Unterhaltsvorschuss ab 16 erhalten – Kinder dürfen nicht die Leidtragenden sein

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Das Problem

Ich starte diese Petition als alleinerziehende Mutter, die sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder und vieler weiterer Familien macht.
Fast 800 Euro im Monat sollen meiner Familie künftig fehlen – nicht, weil ich weniger arbeite oder meine Verantwortung nicht wahrnehme, sondern weil der andere Elternteil seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht nachkommt.

Der Unterhaltsvorschuss wurde geschaffen, um Kinder zu schützen, wenn ein Elternteil seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Genau dieser Schutz soll nun für Jugendliche ab 16 Jahren entfallen.

Für meine Familie würde das einen finanziellen Verlust von fast 800 Euro im Monat bedeuten. Geld, das nicht mir persönlich zugutekommt, sondern meinen Kindern – für Lebensmittel, Kleidung, Mobilität, Schulbedarf und alles, was Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben benötigen.

In der politischen Debatte wurde sinngemäß geäußert, Alleinerziehende könnten ihre finanzielle Situation verbessern, indem sie einfach mehr arbeiten. Doch diese Aussage wird der Lebensrealität vieler Familien nicht gerecht.

Ich arbeite bereits in Vollzeit und trage die Verantwortung für zwei Kinder allein. Auch Jugendliche brauchen ihre Eltern – sie brauchen Unterstützung in der Schule, bei der Berufswahl, bei Sorgen und Problemen. Hinzu kommen ein Haushalt, organisatorische Aufgaben und die Verantwortung für den gesamten Familienalltag.

Alleinerziehende leisten jeden Tag Enormes. Trotzdem stehen viele finanziell schlechter da als Familien mit zwei Einkommen. Der Wegfall des Unterhaltsvorschusses würde diese Belastung weiter verschärfen.

Kinder dürfen nicht die Leidtragenden sein, wenn ein Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Der Unterhaltsvorschuss ist kein Bonus und kein Privileg. Er schützt Kinder vor den Folgen eines Problems, das sie nicht verursacht haben.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Auswirkungen diese geplante Änderung hätte. Deshalb habe ich diese Petition gestartet. Ich möchte den vielen Alleinerziehenden und ihren Kindern eine Stimme geben, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, arbeiten und trotzdem nicht wissen, wie sie einen solchen finanziellen Einschnitt auffangen sollen.

Ich fordere die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, die geplante Abschaffung des Unterhaltsvorschusses für Jugendliche ab 16 Jahren nicht umzusetzen.

Bitte unterstützen Sie diese Petition. Jede Unterschrift ist ein Zeichen dafür, dass Kinder nicht für die Versäumnisse eines Elternteils bestraft werden dürfen und dass Familien, die bereits jeden Tag ihr Bestes geben, nicht noch weiter belastet werden. 

Diese Petition ist mein persönliches Anliegen als privat betroffene alleinerziehende Mutter. Ich vertrete dabei ausschließlich meine eigene Meinung und meine persönlichen Erfahrungen. Ich spreche weder im Namen einer Behörde, einer politischen Partei noch einer anderen Organisation. Mein Ziel ist es, auf die Auswirkungen der geplanten Änderung aufmerksam zu machen und mich für den Erhalt des Unterhaltsvorschusses für Jugendliche ab 16 Jahren einzusetzen – im Interesse meiner Familie und vieler weiterer betroffener Familien.

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Julia S.Petitionsstarter*in

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