantwortung des Menschen nicht vorhanden ist, da sich freilebende Tiere nicht in seiner Obhut befinden, so übernimmt der Mensch dennoch eine Verantwortung, die über die bloße Existenzsicherung der Population hinausgeht.

DESHALB UNTERSCHREIBT BITTE GEGEN DIESE SINNLOSEN TÖTUNGEN



Heute: Therry verlässt sich auf Sie

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