Unabhängige Antidiskriminierungsstelle im Landkreis Vechta

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Das Problem

Diskriminierung betrifft viele Menschen – und die Zahlen steigen: 2025 erreichte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mit rund 13.000 Beratungsanfragen einen neuen Höchststand, mehr als das Dreifache des Werts von 2019. Am häufigsten geht es um rassistische Diskriminierung.

Gerade in ländlichen Regionen wie unserer fehlt es an Unterstützung: Niedersachsen hat keine flächendeckende Landesantidiskriminierungsstelle, Beratungsangebote konzentrieren sich auf große Städte wie Hannover. Wer im Landkreis Vechta Diskriminierung erlebt, findet kaum eine wohnortnahe, unabhängige Anlaufstelle.

Ein Fall aus unserer Region zeigt, worum es geht

Vor einigen Jahren wurde ein Mitarbeiter eines Vechtaer Sanitär- und Heizungsbetriebs von einer Kundin wegen rassistischer Zuschreibung abgelehnt und beleidigt. Der Fall sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit, weil der Geschäftsführer sich öffentlich hinter seinen Mitarbeiter stellte. Genau in solchen Situationen – für Betroffene wie für Unternehmen, die häufig nicht wissen, wie sie am besten reagieren sollen – wäre eine unabhängige Antidiskriminierungsstelle vor Ort eine enorme Unterstützung gewesen.

Unsere Forderung

Wir fordern die Kreisverwaltung auf, sich mit Finanzierungsmöglichkeiten – etwa Landes-, Bundes- oder EU-Mitteln oder einer anteiligen Förderung durch den Kreishaushalt – auseinanderzusetzen und eine unabhängige Antidiskriminierungsstelle zu etablieren, die alle Merkmale des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) abdeckt.

Diese Stelle nimmt Beschwerden entgegen, berät und vermittelt Betroffene und leistet präventive Bildungsarbeit – als Anlaufstelle für Betroffene ebenso wie als Partnerin für Schulen, Vereine und Unternehmen.

Wer davon profitiert

- Betroffene erhalten eine erste, professionelle Anlaufstelle.
- Unternehmen und Schulen bekommen eine Beratungsstelle für schwierige Situationen und Prävention.
- Der Wirtschaftsstandort Vechta wird attraktiver: Ein inklusives Umfeld zieht dringend benötigte Fachkräfte an – ein entscheidender Standortvorteil.

Was jetzt zu tun ist

Der Landkreis muss diese Stelle nicht sofort allein finanzieren. Wir bitten die Verwaltung, Fördermöglichkeiten zu prüfen und einen realistischen Weg zur Einrichtung zu erarbeiten – so, wie es andere Landkreise bereits erfolgreich vorgemacht haben.

Unterstützen Sie uns dabei, Vechta zu einem Vorreiter in Sachen Antidiskriminierung in Niedersachsen zu machen. Bitte unterschreiben Sie diese Petition und setzen Sie ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz in unserer Region!

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Initiative Frauen für Demokratie
Adressiert an: Landrat und Kreistag des Landkreises Vechta

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