
Alexander MayerFürth, Germany
Dec 20, 2014
Das Mediationsergebnis ist unter dem Strich ein Schuss in den Ofen. Zwar wird auf Dauer von fünf Jahren die Sperrzeit auf 23 Uhr festgelegt - eines der Anliegen dieser Petition - aber das bleibt rechtlich keinesfalls garantiert. Das Mediationsergebnis wird ein willkommener Anlass sein, dass der Landtag die Petition abwimmelt - aus dieser Perspektive ist es kontraproduktiv.
Vor allem aber wurde dieses Zugeständnis zu teuer erkauft (siehe unten).
Die Reduzierung der Außenschankflächen um 25 Prozent wird dazu führen, dass einige zwar bis 23 Uhr draußen sitzen können, aber viele keinen Platz mehr finden werden. Tagsüber gilt das umso mehr.
Zudem gehen einige Regelungen ganz offensichtlich gegen bestimmte Wirte/Wirtinnen. Dass sich die Verhandlungsführer hierzu hergegeben haben, ist für die Betroffenen tragisch, wird aber wohl unter Kollateralschaden abgehakt.
Zusammenfassung der Vereinbarung im Mediationsverfahren M. S../. Stadt Fürth vom 18.12.2014
Veranstaltungen in der der Gustavstraße:
1. Stadtfest in der Gustavstraße entfällt
2. Weinfest Donnerstag bis einschließlich Samstag, Sperrzeiten: Do 23 Uhr, Fr-Sa 23:30, So 22 Uhr.
3. Keine Bühnen beim Fürth-Festival in der Gustavstraße
4. „Regelbetrieb“ in den Gaststätten während Fürth-Festival, Höfefest, Stadtverführungen, Tag des offene Denkmals und verkaufsoffenen Sonntagen. Klezmer Festival Musikdarbietung v. 19 bis 22 Uhr in Gaststätten zulässig. Ansonsten „Regelbetrieb“
5. Grafflmarkt: Sperrzeiten im Frühjahr 1 Uhr, im Herbst Außenbetrieb 24 Uhr u. Innenbetrieb 2 Uhr. Der Markt endet am Freitag um 22 Uhr.
6. Fußballfeiern werden in der der Gustavstraße nicht mehr zugelassen (mit Ausnahme einer Aufstiegsfeier in 5 Jahren). Das Anwesen des Herrn S. ist durch Zäune u. Security zu sichern.
7. Fürth Lauf und Metropol Marathon führen nicht mehr durch die Gustavstraße
Freischankflächen
1. Sperrzeit für Freischankflächen in der Gustavstraße einheitlich 23 Uhr
2. Die aktuell vorhandenen Sitzplätze für Freischankflächen werden einheitlich um 25 % reduziert. (!) Nur Einzeltische und Einzelstühle. (!)
3. Die reduzierten Freischankflächen der Kaffeebohne werden vom Anwesen des Herrn S. Weg verlagert.
4. Für die noch verbleibenden Freischankflächen werden Bestuhlungspläne erstellt.
5. Die Sperrzeit der Löwenbar wird auf 2 Uhr festgesetzt
6. In der Gustavstraße und am Waagplatz finden keine Public Viewing Veranstaltungen mehr statt.
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