Petition updateRettet die Ostsee! Den Bau des gigantischen Ostsee-Tunnels stoppen!Widerstand geht in nächste Runde und braucht Ihre E-Mail-Unterstützung

BELTRETTER

Feb 14, 2017
Liebe BELTRETTER und Unterstützer,
der milliardenteure Belttunnel wird offenbar so nachlässig geplant und die Planung so lax geprüft als ginge es um einen Geräteschuppen und nicht um den längsten Absenktunnel der Welt.
Die Folgen: Immense Risiken für unsere Ostsee, die Umwelt generell und unsere Urlaubsregion, ja sogar Gefahren für Leib und Leben (siehe Havarierisiken beim Bau).
Heute haben wir dazu die unten folgende Pressemitteilung herausgegeben.
Aber auch Sie können etwas tun. Fordern Sie Ministerpräsidenten Torsten Albig dazu auf, die Belttunnel-Unterlagen profund und gewissenhaft prüfen zu lassen, dabei die Betroffenen ernsthaft zu beteiligen und das Gesamtprojekt als solches noch einmal objektiv auf Sinnhaftigkeit prüfen zu lassen
Die E-Mail-Adresse von Torsten Albig: torsten.albig@stk.landsh.de
Und hier ein Vorschlag (Allerdings wäre es am besten, Sie würden in ihren eigenen Worten formulieren):
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Albig,
wegen des drohenden Belttunnels mache ich mir große Sorgen. Ich fürchte, die schleswig-holsteinische Landesregierung folgt zu eilfertig skandinavischen Interessen.
Dabei sollten die Sorgen und berechtigten Zweifel der betroffenen Bürger und der Urlauber, die Ostholsteins Küste lieben, allerhöchste Priorität haben. Und zwar ernsthaft.
Ich bitte Sie, ja ich fordere Sie auf, die zuständige Behörde – den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr – dazu anzuhalten, die Planungsunterlagen und Erwiderungen der Tunnelplaner gewissenhaft und profund prüfen zu lassen. Bei einem der größten Bauprojekte unserer Zeit muss gelten: Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Geben Sie da keinerlei Druck nach.
Ich fordere die Landesregierung zudem dazu auf, dieses gewaltige Projekt endlich insgesamt auf den Prüfstand zu stellen.
Viele der zugrunde liegenden Annahmen sind längst veraltet. Die Verkehrsprognosen sind in starken Zweifel zu ziehen.
Mit den Risiken für Menschen, Umwelt und Region wird offenkundig zu lax umgegangen.
Wenn es in der Planung und bei den Unterlagen bereits so viele Mängel und Fehler gibt: Wie soll da bloßen Qualitäts-Versprechungen der Tunnelplaner geglaubt werden?
Bitte kommen Sie Ihrer Verantwortung für die Menschen an der Küste, für die Menschen, die hier vom Tourismus leben, und den Menschen, die in Schleswig-Holstein gerne Urlaub machen, nach.
Mit freundlichen Grüßen
Max/Marianne Mustermann
Unten folgt – wie angekündigt – unsere Pressemitteilung von heute.
Danke!!!
Ihre
BELTRETTER
Belttunnel: Widerstand geht in die nächste Runde
Fehmarn/Ostholstein, 14. Februar 2017 – Am 15. Februar sollen die Belttunnelplaner von Femern A/S ihre Antworten auf mehr als 12.600 Widerspruchsschreiben gegen den geplanten Belttunnel vorlegen. Diese immens hohe Zahl an Einwendungen war vergangenen Sommer bei der zuständigen Behörde, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, eingegangen. Die BELTRETTER, eine wachsende Bewegung aus Gegnern des Mammutprojekts, äußern jetzt starke Zweifel daran, dass die dänischen Tunnelplaner in dieser kurzen Zeitspanne alle Planungsmängel haben beheben können.
Der im Amtsdeutsch sogenannte Vorhabenträger Femern A/S ignoriert nach Überzeugung der BELTRETTER weiterhin alle Risiken des gigantischen Projekts und will es offenkundig mit aller Macht durchsetzen, obwohl größte Zweifel am Sinn des riesigen Bauprojekts bestehen. Karin Neumann, Sprecherin der BELTRETTER: "Wird ein Mammutprojekt wie der Belttunnel geplant, dann muss das detailliert und mit aller Umsicht geschehen. Die Bürger sind einzubeziehen, ihre Sorgen und kritischen Hinweise sind ernst zu nehmen. Femern A/S aber tut dies nicht. Denen scheint es um Schnelligkeit, weniger um Gründlichkeit zu gehen. Beim Bau des längsten Absenktunnels der Welt ist das ein gefährliches Spiel.“ Die Menschen würden merken, wenn man versucht, sie zu verschaukeln. Dass bereits rund 120.000 Personen die Online-Petition gegen den Belttunnel unterzeichnet haben (beltretter.de/unterschriften), zeige, wie aufgebracht die Menschen sind. Florian Bumm, ebenfalls Sprecher der BELTRETTER, ergänzt: "Die berechtigten Sorgen der betroffenen Bürger in der Region werden offensichtlich als Ärgernis verstanden, das es nur pro forma zu berücksichtigen gilt. Schon nach der ersten Einwendungsrunde wurde der fällige Erörterungstermin in aller Frühe außerhalb der Region angesetzt, um mögliche Widersprüche gar nicht erst anzuhören. Im darauffolgenden Planänderungsverfahren rügte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr immer noch ganze 290 Planungsfehler. Jeder einzelne Fehler kann dramatische Auswirkungen haben."
Die folgende Einwendungsfrist wurde verkürzt und in die Hauptferienzeit gelegt, auch hier ganz offenkundig, um kritische Stimmen so leise wie möglich zu halten. Dass trotzdem 12.600 Bürger Ihre Einwendungen formuliert haben, zeigt in den Augen der BELTRETTER, dass sich die Menschen in der Region nicht davon abhalten lassen, ihre Meinung zu sagen. Trotz des langjährigen Verfahrens und zwei aussagekräftigen Bürgerbeteiligungen ist die Mängelliste nach wie vor lang: Die Bauarbeiten zu See erhöhen das Havarierisiko auf der stark befahrenen Schifffahrtsroute – eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Während der mindestens achtjährigen Bauphase würde der Tourismus, die Haupteinnahmequelle der Region, leiden. Die angeblichen Wachstumspotenziale nach Eröffnung liegen Gutachten zufolge im Promillebereich. Dass diese tief greifenden Probleme von Femern A/S nun in einem überaus kurzen Zeitraum überzeugend entkräftet werden können, ist auszuschließen. Karin Neumann: "Unsere Heimat und unser Zuhause werden durch die oberflächliche Planung des Projekts nachhaltig bedroht: Als Transitzone zwischen Hamburg und Kopenhagen mit kilometerlangen Güterzügen alle 20 Minuten ist es mit Ruhe und Erholung vorbei. Der Boden der empfindlichen Ostsee würde auf 18 Kilometern aufgerissen werden, Flora und Fauna langfristig geschädigt. Seltene Tiere wie der Schweinswal würden durch Baulärm und Wasserverschmutzung aus ihrem natürlichen Lebensraum am Fehmarnbelt vertrieben werden. Und das für einen mehr als fraglichen Nutzen."
Florian Bumm: „Für 5.500 Autos am Tag sollen deutsche und dänische Steuerzahler mehr als 10 Mrd. Euro zahlen. Dafür werden Naturlandschaften zerstört und der für die ganze Region wichtige Tourismus aufs Spiel gesetzt. Die künstlich aufgeblähten Vorteile, die nach wie vor nicht hinreichend belegt werden können, stehen zu diesen desaströsen Konsequenzen in keinem Verhältnis. Der Tunnelbau ist daher überflüssig wie ein Kropf und muss verhindert werden! Wir werden die Pläne von Femern A/S weiter mit Argusaugen verfolgen und beim anstehenden Erörterungstermin auf Missstände aufmerksam machen. Es kann nicht sein, dass die Tunnelplaner die Sorgen der Menschen in der Region nicht ernst nehmen beziehungsweise sogar ignorieren wollen.“
Support now
Sign this petition
Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X